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Viel los beim Hundeverein

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Die Coronavirus-Pandemie hat keine Spuren hinterlassen: Der Vatertag auf dem Hundeplatz ist so beliebt wie eh und je - und das nicht nur bei Vätern. FOTO: SALTENBERGER © Red

Neu-Anspach (fms). »Da sieht man mal, welchen Nachholbedarf die Menschen haben«, sagte ein Neu-Anspacher zu seiner Partnerin, als beide gerade den Hundeplatz am Steinchen erreicht hatten und die Menschenmenge vor sich sahen. Ähnlich äußerte sich die Sängerin der dreiköpfigen Band: »Nach zwei Jahren endlich wieder hier sein«, freute sie sich, bevor die Musik angestimmt wurde.

»Endlich wieder Vatertag auf dem Hundeplatz«, das war wohl ein Symptom, das Corona bei den meisten, für die am Himmelfahrtstag keine andere Veranstaltung infrage kommt, hinterlassen hat. Die Feldbergstraße ist als steilste Straße in Neu-Anspach so etwas wie eine Himmelseiter, und viele erklommen sie zu Fuß oder mit dem Rad und wehe dem, der kein E-Bike unter dem Hintern hatte. Der Rest kam mit dem Auto, und je später man dran war, desto schwieriger wurde es, einen Parkplatz zu finden, denn die Wiese, die sonst zum Parken genutzt wird, war noch nicht gemäht und entsprechend abgesperrt.

Jedes Plätzchen am Feld-, Weg- oder Waldrand wurde deshalb zum Parkplatz, und bis zur Reithalle reihten sich die Karossen. Sei’s drum, endlich wieder Vatertag beim Hundeverein, da drückt der Himmel schon mal ein Auge zu. Picknickwetter war es sogar, denn auf der großen Wiese, getrimmt wie ein frisch geschorener Pudel, breiteten viele ihre Decken aus, relaxten und beobachteten das Treiben ringsum.

Es blieb aber noch genügend Platz für sportliche Aktivitäten, Jungs spielten Fußball, Kleinere tollten auf der Hüpfburg herum, Ältere durchstreiften das Gelände. Kurzum: Jeder kam zu seinem Vergnügen, die Väter und solche die es werden könnten, auch, und sie teilten ihren heiligen und zum Durstlöschen prädestinierten Ehrentag, sofern vorhanden, mit der Familie.

Apropos Durst löschen: Der gastgebende Schäferhundeverein und seine vielen Helfer gaben alles, um die Schlangen vor den Theken klein zu halten, aber etwas Geduld brauchte man beim Nachschub holen schon, und der Tag war ja lang.

Musikzug des SGA spielt auf

Am späten Vormittag spielte der Musikzug auf, denn der gehört ebenso zum Vatertag auf dem Hundeplatz wie das ausgeliehene Zelt der SG-Handballer. Die brauchen es am Pfingstwochenende aber wieder selbst, und auch das Wochenende sollten sich die Musikzug-Fans und andere Feier-Freunde freihalten, denn dann wird erneut gefeiert, nur einen Steinwurf vom Steinchen entfernt auf dem Platz der Handballer am Waldschwimmbad (siehe Artikel unten auf dieser Seite)

Die Blasmusiker gestalten am Vatertag jeweils den Vormittag, der Nachmittag gehört der Rock- und Popmusik, dafür greift der Veranstalter seit Jahren auf die Gruppe »Mixxed Up« zurück, aber diesmal standen nur drei der gewohnten Gesichter unter dem Vordach vor dem Vereinsheim: Angy, Björn und Jo treten jetzt unter dem Namen »Nite Life« auf und haben neben den gewohnten Popsongs auch andere Hits im Angebot, etwa den Jazzstandard »Fly me to the Moon«. Die Mischung macht’s also immer noch, wenn auch unter neuem Namen.

Der Vatertag auf dem Hundeplatz bleibt aber der Vatertag auf dem Hundeplatz, auch wenn der eigentlich als Tag der offenen Tür gehandelt wird und sich das Feiern zudem draußen abspielt. Die Tür vom Vereinsdomizil stand dennoch offen, denn drinnen gab es nachmittags ein reichhaltiges Kuchenbüfett.

Den Verein kann man übrigens auch bei anderer Gelegenheit oder online unter www.schaeferhundeverein-anspach.de näher kennenlernen - aber am Himmelfahrtstag zeigt er sich stets von einer seiner besten Seiten.

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