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»Schluck aus der Pulle« fürs Bürgerhaus

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Neu-Anspach (cju). Das Bürgerhaus im Herzen der Neuen Mitte ist das Aushängeschild von Neu-Anspach. Darin waren sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in ihrer jüngsten Sitzung einig. Der Beschlussvorschlag aus der Verwaltung, außerplanmäßig 40 000 Euro für die Ausstattung zu investieren, stieß jedoch nicht gerade auf Begeisterung. Grund für den »Schluck aus der Pulle«:

die Corona-Pandemie.

Der Gaststätten-Pächter hatte 2019 seinen Vertrag mit der Verwaltung abgeschlossen. Seit 2014 lief der Vertrag mit der Bitburger Braugruppe und 2019 wurde festgelegt, dass die Verwaltung bei der Anschaffung von erforderlichem Inventar zum Betrieb der Gaststätte behilflich ist. Dies sollte im Rahmen einer Vertragsverlängerung des Tilgungsdarlehens abgesichert werden. Der Vertrag mit der Brauerei endet offiziell zum Juli.

Pandemie drückt Getränkekonsum

Doch durch die Pandemie wurden die erforderlichen Getränkemengen nicht abgerufen, weshalb, so Bürgermeister Thomas Pauli (SPD), sich die Vertragsdauer verlängern werde. Gespräche mit der Brauerei und der Kämmerei hätten ergeben, dass eine Kreditaufnahme wesentlich günstiger zu haben sei als bei einer Verlängerung des Vertrags mit der Brauerei. Aber Kreditaufnahmen seien derzeit nicht möglich, wenn sie denn nicht im Haushalt verankert seien.

Unabhängig davon heißt es in der Beschlussvorlage des Magistrats unmissverständlich: »Damit der Pächter seine vertraglichen Verpflichtungen zur Bewirtung sämtlicher Veranstaltungen erfüllen kann, wird ein zusätzliches Engagement seitens der Stadt notwendig«. Da der aktuelle Pachtvertrag ausschließlich die Kostenverteilung für fest verbaute Infrastruktur wie Küchengeräte oder Vergleichbares regele, solle die Verwaltung nun mit dem Pächter abstimmen, wie bei notwendigen Ersatzbeschaffungen von Inventar, also Geschirr, Besteck und Ähnliches verfahren werden solle. Während Bernd Töpperwien von der B-now wissen wollte, ob es eine Liste der notwendigen Anschaffungen gebe und was von dem Geld angeschafft werden solle, verwies Cornelia Scheer (Grüne) zwar auf die Haushaltsdiskussionen, kündigte aber eine Zustimmung ihrer Fraktion an, vorausgesetzt, eine Aufstellung der nötigen Neuanschaffungen liege vor. Bürgermeister Pauli betonte, dass die Brauerei zu teuer gewesen wäre. Zudem unterstütze die Stadt auch die Dorfgemeinschaftshäuser. Die Diskussion ging noch ein Weilchen hin und her - brachte aber keine neuen Argumente mehr. Ausschussvorsitzende Ulrike Bolz (CDU) schlug schließlich vor, dass die Verwaltung zur nächsten Sitzung des Gremiums eine Liste der Anschaffungen erarbeitet und zudem die Vertragsbedingungen offenlegt. Diesem Vorgehen stimmte der Ausschuss zu.

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