Kletterhallen wie diese sind sehr beliebt. In Neu-Anspach soll ebenfalls eine neue Kletterhalle entstehen. Bauherr ist der Deutsche Alpenverein Sektion Hochtaunus/Oberursel.
+
Kletterhallen wie diese sind sehr beliebt. In Neu-Anspach soll ebenfalls eine neue Kletterhalle entstehen. Bauherr ist der Deutsche Alpenverein Sektion Hochtaunus/Oberursel.

Eine Kletterhalle in Neu-Anspach?

Alpenverein-Mitglieder stimmen online über den Neubau ab

  • VonMatthias Pieren
    schließen

Gebäude im Neu-Anspacher Gewerbegebiet wahrscheinlich - Start schon in 2021

Die Kletterer der Deutschen Alpenvereins-Sektion Hochtaunus/Oberursel möchten eine neue Kletterhalle bauen. Ein extrem steiniger Grat war die Frage der Finanzierung, und auch die Suche nach dem besten Aufstieg sowie die Planung der neuen Kletterhalle wiesen ebenfalls nicht zu verachtende Schwierigkeitsgrade auf.

Als der Gipfel aber zum Greifen nah war, stand plötzlich die Corona-Pandemie im Weg. Doch auch in der Frage, wie man in Zeiten der Pandemie eine Mitglieder-Abstimmung über die Millionen-Investition durchführen kann, ist nun umschifft.

Einzig nachlassende Kondition eines jeden Alpinisten für die verbleibenden kommenden Wochen der bereits jahrelang dauernden Wegstrecke und schwindender Mut, können den Bau der Kletterhalle in Neu-Anspach noch verhindern.

Online-Infoveranstaltung und Abstimmung

"Unsere Planungen für ein Sektionszentrum mit Kletterhalle in Neu-Anspach sind abgeschlossen", teilt dazu der DAV-Vorsitzende im Hochtaunus Thomas Flügel mit. "Auch die Finanzierung ist geklärt. Nun fehlt nur noch die endgültige Zustimmung der Mitglieder."

Die bereits vorbereitete Mitgliederversammlung im ersten Halbjahr vergangenen Jahres musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Der Vorstand der Sektion hat daher beschlossen, eine schriftliche Abstimmung durchzuführen. "Vorab werden wir unseren Mitgliedern zwei Online-Informationsveranstaltungen anbieten", so der in Weilrod lebende Vorsitzende.

Der Vorstand wird im Anschluss an die online-Präsentation der Pläne und Finanzierung die Möglichkeit zu Fragen und zur Aussprache geben. Eine Einladung sowie die Abstimmungsunterlagen wurden bereits an alle Mitglieder per Post verschickt.

"Für ein rechtlich sicheres Ergebnis der Abstimmung ist eine Beteiligung von mindestens 50 Prozent der fast 3000 stimmberechtigten Mitglieder unserer Sektion notwendig", erläutert Flügel. "Der Vorstand hofft nun, dass bis zum 13. Februar entsprechend viele Stimmzettel zurückgesendet werden."

Es soll bald losgehen

Bei einem positiven Abstimmungsergebnis wird sofort der Bauantrag gestellt und mit der Ausschreibung begonnen. Noch in diesem Jahr soll dann mit dem Bau begonnen werden.

Nach Informationen dieser Zeitung soll der Neubau der Kletterhalle in Neu-Anspach nahe des McDonald und der Shell-Tankstelle im Industriegebiet erfolgen. Der DAV-Vorsitzende bestätigt den Standort jedoch nicht. Nähere Details zum Standort der neuen Kletterhalle und zum Hallenkonzept werde der DAV mitteilen, sobald das Abstimmungsergebnis für das geplante Projekt vorliege.

Den siebenstelligen Millionenbetrag für das bereits vor über zehn Jahren erstmals formulierte Projekt will man durch angespartes Eigenkapital, Fördermittel, Kredite und Sponsoring finanzieren.

"Wir versprechen uns durch die neue Kletterhalle einen zusätzlichen deutlichen Schub bei unseren Mitgliederzahlen", teilte Flügel dieser Zeitung mit. Nachdem die Taunus-Kletterer nach zehnjähriger, zäher und letztlich vergeblichen Suche kein bezahlbares und geeignetes Grundstück im Vordertaunus gefunden hatte, wurde man im Usinger Land fündig.

Weitergehende Informationen

Informationen zum Alpenverein Sektion Hochtaunus Oberursel gibt's im Internet unter www.alpenverein-hochtaunus.de. Dort informiert der DAV auch darüber, dass die neuen Mitgliedsausweise für die Sektion Hochtaunus/Oberursel Mitte Februar verschickt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare