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Neue Projekte Kunstkeller und Lindhof

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Das Gebäude-Ensemble des einstigen Gasthauses "Zum Deutschen Haus" (links) in Eschbach soll zu einem öffentlichen Treff- und Anlaufpunkt mit dem Projektnamen "Lindhof" werden. © pieren

Usingen hofft auf Zuschüsse aus dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept

Usingen -Usingens Funktion als Mittelzentrum mit übergeordneter Versorgungsfunktion in der Region sowie als Schul- und Gesundheitsstandort ist unbestritten. Die Aussichten, dass sich die ehemalige Kreisstadt nun auch verstärkt als kulturelles und touristisches Zentrum im Usinger Land mausert, stehen aktuell nicht schlecht. Zwar wurde in Usingen weder ein Goldschatz gehoben noch eine nie versiegende Finanzquelle angezapft, doch mit der 2017 festgeschriebenen Teilnahme der Kernstadt am Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) hat man einen geschickten Schachzug getätigt, der neue und attraktive Spielräume erschließt.

Mit dem erteilten Fördermittelbescheid wurde vor knapp fünf Jahren die Kernstadt als städtebauliche Entwicklungsmaßnahme in ein Förderprogramm des Landes Hessen aufgenommen. Sukzessive werden nun in der Stadt über einen längeren Zeitraum die Früchte reif und stehen nach und nach zur Ernte an.

Dank des Engagements der Verantwortlichen im Rathaus wurde nun ein weiterer Topf mit Landes-Fördermitteln aufgetan, die das Lebensumfeld der Bürgerschaft im sozialen und kulturellen Bereich bereichern können. Der Haupt- und Finanzausschuss hat nun in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass die Stadt Usingen über das Landesprogramm "Zukunft Innenstadt 2022" die Förderung der Projekte "Usinger Kunstkeller" und "Lindhof Eschbach" beantragen soll.

"Das Hessische Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen fördert über das Landesprogramm nicht nur die Umgestaltung von öffentlichen Plätzen und Räumen, sondern auch den Umbau von gewerblichen Innenstadtimmobilien", erläuterte die Wirtschaftsförderin der Stadt, Ute Harmel. "Zudem werden Projekte für multifunktionale Innen- und Außenräume gefördert und auch solche, die gemeinnützigen Trägern sowie Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen."

Kleinkunst bei Bembel & Gretel

Zwei konkrete Projekte hat die Stadt nun in Absprache mit einem Gastronomen-Ehepaar wie auch mit Privatleuten ins Auge gefasst. Zum einen soll im Gasthaus Bembel & Gretel am Alten Marktplatz der Usinger Kunstkeller entstehen, kündigt Harmel, die auch fürs Stadtmarketing der Stadt Usingen verantwortlich ist, an. "Geplant ist im historischen Gewölbekeller ein neuer Veranstaltungsort für Musik, Jazz, Literatur, Kultur und Kleinkunst."

Das Ehepaar Margarita und Yves Krummel hatte von Anfang an für sein Gasthaus am Alten Marktplatz einen Musikkeller geplant, der nun bei Bewilligung vom Land mit 96 000 Euro Fördermitteln bezuschusst werden kann. Vorgesehen ist im Konzept, dass in Kooperation mit der Stadt mindestens zwölf Veranstaltungen pro Jahr im Kunstkeller stattfinden sollen. Im Stadtteil Eschbach soll mit dem "Lindhof Eschbach" im Gebäudeensemble rund um das Ehemalige Gasthaus Deutsches Haus ein öffentlicher Treffpunkt entstehen - ein Anlaufpunkt auch für Ausflügler, Wanderer und Radfahrer.

Öffentlicher

Treffpunkt

"Ein Ehepaar hat die Immobilie schon vor einiger Zeit gekauft und plant neben Wohnzwecken auch eine gastronomische Nutzung", so Harmel. "Auch hier sind 95 000 Euro Förderung möglich." Auf konkrete Nachfrage von Birgit Hahn (SPD) teilte Harmel in der Sitzung mit, dass der geplante Kunstkeller im Bembel & Gretel auch für kulturelle Angebote Usinger Vereine genutzt werden könne. "Die Nutzung der Räumlichkeit ist dann kostenfrei, es gibt keine Raummiete - sehr wohl aber wird das Publikum vom Gasthaus aus bewirtet." Anders sehe es allerdings bei dem Projekt in dem Stadtteil aus: "Der Lindhof in Eschbach werde nicht für geschlossene Gesellschaften vermietet und auch nicht gewerblich genutzt.

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