1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Neu-Anspach

Neu-Anspach bekommt ein neues Entrée

Erstellt:

Von: Nina Fachinger

Kommentare

Am Ortseingang von Anspach, nördlich der Saalburgstraße, werden fünf Mehrfamilienhäuser gebaut. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2023 geplant.
Am Ortseingang von Anspach, nördlich der Saalburgstraße, werden fünf Mehrfamilienhäuser gebaut. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2023 geplant. © tz

An der Saalburgstraße in Anspach entstehen fünf Wohnhäuser. Sie werden voraussichtlich im Frühjahr 2023 fertig.

Neu-Anspach -Die zwei Kräne sind schon von weitem zu sehen - und nichts mehr deutet darauf hin, dass hier bis Ende 2015 von der Firma Opel-Jäger Autos verkauft wurden. Das alte Autohaus wurde im Frühjahr vergangenen Jahres abgerissen, und das war der Startschuss für das Wohnbauprojekt. Die Grundlage dafür legten die Stadtverordneten bereits im April 2019. Damals wurde der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan "Altkönigstraße/Herzbergstraße/Saalburgstraße" einstimmig gefasst.

Kräne und Bagger dominieren heute das Bild am Ortseingang von Anspach, und schon jetzt ist klar: Die Stadt bekommt ein ganz neues Entrée. In Höhe der Saalburgstraße 39 entstehen fünf Mehrfamilienhäuser. Bauherr ist die BauWerte Living GmbH, der Vertrieb der Eigentumswohnungen wird von Hermann Immobilien betreut. Sie sind Teil des allgemeinen Wohngebietes, das früher einmal "Am Dornstück" hieß.

Jetzt gewinnt man den Eindruck, dass es auf der Baustelle voran geht: "Der Rohbau ist zu 50 Prozent fertiggestellt", sagt Larissa Freist, Mitarbeiterin der Bauwerte-Gruppe und Ansprechpartnerin für dieses Bauprojekt. Im zweiten Quartal 2023 sollen die Mehrfamilienhäuser fertiggestellt werden, so Freist.

Quadratmeter kostet rund 4880 Euro

Auf drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss entstehen insgesamt 48 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Die Wohnungen sind zwischen 68 bis 162 Quadratmeter groß. Der Quadratmeter kostet durchschnittlich 4880 Euro, sagt Freist.

Die Wohnungen werden über ein Blockheizkraftwerk beheizt. Sie verfügen alle über Terrassen oder Balkone. Zu jeder Wohnung gehören zwei Pkw-Stellplätze. 94 davon befinden sich in den Tiefgaragen, die unter den fünf Mehrfamilienhäusern gebaut werden. Zusätzlich sind zwei Außenstellplätze am ersten Gebäudeeingang geplant.

Eines der Highlights seien die privat zugeordneten Gartenanteile zu jeder Erdgeschosswohnung, heißt es auf der Internetseite (www.bauwerte-gruppe.de), von der auch die Animationen stammen. Zu jeder Erdgeschosswohnung gehört ein Privatgarten, sagt Freist dazu. Diese seien zwischen 80 bis 130 Quadratmeter groß.

Auf die Frage, wie viele Wohnungen bereits verkauft wurden, antwortet das Unternehmen: "Hierzu wird keine Auskunft erteilt, der Verkauf hat erst begonnen. Der Vertrieb wird von Hermann Immobilien betreut", so Freist. Im Spätsommer habe der Vertriebsstart begonnen.

"Die Häuser entsprechen dem KfW 55-Standard", sagt Freist, es handelt sich also um Gebäude mit sehr hohem energetischem Standard. Ein Energieeffizenzhaus KfW 55 benötigt nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Neubaus und ist daher besonders umweltfreundlich.

Wie es mit Röhrig weitergeht

Auf der Infotafel an der Baustelle steht, dass in der Saalburgstraße 39 und der Altkönigstraße 38 Eigentumswohnungen und ein Doppelhaus entstünden. "Von uns werden fünf Mehrfamilienhäuser gebaut. Das Grundstück mit dem Doppelhaus wurde von uns unbebaut veräußert", sagt Freist dazu.

Im Bebauungsplan, der auf der Homepage der Stadt steht, sind die fünf Wohnblöcke unter "1a" zu finden. Auf dem Gelände oberhalb, "1b" oder Saalburgstraße 41, befindet sich noch das Gelände des Schrotthändlers Röhrig. Auch auf diesem Areal soll später einmal Wohnbebauung entstehen. Gleiches gilt für das Gelände "1b" unterhalb der fünf Wohnblöcke, Saalburgstraße 33 a und 33 b, Sitz der Firma Treppenbau Feger. Direkt daneben wird noch ein Mischgebiet entstehen, hier könnte sich dann auch Gewerbe ansiedeln.

"Was mit dem Gelände von Röhrig wird, ist noch nicht klar, nur Baufenster, Ausnutzungswerte und Bepflanzung stehen fest, es gibt aber noch keine konkreten Baupläne", sagt Sarah Corell, Leiterin des Fachbereichs Bauen, Wohnen, Umwelt im Rathaus. Ziel ist es, dass der Schrotthändler sein Unternehmen auf ein Gelände unterhalb der Deponie Brandholz verlagert. Nachzulesen im vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Und da hat Corell Neuigkeiten: "Die erste Offenlage für das Deponie-Gelände ist beendet, die zweite Offenlage steht kurz bevor." Von Nina Fachinger

Zu jedem Haus gehören ein Balkon oder eine Terrasse sowie zu den Erdgeschosswohnungen Gärten.
Zu jedem Haus gehören ein Balkon oder eine Terrasse sowie zu den Erdgeschosswohnungen Gärten. © tz
So sieht die Großbaustelle an der Saalburgstraße in Anspach aus, wenn man aus der Stadt raus fährt.
So sieht die Großbaustelle an der Saalburgstraße in Anspach aus, wenn man aus der Stadt raus fährt. © nni

Auch interessant

Kommentare