Bürgermeister Thomas Pauli (hinten rechts) reiht sich ein, als er die Auszubildenden im Kita-Bereich vorstellt.
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Bürgermeister Thomas Pauli (hinten rechts) reiht sich ein, als er die Auszubildenden im Kita-Bereich vorstellt.

Usinger Land

Die neuen Azubis gehen an den Start

Bei der Stadt Neu-Anspach gibt es Ausbildungen im Verbund, aber auch ganz besondere Angebote für Schulabgänger

Neu-Anspach -In einem Ausbildungsverbund sorgen die Städte Neu-Anspach und Usingen sowie die Gemeinden Wehrheim, Schmitten und Weilrod für den Nachwuchs an Verwaltungsangestellten. So haben am 1. August Annika Manthey aus Schmitten sowie Patricia Humml aus Usingen ihre Ausbildung begonnen, innerhalb derer sie in verschiedenen Abteilungen der Rathäuser des Ausbildungsverbundes eingesetzt werden. Für die schulische Ausbildung besuchen sie die Feldbergschule in Oberursel. Zusätzlich finden zahlreiche berufsbegleitende Seminare beim Verwaltungsschulverband in Frankfurt statt.

Daneben bietet die Stadt Neu-Anspach noch weitere Ausbildungsmodelle an. So in Form eines Jahrespraktikums. Ein solches, ebenfalls mit Ausrichtung Verwaltungsfachangestellter, starteten im August die ARS-Absolventin Viviana Tiralongo aus Neu-Anspach im Assistenzbereich des Bürgermeisters, Angelina Schleitzer aus Grävenwiesbach im Leistungsbereich Technische Dienste und Landschaft sowie Quaseem Alhamdan aus Wehrheim im Leistungsbereich Zentrale Steuerung.

Vorbereitung auf das Fachabitur

Alle drei haben ihre Mittlere Reife in der Tasche und bereiten sich auf das Fachabitur vor. An drei Tagen werden sie wöchentlich in der Verwaltung ausgebildet, zwei Tage besuchen sie die Fachoberschule der Feldbergschule in Oberursel mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung. Nach dem Praktikumsjahr folgt noch ein Jahr Vollzeitschule, in dem sie sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten.

Die Sozialassistenten sind ein weiterer Ausbildungszweig. Sie absolvieren die zweijährige höhere Berufsfachschule an der Saalburgschule in Usingen, die mit dem schulischen Berufsabschluss Staatlich anerkannte Sozialassistenten endet. Das zweite Jahr der Ausbildung ist das Praktikumsjahr. Wöchentlich werden die Praktikanten an drei Tagen in den Kindertagesstätten ausgebildet.

Schriftliche und praktische Prüfung

In dieser Phase befindet sich nun Celine Schöffner aus Neu-Anspach, die in der Kindertagesstätte Rasselbande ihr Praktikum absolviert. Cédric Peltier aus Wehrheim ist in der Hausener Rappelkiste, und Jana Pepler aus Usingen bekam einen Praktikumsplatz im Abenteuerland.

Das Berufspraktikum im Anerkennungsjahr fällt in das letzte Jahr der Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin. Für den erfolgreichen Ausbildungsabschluss wird der Praktikumserfolg herangezogen, außerdem sind eine schriftliche und eine praktische Prüfung zu bestehen.

Diana Eller aus Neu-Anspach wird ihr Berufspraktikum in der Kita Abenteuerland absolvieren. Michelle Meister aus Schmitten in der Villa Kunterbunt. Beide kommen von der Saalburgschule. Erstmalig wird von der Stadt Neu-Anspach eine praxisintegrierte vergütete Ausbildung angeboten. Voraussetzung für diese ist ein mittlerer Bildungsabschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Ausbildungszeit für diese weitere Ausbildung beträgt drei Jahre, und die schulische Ausbildung findet an einer Fachschule für Sozialwesen statt.

Für die Ausbildung erhält die Stadt eine Förderung des Landes Hessen. Mira Kohlen aus Wehrheim hat die Voraussetzungen erfüllt und schloss im Oktober 2019 ihr Bachelor-Studium der Psychologie ab.

Eine qualifizierte Ausbildung sei die Basis einer erfolgreichen Personalentwicklung, sagte der Neu-Anspacher Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) im Kreis der neuen Azubis. Die Stadt wirke so dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel entgegen und sichere sich ihre Leistungsfähigkeit. Durch einen hohen Ausbildungsstandard werde zudem die Qualität der Dienstleistungen aufrecht erhalten. Von Frank Saltenberger

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