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ARS-Schüler haben pfiffige Idee

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Von: Evelyn Kreutz

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Die Europa-AG der Adolf-Reichwein-Schule zeigt in den Fenstern des Bürgerhauses Bilder der Freundschaft.
Die Europa-AG der Adolf-Reichwein-Schule zeigt in den Fenstern des Bürgerhauses Bilder der Freundschaft. © Evelyn Kreutz

Kunst als Zeichen der Freundschaft. Projekt an der Adolf-Reichwein-Schule schreitet voran.

Neu-Anspach -Der Krieg oder besser die Kriege zwischen Deutschland und Frankreich sind längst vorbei. Feinde von damals haben sich die Hände gereicht, viele von ihnen sind inzwischen Freunde geworden. Diesem Thema widmete sich auch die Europa-AG der Adolf-Reichwein-Schule (ARS). Die präsentiert derzeit 14 Bilder der Freundschaft ergänzend zur Karikaturenausstellung des Vereins zur Förderung Internationaler Beziehungen Neu-Anspach (VzFIB) in den Fenstern des Anspacher Bürgerhauses.

Seit 40 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Neu-Anspach und Saint-Florent-sur-Cher. Die wird von Anfang an auch vom Austausch zwischen Schülern der ARS und dem Collège Voltaire getragen.

Ein Lied zum Jubiläum

Im Jubiläumsjahr der deutsch-französischen Städtepartnerschaft haben auch VzFIB und ARS im Januar die weitere Zusammenarbeit bei den internationalen Beziehungen, in die seit 15 Jahren auch die Freunde aus der slowenischen Partnerstadt Sentjur einbezogen sind, mit einem Kooperationsvertrag offiziell schriftlich besiegelt. Treibende Kraft seitens der Schule ist seit 2011 Michaela Schmidt, die Leiterin der ARS-Europa-AG. Sie unterstützt den VzFIB auch bei den jährlichen Jugendprojekten. Das Treffen der Schüler war wie das große Partnerschaftstreffen wegen Corona zweimal ausgefallen.

In der Zwischenzeit war die Europa-AG aber nicht untätig. Seit dem vergangene Jahr sind zur Vorbereitung aufs Jubiläum der Städtepartnerschaft zum Thema deutsch-französische Beziehungen ein internationales Freundschaftslied, ein Image-Film und die Bilder der Freundschaft entstanden. Weil in diesem Jahr anlässlich des Partnerschaftsjubiläums an diesem Wochenende ein zweites internationales Treffen in Neu-Anspach stattfindet und der VzFIB die deutsch-französische Karikaturenausstellung hierhergeholt hat, kam die Europa-AG auf die Idee auch ihre Bilder zu präsentieren.

„Wir hoffen, dass alle unsere Botschaft verstehen“, meinten die Schüler, die seit der Frankreichfahrt im Mai auch eigene Erfahrungen gesammelt haben. Annika, die in diesem Jahr zum zweiten Mal am Jugendprojekt teilgenommen hat, erzählte: „Ich habe auch noch Kontakt zu meiner ersten Gastfamilie und in diesem Jahr eine weitere Familie kennengelernt. Freundschaften entwickeln sich.“

Sprache durch sprechen lernen

Konstantin fühlte sich nicht nur in seiner Familie, sondern auch von den französischen Schülern freundlich empfangen. Obwohl Elena seit der sechsten Klasse Französisch lernt, stellte sie fest: „Ich spreche es schlechter als ich dachte, in Alltagsgesprächen war es nicht einfach.“

Svenja machte die Erfahrung, dass sie in einer Woche Aufenthalt im Gastgeberland mehr Vokabeln gelernt hat als in einem ganzen Jahr in der Schule. Fianna, die selbst kein Französisch spricht, empfand die Sprache zwar als Barriere, meinte aber: „Mit ein bisschen Englisch seitens der Franzosen und viel gutem Willen auf beiden Seiten hat die Verständigung trotzdem funktioniert.“

Mit den slowenischen Schüler fand die Kommunikation ohnehin auf Englisch statt.

Svenja fand es interessant, wie selbstverständlich die Gastgeber sie mit ihrer Kultur ihrem Alltag vertraut gemacht haben. „In Frankreich ist einiges anders als bei uns, das fängt beim Essen an“, sagte sie, zeigte auf eines der Plakate und ergänzte: „Was bei den Franzosen das Baguette ist, ist bei und die Brezel.“

In der französischen Schule stellten die Schüler weitere Unterschiede fest: „Es gibt dort viel strengere Strukturen, sogar feste Toilettenzeiten.“ Außerhalb der Schule spiele bei den französischen Jugendlichen der Sport eine große Rolle. Für Jana war es leicht sich in die Basketballstunden zu integrieren. Thalia hat festgestellt, dass sie seit der Begegnung in Frankreich selbst viel offener geworden ist. Von evelyn Kreutz

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