1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Neu-Anspach

Neues Outfit in Grün

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_schuetzen_kh_1705_4c
Knut Gessner (2. rechts) freut sich mit den Geehrten Gerhard Schmück, Uwe Kraft und Dieter Schröder (von links). © Red

Neu-Anspach (fms). Gut besucht war die Jahresversammlung der Freischützen, doch bei der Teilnahme an manchen Veranstaltungen hapert es trotzdem, wie die Sitzung zeigte. Der traditionsreiche Schützenverein von 1913 kam in seinem Schützenhaus am Waldrand zusammen und ließ das Vereinsjahr Revue passieren. Wahlen standen keine an, und deshalb ging es mit dem Abarbeiten der Tagesordnung auch zügig voran.

Vorsitzender Knut Gessner berichtete, in dem wegen Corona eher durchwachsenen Jahr 2021 habe nur einiges stattfinden konnte - wie das Sommerfest, das stets im Freien vor dem Haus gefeiert wird. Das Gelände um das Haus wurde bei Arbeitseinsätzen in Schuss gehalten, aber auch auf der Schießanlage war einiges zu renovieren, damit der Genehmigung für den Schießbetrieb nichts entgegenstand.

Gessner berichtete ferner über die Wettbewerbe mit Unterhaltungswert. So über das Stadtverordneten-Schießen, das mit neun Teilnehmern aber nur schwach besucht war. Einen Sieger gab es trotzdem: Jan Lauer traf am besten, und Sandra Zunke holte mit einem Glücksschuss die Ehrenscheibe des Vereins. Uwe Kraft verblieb die Rote Laterne, aber bei der Versammlung wurde er mit einer ehrenvolleren Trophäe bedacht: Zusammen mit Gerhard Schmück wurde er für 50 Jahre Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Der ehemalige Vorsitzende Dieter Schröder wurde für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Zudem gehört Schröder zu den erfolgreichsten Schützen des Vereins.

Mitgliedsbeitrag wird erhöht

Aber auch andere betreiben den Sport erfolgreich, wie die lange Aufzählung von Schießwart Thomas Grenzhäuser zeigte. So gewann Eugen Peter Sand das Silvesterschießen, das, wieder zum Bedauern des Vorsitzenden, nur in einer kleinen Runde ausgetragen wurde. Das folgende Neujahrsschießen mit Heringsessen wurde wegen Corona erneut abgesagt, das Osterschießen aber war wieder einmal gut besucht und diesmal landete Grenzhäuser den besten Schuss auf die Glücksscheibe.

Der Schießwart informierte über die neuen Regelungen, die der Verein bei laufendem Schießbetrieb umsetzen muss. Am Schießstand müsse jederzeit eine Standaufsicht gegenwärtig sein, und das sei der erste dazu befähigte Schütze, der den Stand betritt. Jeder Schütze könne nach einem Lehrgang die Befähigung zur Standaufsicht erwerben.

Ohne große Diskussion wurde der Vorschlag des Vorstandes angenommen, den Beitrag von 50 auf 65 Euro zu erhöhen. Gessner begründete den Schritt mit gestiegenen Ausgaben. Länger debattiert wurde dagegen über die Farben der Vereinskleidung. Es wurde befürwortet, dass die Schützen mit Polo-Shirts, T-Shirts, Kapuzenpullis oder Westen mit dem Emblem des Vereins bei Wettkämpfen oder öffentlichen Veranstaltungen auftreten. Nach einigem Hin und Her fand die Farbe Grün den meisten Anklang.

Wenn rechtzeitig vorhanden, könnten die Schützen ihr neues Outfit schon zum Festzug der Handballabteilung zu Pfingsten tragen. Für die Teilnahme der Schützen warb Schützenbruder und Handball-Chef Andreas Moses. Ein Traditionsverein müsste den anderen unterstützen, meinte der Anspacher. Eine vorgesehene Modernisierung der Vereinssatzung wurde auf Anraten des Juristen Moses zurückgestellt.

Auch interessant

Kommentare