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Obst- und Gartenbauverein

Neue Rosen entlang der Freitreppe

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Das Rosendorf Wernborn wird um ein Rosenbeet reicher: Die Freitreppe, die am Spielplatz Lindenstraße entlangführt, wird nun als neueste Fläche ebenfalls mit Rosen bepflanzt.

Das jüngste Rosendorf Deutschlands im Usinger Stadtteil Wernborn hat eine weitere Flächen gefunden, auf der künftig Rosen blühen werden: Wie ein rot-gelb-grünes Band sollen sich im kommenden Frühjahr rund 70 Rosen an der Freitreppe am Spielplatz Lindenstraße entlangschlängeln, sagte Karl Zwermann, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Wernborn (OGV) und Ortsvorsteher (CDU).

Rot, Gelb und Grün sind auch die Farben des Wernborner Ortswappen, das ein rotes Pferd auf gelbem und grünem Grund zeigt. Die Treppe verbindet Hauptstraße und das Neubaugebiet „Alte Gärtnerei“ miteinander. Zurzeit wachsen neben den Stufen noch rosafarbene Schneebeeren.

Morsches Holz

Diese Schneebeeren müssen nun weichen für Rosen der Sorte „Out of Rosenheim“ (rot) und West-Art (gelb). Den grünen Farbtupfer im neuen Rosenhang geben die Blätter dazu. Ebenso verschwinden sollen die Bahnschwellen, die das Gelände westlich der Treppe abfangen. „Die sind morsch“, stellten Bauamtsleiter Swen Blaschke und seine Mitarbeiter Tim Brodkorb und Ralf Fritz bei einem Ortstermin mit dem OGV fest. „Die Holzpalisaden werden durch Rasterflorsteine ersetzt“, sagte Blaschke.

Die Arbeiten beginnen in dieser Woche, sobald die Bauhofmitarbeiter das neue Spielgerät auf dem unteren Teil des Spielplatzes Lindenstraße fertig montiert haben. Dabei handelt es sich um eine Kletteranlage mit dem Namen „Mount-Everest“. Das neue Spielgerät hat 6300 Euro gekostet, so Blaschke.

Richtige Jahreszeit

Sobald die Bauhofmitarbeiter mit ihren Arbeiten fertig sind, kommen Karl Zwermann und seine Kollegen vom Obst- und Gartenbauverein zum Einsatz.

Es hat einen Grund, dass es jetzt schnell geht: Die Rosen sollen noch vor dem Frost in den Boden, denn der ist jetzt noch warm genug, erklärte Rosen-Fachmann Zwermann. „Nach dem Winter im Frühjahr ist der Boden zu kalt, dann dauert es länger, bis die Rosen ihre Wurzeln tief in den Boden versenken.“ Der Untergrund wird mit Basaltkieseln bedeckt, damit sich ein gutes Bodenklima entwickeln kann. Die Kieseln wirken zudem wie eine Wärmeplatte. „Bezahlt werden die neuen Rosen aus dem Grünflächenamt-Etat der Stadt“, sagte Blaschke.

Ein anderes Projekt des OGV ist ein Rosenband, das unterhalb des Kindergartens bis zur Eichkopfhalle und weiter zum Friedhof verlaufen soll. „Neben dem Bürgersteig möchte ich Duftrosen setzen, die beim Vorübergehen riechen,“ sagte Zwermann.

Den Rosen am Friedhof in Wernborn, der an den Wald angrenzt, machen immer noch Rehe zu schaffen; Blüten und Knospen gehören zu ihrem Speiseplan. Auch andere auf Gräbern gesetzte Pflanzen schmecken dem Wild. Gegen den Verbiss bei den Rosen hat Zwermann aber ein probates Mittel gefunden: „Dagegen hilft ein biologisches Vergrämungsmittel“, sagt Zwermann. Es riecht nach Knoblauch und der schmeckt Rehen einfach nicht.

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