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Noch mehr Besucher als sonst

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Feuerwehr-Oldtimer bereichern den Museumstag im Hessenpark. Die alte Drehleiter tut’s aber noch. Den freien Eintritt zum Museumstag nutzen viele Besucher aus. © Red

Neu-Anspach. Am Sonntag war Internationaler Museumstag, der seit 1977 jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen wird und an dem sich Museen in der ganzen Welt beteiligen. Alleine in Deutschland waren es in diesem Jahr mehr als 1600 Einrichtungen, die zum Entdecken in ihre Häuser eingeladen hatten - 1000 davon in Hessen, und da durfte natürlich auch das Freilichtmuseum Hessenpark nicht fehlen.

Allerdings haben die meisten Museen ihre Schwerpunkte, die sie das ganze Jahr über präsentieren, und das gilt auch für den Hessenpark, und wenn man so will, ist hier jeder Öffnungstag ein Museumstag: Die Ausstellungshäuser können besucht werden, die Sonderausstellungen kommen dazu, und Handwerker führen alte Techniken vor - sei es in der Mühle, im Hammerwerk oder dem Sägewerk. Nicht alle Tage aber zündet der Köhler seinen Meiler an, und am Sonntag tat er dies vor zahlreichen Zuschauern.

Führung durchs Zentralmagazin

Auch hinter den Kulissen gab es etwas zu sehen: Fast ebenso stolz wie auf seine Fachwerkhäuser und Ausstellungen ist das Freilichtmuseum auf sein neues Zentralmagazin, wo zigtausend historische Objekte mit Museumspotenzial aufbewahrt werden. Eine Besonderheit zum Museumstag war es deshalb, sich einer der Gruppen anzuschließen, die durch das moderne Lager geführt wurden, das auch eine Quelle für Ausstellungsexponate ist.

Das häusliche Lager für alte Dinge mit Erinnerungswert ist häufig der Dachboden, wo vom Kinderspielzeug bis zu Omas Bettflasche alles Mögliche zu finden ist. Dieses Thema hat das Freilichtmuseum gerade in einer Sonderausstellung aufgearbeitet und bot dazu Sonderführungen zum Museumstag an. Die Ausstellung zeigt aber auch moderne Gerätschaften und verdeutlicht anhand dieser, wie rasant sich die Technik in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.

Wie sich das Feuerwehrwesen entwickelt hat, wurde anlässlich des Museumstages in einer Fahrzeugausstellung unter freiem Himmel gezeigt. Inmitten von rot lackierten Hightech-Fahrzeugen stand ein Holzfass, und in dem wurde anno dazumal Löschwasser zum Brandort geschafft. Ein häufig fotografiertes Feuerwehr-Objekt war das »Kleinlöschfahrzeug Trabbi«. Aber das mit Schlauchtrommel, Leiter und Blaulicht ausgestattete legendäre DDR-Mobil ist nie zum Einsatz gefahren, sondern wurde als Schaufahrzeug für Festumzüge und andere Veranstaltungen umgebaut. Dies hat die Partnergemeinde von Stierstadt einst den örtlichen Brandbekämpfern geschenkt. Die Stierstädter haben nämlich ein Faible für alte Feuerwehrtechnik und waren mit Exponaten ihres Pumpenmuseums in das Freilichtmuseum gekommen. Konnte man auch über die Feuerwehrkuriositäten schmunzeln, so konnte man bei der Besichtigung der hochmodernen Einsatzfahrzeuge nur staunen.

Gut gerüstet für Katastrophen

Der Katastrophenschutz des Landes Hessen war nämlich mit zahlreichen und für alle erdenklichen Einsätze hochgerüsteten Fahrzeug aufgefahren und gab den Besuchern das Gefühl, dass sie sich im Ernstfall auf die Einsatzkräfte vor Ort verlassen können, denn die Fahrzeuge sind den örtlichen Feuerwehren zugeordnet.

Die Freiwillige Feuerwehren waren auch schon am Samstag im Hessenpark zu Gast, als der Aktionstag der Hessischen Jugendfeuerwehren stattfand, an dem sich Nachwuchsbrandbekämpfer aus ganz Hessen in Aktionen präsentierten. Auslöser für das Spektakel war der 50. Geburtstag der Kreisjugendfeuerwehr Hochtaunus (Bericht Seite 17).

Eine Besonderheit zum Internationalen Museumstag war außerdem, dass der Eintritt an diesem Tag frei war. Kein Wunder also, dass sich nicht wie sonst an Wochenenden mit Ausflugswetter lange Schlangen vor den Kassen bildeten. Lockte der Museumstag schon mehr Besucher an als an normalen Museumstagen, so kam auch noch der Bauernmarkt mit seinem reichen Angebot an Wurst, Käse, Honig, Brot, Kuchen, Wildspezialitäten, Konfitüren und Gewürzen, sowie saisonalem Obst und Gemüse auf dem historischen Marktplatz hinzu. Deshalb wurden auch die Parkplätze wieder mal knapp.

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ualoka_museumstag1_17052_4c © Red

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