Reifenberger Turn- und Sportgemeinde

Neue Disziplinen zum Jubiläum

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Dreibeinlaufen oder Sackwerfen, was für ein Spaß. Ein Kinderspiel war der Reifenberger Siebenkampf für die sieben Teams trotzdem nicht. Selbst trainierte Sportler kamen beim Parcours ganz schön aus der Puste. Zum Schluss ging es dann im doppelten Wortsinn um die Wurst.

„Uuuuuuuund jetzt“, und „Hopp, hopp, hopp“ feierten die Sportler das Team, das gerade dran war, beim Standweitsprung in die Sandgrube oder auf der Zielgerade an. Klar wollte jedes Team die besten Weiten oder Zeiten erreichen, aber alle feuerten sich bei den ungewöhnlichen Disziplinen des Reifenberger Siebenkampfes gegenseitig an. Den ließ der Festausschuss im Jubiläumsjahr zum 125-jährigen Bestehen der Turn und Sportgemeinde (TSG) aufleben.

Gemeinsam Sport treiben und sich die Grillwurst verdienen, das war am Samstagmittag nach dem Geschmack der Leichtathleten, Läufer und Walker der TSG Niederreifenberg. Aus diesen Sparten rekrutierten sich mehrheitlich die 14 Teilnehmer, die Vorsitzender Karl Breitung zu Zweierteams so zusammenloste, dass jedes Team aus einem weiblichen und einem männlichen Teilnehmer bestand.

So kämpften der groß gewachsene Karl-Heinz Bös und die zierliche 13-jährige Lynn Seite an Seite. Beim Schubkarrenrennen war klar, wer schiebt und wer sich fahren lässt. Hier wie beim Sackschleudern und der Pendelstaffel holten sich die beiden die Höchstpunktzahl, legten vor und ließen sich den Gesamtsieg nicht mehr nehmen, auch wenn sie beim Dart nicht so gut abschnitten.

Beim Dreibeinlauf reichte es wegen des Größenunterschieds nur für die zweithöchste Punktzahl. Da hatten Leichtathletiktrainerin Simone Aurich und Jan Wienhold die Nase vorn, obwohl ihre einander zugewandten Beine zusammengebunden waren. Bei der Aufholjagd entschieden sie auch Pfeilwerfen und Rundkurs für sich. Doch es reichte nur für den dritten Platz. Die wettkampferprobten TSG-Athleten Susanne Eckermann und Sven Breitung lieferten beim Standweitsprung das beste Ergebnis und sicherten sich mit durchgehend soliden Leistungen in allen Disziplinen den zweiten Platz.

Vierter wurden Jochen Fleischmann und Cornelia Breitung, fünfter Nathalie Reber und Hartmut Müller, sechster Nachwuchstalent Florian Schmittker und Astrid Wienhold. Für Axel Herr und Jutta Wagner, die das Schlusslicht bildeten, galt „dabei sein ist alles“. Aus gutem Grund war der kräftezehrende Parcours ans Ende des Wettbewerbs gelegt. Klimmzüge in Schräglage am Geländer des Sportplatzes, das muss erst mal einer nachmachen. Da waren einige schon richtig platt und mussten vor dem Ziel noch über die Bank springen.

„Am Ende ging doch die Puste aus“, meinte der Vorsitzende bei der Siegerehrung. Zum Schluss war es nicht nur um die Grillwurst gegangen, die bekam jeder Teilnehmer zur Medaille mit dem Jubiläumslogo. Das beste Team freute sich neben dem Pokal, den Bös Lynn überließ, über Fleischwurst-Kringel, als Siegerkränze. Der zweite Platz bekam Sekt, der dritte Hausmacher Wurst.

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