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Die ersten Biberschwänze hängen schon am First. Der Förderkreis Hessenpark, der sich nun neu aufgestellt hat, gibt für das Musterhausdach einen kräftigen Zuschuss.

Förderverein

Zahlreiche Projekte im Hessenpark werden unterstützt

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Der Vorsitzende Jürgen Banzer leitete die Mitgliederversammlung des Förderkreises Hessenpark, die den Fotokalender als Mitgliederpräsent abschaffte, die Mitgliedsbeiträge anhob und Geld für zahlreiche Förderprojekte bewilligte.

Der Förderkreis Freilichtmuseum Hessenpark e. V. zählt mit weit über 6000 Mitgliedern zu den größten Vereinen im Hochtaunuskreis und unterstützt seit seiner Gründung 1975 das Museum mit finanziellen Zuwendungen, die er durch Mitgliedsbeiträge und Spendensammlungen aufbringt.

Zur Jahresversammlung des Fördervereins am vergangenen Samstag erstattete der Geschäftsführer des Freilichtmuseums Jens Scheller den Mitgliedern zunächst Bericht sowohl über die Aktivitäten im vergangenen Jahr, welche die Museumsarbeit ausgezeichnet haben, als auch über die durch den Verein gezielt geförderten Projekte.

So unterstütze der Förderkreis den Aufbau der alten Gärtnerei aus Rechtenbach mit 170 000 Euro sowie das im Aufbau befindliche Musterhaus aus Radheim, das zu einem Kompetenz-Zentrum für Fachwerksanierung werden soll. Der Trimm-Dich-Pfad und viele weitere Projekte wären noch zu nennen, aber wichtig war dem Museumsleiter auch die neuen Wünsche und neuen Projekte, für die er sich eine Förderung vorstellen könnte.

Etwa für das Haus Heck aus Friedensdorf, das neu ausgestattet werden soll, eine bessere Lichttechnik im Haus aus Gemünden (Wohra), dem Ausstellungsgebäude für das „Gemalte Hessen“ , für die laufenden Grundsanierung des Fruchtspeichers aus Trendelburg, der unter anderem eine moderne Ausstattung bekommen soll sowie die Bemühungen um drei Gebäude der Modernen, mit denen der Hessenpark ein neues zeitliches Themenfeld betreten will.

Nicht zuletzt liegen Entwürfe für neue Außensitzmöbel der Hochschule für Gestaltung auf dem Tisch. Für einige der genannten Projekte hat der Förderkreis sein Portemonnaie bereits geöffnet und legt bei Gärtnerei und Musterhaus noch einmal nach. Auch für eine neue Platine, die in der historischen Druckerei ersetzt werden muss, greift der Förderkreis zusätzlich in die Tasche.

Wie Schatzmeister Roland Linneman berichtete haben den Ausgaben im Berichtsjahr Einnahmen von 189 000 Euro gegenübergestanden und zu einem Gewinn von 48 100 Euro geführt. Darüber hinaus stehen sechsstellige Rücklagen zu Buche.

Dennoch debattierte die Versammlung in der mit rund 100 Teilnehmern gut gefüllten Scheune aus Gottstreu über die Beibehaltung des Hessenpark-Kalenders als Mitgliederpräsent. Ein Umfrage war vorausgegangen, deren Ergebnisse Hessenpark-Mitarbeiterin Elke Ungeheuer vorstellte: Von den Befragten hätten sich zwar rund 60 Prozent jeweils über den Fotokalender gefreut und diesen auch verwendet, aber knapp 40 Prozent hätten dies verneint. Bei der entscheidenden Frage, ob der Kalender, der bei einer Auflage von 3000 Stück rund 6000 Euro kostet, beibehalten werden soll, haben 78 Prozent geantwortet, dass das Geld besser in Projekte fließen solle.

Demzufolge wurde beschlossen das Kalenderprojekt abzuschaffen. Die Mitgliederbindung wird, so wurde aufgezählt, durch zahlreiche andere Angebote erfüllt, so das Picknick im Hessenpark, das Sommerkonzert, das Adventskonzert, Sonderführungen und eine Studienfahrt zu günstigen Kosten.

Dass der Förderkreis sich tatsächlich primär als Unterstützerverein sieht, brachte die Diskussion um die Erhöhung der Mitgliederbeiträge zutage, die der Vorsitzende Jürgen Banzer leitete, nachdem der Schatzmeister den Vorstandsvorschlag vorgestellt hatte. Der sah eine Erhöhung der Einzelmitgliedschaft von derzeit 50 Euro im Jahr auf 55 Euro vor sowie eine Anhebung des Familienbeitrag von 60 auf 67 Euro. Dazu kamen Vorschläge aus der Versammlung. So schlug eine Mitglied vor, die Erhöhung um ein Jahr zu verschieben, dafür den Familienbeitrag auf 70 statt 67 Euro zu erhöhen. Ein anderer lautete, den Familienbeitrag auf 70 Euro anzuheben. Der Vorsitzenden stellte diesen Vorschlag als den weitestgehenden zuerst zur Abstimmung, der fand auch gleich eine Mehrheit und lässt die neuen Beiträge bereits ab dem Jahr 2019 wirksam werden. Die Mitgliedschaft im Förderkreis berechtigt zum freien Eintritt. Der reguläre Eintritt kostet für eine Einzelperson neun Euro, für eine Familie 18 Euro.

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