Der Hausanschluss ist in Ordnung, aber wegen einer lokalen Netzstörung von Vodafone konnten 16 Haushalte in der Weilstraße 8 in Neu-Anspach von Montagmorgen bis Freitagabend nicht über Festnetz telefonieren, hatten keinen Zugang zum Internet und konnten kein Kabel-TV empfangen.
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Der Hausanschluss ist in Ordnung, aber wegen einer lokalen Netzstörung von Vodafone konnten 16 Haushalte in der Weilstraße 8 in Neu-Anspach von Montagmorgen bis Freitagabend nicht über Festnetz telefonieren, hatten keinen Zugang zum Internet und konnten kein Kabel-TV empfangen.

Neu-Anspach

16 Haushalte in Neu-Anspach ohne Internet, Telefon und TV

  • VonEvelyn Kreutz
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Anschluss an das Kabelnetz von Vodafone seit Montag gestört - Konzern will Schaden jetzt beheben

Neu-Anspach -Wieder einmal gab es in Neu-Anspach, wo Vodafone-Kunden nach dem Abriss eines Mobilfunkmastes wochenlang Zuhause ihre Mobiltelefone nicht benutzen konnten, Ärger mit dem gleichen Netzanbieter, der bekanntlich Unitymedia übernommen hat. Diesmal war seit Montag dieser Woche das Festnetz betroffen, und die Störung war begrenzt auf 16 Haushalte und sollte am Freitagabend behoben sein.

Anwohner Klaus Hoffmann war bereits Anfang August per SMS von Vodafone darüber informiert worden, dass für die Nacht von Sonntag auf Montag bis 6 Uhr Arbeiten am Netz stattfinden sollten. Doch danach funktionierte gar nichts mehr: Kein Telefon, kein Internet, kein Empfang von Kabel-TV. So was kann kurzfristig immer einmal vorkommen, also wartete er wie andere Anwohner der Weilstraße 8a bis 8f erst einmal vergeblich ab.

Kommunikation per SMS

Nach und nach fragten Betroffene beim Netzanbieter an und bekamen die Antwort, sie seien die ersten, die die Störung gemeldet haben. Ein Anwohner bekam die Antwort, die schwache Leitung zu diesen Häusern sei seit zwei Jahren bekannt. Hoffmann erhielt wie Elisabeth Machalett am 11. August per SMS die Mitteilung, die Störungsarbeiten seien abgeschlossen. Internet und Telefon hatten sie immer noch nicht. Nach erneuter Anfrage erfuhr Hoffmann wieder per SMS es handele sich um einen Großausfall, man sei an der Arbeit. Guido Creuzberg erhielt am 11. August die Mitteilung, der Ausfall könne mehrere Wochen dauern. Die Stadt Neu-Anspach habe bisher keine Genehmigung für Tiefbauarbeiten erteilt. In der Verwaltung lag jedoch am Donnerstagvormittag noch gar keine Anfrage dazu vor. Machalett war am Donnerstag bei einem anderen Mitarbeiter der Hotline gelandet, der beteuerte, die Störung sei behoben und ihr empfahl, mit einem Zahnstocher ihren Anschluss zu reinigen.

So viel zur Kommunikation mit den Kunden. Die Pressestelle reagierte auf Anfrage der Taunus Zeitung prompt. Dass die eigenen Arbeiten am Netz verantwortlich für den Ausfall waren, schloss Volker Petendorf, Konzernsprecher und Chef vom Dienst (CvD) der Pressestelle Vodafone Deutschland aus. Er bestätigte eine lokale Störung in einem sehr kleinen Teil seines Kabelnetzes in Neu-Anspach seit 9. August. Ursache sei ein Kabelschaden auf dem unterirdischen Kabelstrang, über den diese Häuser an das Vodafone-Kabelnetz angeschlossen sind.

Reparatur ist sehr aufwendig

Petendorf erläuterte, zur Behebung der Störung müssten die unterirdische Zufuhrstrecke erneuert sowie ein defektes Bauteil ausgetauscht werden. "Dazu sind Tiefbauarbeiten zwingend erforderlich, die in der Planung und Ausführung sehr aufwendig sind." Der örtliche Dienstleister bereite die eigentlichen Reparaturarbeiten seit Bekanntwerden der Störung sehr intensiv vor. Dank akribischer Planung und Vorarbeit könnten die eigentlichen Tiefbauarbeiten in Kürze beginnen und dann zügig ausgeführt werden.

Dadurch würden tage- und wochenlange Baugruben vermieden, die zu erheblichen Behinderungen, aber zu keiner schnelleren Entstörung führen würden. "Bei anderen Anbietern dauert so etwas drei bis vier Wochen", machte der Pressesprecher deutlich und kündigte an: "Nach aktuellem Planungsstand können die notwendigen Tiefbauarbeiten bereits am Freitagnachmittag, 13. August, begonnen und in den Abendstunden vollendet werden." Vodafone bitte die betroffenen Kunden um Entschuldigung für die vorübergehenden Unannehmlichkeiten. "Uns ist bewusst, dass es hier nicht nur um die Wiederherstellung eines zerstörten Kabelstrangs geht, sondern um Kunden, die klare Kommunikationsbedürfnisse haben und den Anschluss an das Kabelnetz von Vodafone wünschen und benötigen", so Petendorf.

Auf Fragen, ob bei langfristigen Störungen technische Möglichkeiten zur Überbrückung bestehen und wie es mit Regressansprüchen aussieht von Kunden, die derzeitig kein Homeoffice ausüben können oder ob anteilige Rückerstattung der monatlichen Beiträge für nicht erbrachte Leistungen denkbar seien, verwies der Pressesprecher auf die Verträge. "Kein Netzanbieter garantiert 100prozentige Verfügbarkeit." Für gewerbliche Nutzer gebe es Businessverträge, die gegen höhere Entgelte auch andere Leistungen und gegebenenfalls eine Ersatzversorgung in Anspruch nehmen könnten.

Von Evelyn Kreutz

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