+
Schornsteinfegermeister Wolfgang Keller aus Anspach hat siegreich am HR-Hessenquiz teilgenommen.

Hessenquiz

Schornsteinfeger Wolfgang Keller hat die Rateshow gewonnen

  • schließen

Wolfgang Keller aus Neu-Anspach hat es geschafft. Am Sonntagabend bewies er bei der Ratesendung Hessenquiz im HR-Fernsehen Köpfchen und holte sich die Trophäe. Wie er sich darauf vorbereitet hat? Wie auf alles, schilderte er nun nach der Ausstrahlung der Sendung.

Zeitung lesen bildet. Das zumindest unterstreicht Wolfgang Keller, Schornsteinfegermeister aus Neu-Anspach. Doch nicht nur das. Er ist auch der Sieger des Hessenquiz vom vergangenen Sonntagabend im Hessischen Rundfunk (HR). Für Keller nach nur 24 Stunden aber schon „ein alter Hut“, denn die Sendung wurde bereits im vergangenen November aufgezeichnet.

Dass er mühelos die Fragen von Moderator Jörg Bombach beantworten konnte, für den Anspacher Bub kein Wunder. Dabei verdankt er nach eigenen Angaben sein breites Wissen nicht nur dem intensiven Zeitunglesen, „ich hatte auch eine ganz gute Schulbildung“, ist sich Keller sicher, der es zur mittleren Reife brachte. Dass war in seiner Jugend anders, als vor allem sehr nachhaltig und auf dem eigentlichen Verständnis basierend gelernt wurde, das kommt ihm seiner Meinung nach auch heute noch zugute.

„Aber auch ein Interesse und Verständnis für Mathematik“, ist sich Ehefrau Nadiia Keller sicher. „Mathe wurde bei uns damals noch mit dem Rechenschieber gelernt“, schmunzelt Keller, für den bereits mit vier Jahren feststand, dass er Schornsteinfeger werden würde. Ein früher Berufswunsch möchte man da denken, doch tatsächlich war es seine Mutter, die ihn für den Handwerksberuf auserkoren hatte, „als mein damaliger Meister zu uns auf den Hof kam und einen Lehrling suchte“, erinnert sich Keller.

Dass Keller über ein sehr gutes Gedächtnis verfügt, stellt er eindrucksvoll unter Beweis. Zurückerinnern kann er sich sogar bis zu Episoden aus seinem zweiten Lebensjahr und das auch ohne fotografisches Gedächtnis. „Aber ich bin bis heute ein

Smartphone-Verweigerer

“, gibt er offen zu. Termine werden bei ihm noch mit der Hand eingetragen und Kopfsport betreibt er so viel wie möglich. Zu seinen Hobbys gehören Handball, Fallschirmspringen und Wandern. Außerdem ist er bei der Feuerwehr.

Der waschechte Anspacher ist „zweisprachig“ (den Heimatdialekt und Hochdeutsch) auf dem Bauernhof seiner Eltern an der alten Pforte aufgewachsen. Dass er nicht nur ein braver netter Junge war, sondern auch schon so manche Umtriebigkeit im Sinn hatte, bewies auch das Schweine-Rodeo, das er mit seinem älteren Bruder im heimischen Stall veranstaltete. „Meine beste Zeit waren zwei Minuten“, erinnert er sich, „nicht nur zur Freude meiner Eltern“, sagt er schmunzelnd.

Dass er sein Wissen beim Hessenquiz unter Beweis stellte, verdankt er Ehefrau Nadiia, die ihm zunächst zu seinem 51. Geburtstag zwei Zuschauerkarten schenkte, da er „im Fernsehsessel 90 Prozent der Shows gewonnen hätte“, sagt er. Dort suchte der HR weiter Kandidaten und wurde in Wolfgang Keller fündig.

„Im Oktober 2017 gab’s ein Casting, im November die 45-minütigen Dreharbeiten“, schildert er. „Aufgeregt war ich nicht. Es konnte doch nichts passieren“, sagt er in einer ihm eigenen Art. Interessant sei es gewesen, während der Aufnahmen auch andere Shows zu sehen und selbst vor der Kamera zu stehen. Freunden und Bekannten hatte er von seinem Auftritt erzählt, der nun im HR ausgestrahlt wurde und den er als Gewinner beendete.

Kommt nach dem HR nun Günther Jauchs Millionenfrage? „Nein, ich denke nicht. Da habe ich die Millionenfrage auch noch nie geschafft“, sagt er.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare