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Die Busse der Firma Setra haben 40 Sitzplätze. Viele Plätze erlauben angenehme Beinfreiheit, es gibt Platz für Gepäck. Hinten im Fahrzeug sitzen Fahrgäste höher, haben so einen guten Überblick. In der Busmitte ist Raum für Rollstühle und Kinderwagen, die die Fahrgäste auch barrierefrei anfahren können. Der Bus ist an den Haltestellen absenkbar und hat eine Rampe. Gelbe Haltestangen sind auch für Sehbehinderte gut sichtbar.

Barrierefrei und mit Beinfreiheit

Auf neuen Achsen übern Berg

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17 fabrikneue Niederflurbusse sind seit Dezember rund um den Feldberg unterwegs. Sie sind für Steigungen und ländliche Strecken ausgerichtet. Dank Elektronik kann die Zentrale immer sehen, wo der Bus gerade ist.

Seit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 sind im Hochtaunuskreis 17 nagelneue Überlandbusse im Auftrag des Verkehrsverbandes Hochtaunus (VHT) unterwegs. Er hatte die Fahrten neu ausgeschrieben und an die HLB Hessenbus GmbH vergeben. „Wir sind sehr zufrieden, dass die Gesellschaft zu uns zurückkehrt“, sagte Landrat Ulrich Krebs (CDU), als die Busse gestern vorgestellt wurden. Und augenzwinkernd: „Auch wenn die Busse mit MTK-Kennzeichen fahren.“

Jeder Bus hat die HLB Hessenbus knapp 120 000 Euro gekostet. Der VHT hatte weitreichende Vorgaben zur Fahrzeugausstattung gemacht – die Busse sollten alltagstauglich für das Mittelgebirge sein. Dies sei der Fall, erklärte der Busbetreiber (siehe Bilderläuterungen rechts). VHT und sein Partner HLB bedienen rund um den Feldberg (außer in den Städten Bad Homburg, Oberursel und Friedrichsdorf) 20 Linien. Sie haben 49 Busse im Einsatz; außer den 17 neuen sind das 32 ältere Mercedes Citaro, die laut VHT-Geschäftsführer Frank Denfeld maximal 14 Jahre alt sind. So alte Busse wie teilweise in den 1980er Jahren fahren bei uns nicht mehr – dem Wettbewerb sei Dank. Die älteren Busse ergänzen den Fuhrpark insbesondere in den Stoßzeiten von 6 bis 8 sowie von 12 bis 14 Uhr – vor und nach Schulbeginn.

Die neuen Busse wiederum sind im meist zweistündigen Takt quer durch den Taunus unterwegs, abgestimmt auf die Ankunftszeiten der S- und Taunusbahn. „Die Fahrgäste wünschen verlässliche Fahrpläne“, erklärt Denfeld. Auch die Anrufsammeltaxis (AST) gibt es noch, sie seien aber erheblich reduziert worden, fahren fast nur noch abends und am Wochenende.

Die Türen der neuen Busse schließen laut HLB dichter – das heißt, bei längeren Fahrten zieht es nicht so und es ist leiser. Auf einem Monitor können alle Insassen sehen, welche Station als Nächstes kommt. Gewinnbringende Erkenntnisse erhofft sich Denfeld durch die elektronische Vernetzung (siehe Text rechts).

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