Reitsport

Am Mittwoch startet das Dressurfestival im Pferdesportzentrum Wintermühle

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Das Herz des Deutschen Dressursports schlägt an diesem Wochenende in Neu-Anspach: Auf der Wintermühle sind die Vorbereitungen für das 17. Dressurfestival auf der Zielgeraden. Bereits am Mittwoch beginnt das Turnier mit den ersten Prüfungen.

Immer wenn der Juli allmählich zum August wird, ist es aus mit der Beschaulichkeit auf dem ganz hinten im Stahlnhainer Grund liegenden Pferdesportzentrum Wintermühle. Hektik kehrt ein, es gibt viel zu tun. Die Uhr tickt, denn das Dressurfestival naht. Seit nunmehr 17 Jahren ist es Tradition, dass am letzten Wochenende im Juli Pferdeanhänger und Transporter aus der gesamten Republik und aus dem benachbarten Ausland im Taunus eintreffen.

Trotz der großen Konkurrenz, der internationalen Dressur- und Springturniere zu Pfingsten im Wiesbadener Schlosspark, kurz vor Weihnachten in der Frankfurter Festhalle und im Spätsommer auf dem Kranichsteiner Hof bei Darmstadt, steht das Dressurfestival auf der Wintermühle bei der Creme des nationalen, teils auch internationalen Reitsports nach wie vor hoch im Kurs. Gegründet wurde das Festival 2001.

Wer sich in der Dressurszene bereits einen Namen gemacht hat oder auf dem Weg zum Spitzensportler ist, bucht den Dressurfestival-Termin von einem zum anderen Jahr weiter.

Bereits am Mittwoch geht es mit den ersten Qualifikationsprüfungen für die „mittlere“ und die „große“ Tour los. Bis dahin ist noch einiges zu erledigen, wenngleich die Hauptarbeiten längst in trockenen Tüchern sind. Der „dickste Brocken“ ist natürlich immer der Aufbau der riesigen Stallzelte, denn die Pferde müssen schließlich irgendwo wohnen und die meisten Teilnehmer bleiben mehrere Tage auf der Wintermühle, um sich über diverse Stationen für die schwersten Grand Prix-Prüfungen, mit denen das Festival traditionell am Sonntag zu Ende geht, zu qualifizieren.

Doch auch die Aufbereitung und Erneuerung der Böden auf dem Dressur- und Springplatz, der als Abreiteplatz dient, sowie in den Hallen fordert jede helfende Hand. Oft wird in diesen Tagen bis in den späten Abend hinein gearbeitet. Die Turniervorbereitung ist damit jedoch längst nicht erledigt. Das Dressurviereck soll adrett aussehen, deshalb müssen zahllose Blumenarrangements besorgt werden, ebenso Dutzendweise Platzierungsschleifen, Ehrenpreise und Pokale. Die weißen Zäunchen, die das Viereck vom Zuschauerbereich abtrennen, wollen auf Hochglanz gewienert sein. Die Küchencrew ist seit Tagen dabei, ihr Equipment in Stellung zu bringen, denn zum Dressurfestival auf der Wintermühle gehören nicht nur toller Sport, tolle Pferde und tolle Reiter, sondern auch gutes Essen. Und auch im Hintergrund wird nichts dem Zufall überlassen.

Für die Richter und Verbandsfunktionäre müssen Hotelzimmer besorgt werden, der Empfang des Pferdesportverbandes Hessen, zu dem auch in diesem Jahr wieder viel lokale Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwartet wird, will vorbereitet sein. Im VIP-Zelt gilt es, Tische für die Sponsoren und ihre Gäste zu reservieren.

Das Dressurfestival ist durchaus eine logistische Meisterleistung. Turnierchef und Gastgeber Arnold Winter weiß aber, dass er sich auf ein seit vielen Jahren eingespieltes Team verlassen kann. Selbst bei kurzfristigen Katastrophen, vor denen man bei einem solchen Event nie sicher sein kann, findet sich immer im letzten Moment eine Lösung. Und Winter weiß auch, dass viele Arbeiten im Vorfeld zwar längst zur Routine geworden sind, dass sie aber trotzdem mit immer wieder neuer Liebe zum Detail erledigt werden.

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