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Eiseskälte und Schnee auf dem Marktplatz: Trotzdem beginnt am morgigen Donnerstag die neue Museumssaison.

Museumsprogramm

Hessenpark startet in die Saison

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Im Hessenpark können die Besucher in mehr als 100 Häusern einen Ausflug in die hessische Vergangenheit unternehmen. Das Freilichtmuseum bietet bis Ende Oktober außerdem zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen an. Ab Sommer heißt es zudem „Türen auf“.

Wenn der Hessenpark morgen in die neue Museumssaison startet, dann stoßen nicht nur die neuen Attraktionen – wie die Gärtnerei aus Rechtenbach und das Textilhandwerkshaus, die in den kommenden Monaten eröffnet werden – auf das besondere Interesse der Besucher, sondern auch die vielen Veranstaltungen, die Pressesprecherin Pia Preuß gestern vorstellte.

Dazu gehören die Klassiker wie der Pflanzenmarkt und das Erntefest, die täglichen Handwerksvorführungen und die öffentlichen Führungen samstags und sonntags, je ab 15 Uhr, aber auch die Sonderausstellungen. Vier sind es in diesem Jahr, los geht’s bereits am kommenden Sonntag, wenn unter dem Motto „Wanderlust“ in der Stallscheune aus Asterode „zwei Jahrhunderte Naturbegehung im Taunus“ beleuchtet werden und viel Informatives über die Kulturgeschichte des Wanderns zu sehen ist. Originell: Drei verschiedene Wanderrouten führen durch die Schau.

Gemälde, Grafiken, Lithografien und Radierungen des Impressionisten Jakob Nussbaum zeigt der Hessenpark in Kooperation mit dem derzeit geschlossenen Jüdischen Museum in Frankfurt ab 18. März (Stallscheune aus Asterode). Ab 8. April können Besucher in alten Fotos stöbern und eine Bilderauswahl aus dem Fotoarchiv von Walter Löber sehen (Festes Haus aus Ransbach), ab 29. April widmet sich eine kleine Sonderschau im Fotohaus der zweiäugigen Spiegelreflexkamera.

Thementage widmen sich dem Fachwerk-Bau, der Köhlerei, der Uhrmacherei, der Zeit und den immerhin 200 Ehrenamtlichen des Hessenparks, ohne die das Museum „um einiges ärmer wäre“, wie die Pressesprecherin betonte. Außerdem werden im Oktober zum ersten Mal mindestens 25 Kaltblut-Gespanne aus ganz Deutschland im Hessenpark um die Meisterschaft im Leistungspflügen kämpfen.

Natürlich darf auch das Museumstheater nicht vergessen werden, das am 10. Mai mit dem Stück „Die Wege des Herrn sind unergründlich“ Premiere feiert. Weil die Bockwindmühle von der Papenhorst und die Windmühle aus Borsfleth in den vergangenen Jahren bereits täglich geöffnet waren und sie sich dadurch zu einem Publikumsmagneten entwickelt haben, werden ab dem Sommer noch weitere Gebäude, die zuvor nur an wenigen Tagen im Jahr geöffnet waren, für Besucher dauerhaft zugänglich gemacht. Dazu gehört die Schreinerei aus Fulda – eines der „schönsten Gebäude“ in der Landeseinrichtung, wie Pia Preuß findet, und dazu noch original eingerichtet. „Türen auf“ heißt es zudem auf der Empore der Synagoge aus Nentershausen, in der Uhrmacherwerkstatt, in der Druckerei und im Schweinestall aus Bracht.

Wem das alles noch nicht genügt, der kann den Fortgang der Aufbauarbeiten des Fachwerkmusterhauses für Energieeffizienz in der Baugruppe Südhessen verfolgen. Das Gebäude, dessen Fachwerk derzeit zusammengepuzzelt wird, wird zur Schau-Baustelle, und dort, so verspricht Pia Preuß, gibt es immer etwas Spannendes zu sehen.

Übrigens: Im Freilichtmuseum ist es Tradition, dass Hessenpark-Chef Jens Scheller die Besucher zu Saisonbeginn durch das Gelände führt. Diesmal ist das allerdings nicht möglich, denn auch der Einrichtungsleiter ist an der derzeit grassierenden Grippe erkrankt. Die große, für Samstag geplante Führung wird deshalb auf den 21. April verschoben. Los geht’s um 15 Uhr.

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