Meggi Skarka freut sich über das Bild, das sie von Künstler Roland Merten bekam und das sie nun als Erinnerung an den Taunus begleitet.
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Meggi Skarka freut sich über das Bild, das sie von Künstler Roland Merten bekam und das sie nun als Erinnerung an den Taunus begleitet.

Neu-Anspacherin nimmt mit ihrem Umzug ein Bild als Erinnerung mit

Meggi Skarka hat sich in ein Kunstwerk von Roland Stamm verliebt

  • vonTatjana Seibt
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Künstler will keine Geld - und spendet an die Leberecht-Stiftung

"Schon vor zwei Jahren habe ich das Bild gesehen und es hat mir auf Anhieb gefallen", sagt Meggi Skarka. Gesehen hat sie es im Anspacher Rathaus als sie im Bürgerbüro war.

Das Bild, das die Neu-Anspacherin so berührte, zeigt die Szene einer Großstadt, Menschen laufen zwischen den Häuserschluchten mit etwas Abstand hin und her. Gesichter sind in den filigranen Figuren nicht zu erkennen, und jeder kann sich seien eigenen Gedanken dazu machen, um welche Stadt es sich handelt, in der die Menschen ein wenig verloren unterwegs sind.

Prägnant: Ein Mann mit Kopfbedeckung, der dem Betrachter den Rücken zuwendet und auf der Straße unterwegs ist. "Der hat mich besonders angesprochen", sagt Meggi Skarka, die auch nach zwei Jahren das Bild nicht vergessen hat. Bisher hing es am Arbeitsplatz von Kerstin Merten-Stamm im Bürgerbüro und war ein Geschenk ihres Vaters Roland. "Als ich Rente ging, suchte ich ein Hobby und meine Tochter meinte, ich könnte doch malen", erzählt der heute 80 Jahre alte Künstler nun bei einem Treffen zwischen ihm und der Bewunderin. Denn das Werk hat Skarka keine Ruhe gelassen, so gut hat es ihr gefallen, dass es nun mit ihr Hessen verlässt.

"Ich wollte so gerne eine Erinnerung aus dem Taunus mitnehmen", schwärmt sie. Denn nach 32 Jahren in Neu-Anspach verlasse sie nun der Liebe wegen den Taunus und ziehe mit ihren beiden, ebenfalls sehr am Malen interessierten Kindern, in den Osten. Zwar haben beiden Mädels schon versucht es für sie zu kopieren, doch ans Original reichte das nicht heran.

Kunst im öffentlichen Raum

Der Wunsch das Bild zu bekommen war so groß, dass Kerstin Merten-Stamm nun ihren Vater fragte und der sagte zu, ihr das Kunstwerk zu überlassen. 150 Euro fließen deshalb in die Kasse der Leberecht Stiftung, die Stiftung der Frankfurter Neuen Presse, die sich um behinderte und benachteiligte Kinder kümmert.

Das sollte eine Anerkennung an den Künstler sein, wie die neue Besitzerin betont, doch der wollte kein Geld für sich, sondern möchte ebenfalls lieber Kindern helfen.

Dass Mertens Werke dennoch in der Stadt bleiben, das beweisen die beiden Stromkästen, die er beim Projekt mit dem damaligen Jugendpfleger umgesetzt hat und diese bemalte. Malen, das wird er auch weiterhin, so viel steht fest. Das sei ein wunderbarer Zeitvertreib und Ausdruck der eigenen Kreativität, in der er auch gerne seine Kinder und Enkelkinder unterstützt.

Und vielleicht ist es auch nicht das letzte Werk, das den Taunus verlässt, denn neben dem bereits erworbenen Bild hat sich Skarka auch den Kontakt für weitere Werke bereits gesichert. Tatjana Seibt

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