Neuer Name für Kulturloge

Seit Juni 2013 vermittelt die Kulturloge Hochtaunus Tickets für Kulturveranstaltungen im Kreis an bedürftige Bürger. Ein Erfolgsmodell, denn auf diese Weise wurde Hunderten Menschen mit geringem Einkommen kulturelle Teilhabe ermöglicht. Damit noch mehr erreicht werden hat sich der Verein zu einer Namensänderung entschlossen.

Schätzen Sie mal, wie viele Tickets die Kulturloge Hochtaunus seit ihrer Gründung im Juni 2013 an bedürftige Bürger für Kulturveranstaltungen im Kreis vermittelt hat? Es sind 3500. Zudem sind mittlerweile etwas mehr als 1000 Gäste bei der Kulturloge registriert, darunter 730 Kinder und Jugendliche. „Die Zahl der vermittelten Eintrittskarten haben wir im vergangenen Jahr verdoppelt. Das zeigt, dass es uns immer besser gelingt, Menschen mit geringem Einkommen eine kulturelle Teilhabe zu ermöglichen“, sagte der Vorsitzende der Kulturloge, Dr. Felix Blaser, auf der Mitgliederversammlung des Vereins in der Central Garage.

Blaser zeigte sich einerseits zufrieden mit der geleisteten Arbeit, andererseits betonte er, dass die Anzahl der vermittelten Tickets auch dokumentiere, dass es einen hohen Bedarf für das Angebot der Kulturloge gebe. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den gemeinsam mit der Evangelischen Kirche des Hochtaunuskreises im Oktober vergangenen Jahres herausgegebenen Armuts- und Reichtumsbericht. Dieser lege offen, dass zwischen 2011 und 2014 die Zahl der Personen, die von staatlichen Zuwendungen leben müssen, um zehn Prozent auf 12 500 Bürger gestiegen sei. Weniger als ein Zehntel dieser Bürger nutzen bislang das Angebot der Kulturloge.

Um dieses noch deutlicher im Hochtaunuskreis zu verankern, hat die Mitgliederversammlung eine Namensumbenennung des Vereins beschlossen. Der Verein wird künftig, nach Eintragung ins Vereinsregister, unter dem Namen „KulturLeben Hochtaunus – Verein zur Förderung der kulturellen Teilhabe“ auftreten. Blaser: „Wir haben aus vielen Rückmeldungen unserer Kulturgäste, aber auch von unseren Sozial- und Kulturpartnern sowie von Sponsoren gelernt, dass der Name Kulturloge nicht sofort verständlich war. Unser Grundgedanke, Bürgern mit geringem Einkommen eine Teilhabe am Kulturleben zu ermöglichen, soll mit dem neuen Namen noch klarer erkennbar werden“.

Der Vorstand berichtete zudem von einer positiven Mitgliederentwicklung. Innerhalb des Jahres 2015 hat sich die Zahl der Mitglieder von 44 auf 79 Personen erhöht. Auch sei die Zahl der ehrenamtlich Aktiven auf 18 Personen gestiegen. „Wir sind mit dieser Entwicklung sehr zufrieden, denn dadurch können wir nicht nur die stetig wachsenden Aufgaben abdecken, sondern auch daran gehen, weitere Initiativen zu entwickeln – wie etwa Aktionen für Kinder zu Ostern, in den Sommerferien und zu Weihnachten“, sagte Brigitta Brüning-Bibo. Eine, deren Fortsetzung schon jetzt feststeht, ist die mit dem Heimatmuseum Seulberg entwickelte Aktion „Klick! Wir machen eine Foto-History“.

(red)

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