1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Neues Gesicht für St. Konrad

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_graevenwiesbach_ki_4c
In der Pfarrversammlung am Patronatstag verkündet Ortsausschussvorsitzender Martin Schneweis (Zweiter von links) den Fahrplan zum Umbau der katholischen Kirche St. Konrad. © Andreas Romahn

Grävenwiesbach . Seit fast zehn Jahren laufen die Planungen zur Renovierung der 69 Jahre alten katholischen Kirche St. Konrad in Grävenwiesbach. Am kommenden Montag ist es so weit: Die Renovierungsarbeiten starten und Gottesdienste werden bis auf Weiteres an Ausweichorten stattfinden.

Ortsausschussvorsitzender Martin Schneweis erläuterte in der jüngsten Pfarrversammlung am Patronatstag der Gemeinde den detaillierten Fahrplan der Renovierungsarbeiten und erhielt einhellige Zustimmung für alle geplanten Maßnahmen. Zwischen sechs und acht Wochen werden aktuell für die Dauer der Renovierung veranschlagt. Am morgigen Samstag wird noch die Erstkommunion stattfinden, am Sonntag dann der vorerst letzte Gottesdienst. Am Montag beginnt das Ausräumen der Kirche, das Abdecken des Bodens, sowie das Einpacken der Orgel, wofür noch ein Helferkreis benötigt wird. Eine Woche später soll der Gerüstbau beginnen, rund vier Wochen später die Elektro-Arbeiten.

Schneweis erinnerte daran, dass der ursprüngliche Plan lediglich die Erneuerung der Elektrik und Beleuchtung vorsah. Mit den Ideen zur neuen Nutzung des Gotteshauses im Rahmen der Kirchlichen Immobilien Strategie (KIS) wurde entschieden, St. Konrad zu einem multifunktional nutzbaren Raum für die gesamte Pfarrei umzugestalten, der bei Bedarf auch für nicht kirchliche Veranstaltungen zugänglich ist. Neben Konzerten, Lesungen oder Theateraufführen soll die Neugestaltung auch neue Gottesdienstformen erlauben. Bekanntlich eignet sich das Gebäude, das in der Pfarrei zu den jüngsten zählt, bereits durch seine Bauart für vielfältige, auch nicht religiöse Nutzung.

Neues Konzept für die Beleuchtung

Bereits während der vergangenen zwei Jahre der Coronavirus-Pandemie hatte es Veränderungen durch die Veranstaltung von Internet-Gottesdiensten sowie die Entfernung der alten Kirchenbänke und den Ersatz durch einfache Bestuhlung, um Abstand und Kleingruppen zu bilden, gegeben.

Mit der Renovierung sollen Kirche und Pfarrsaal nun ein WLAN-Netzwerk erhalten. Die Erneuerung der Beleuchtungsanlage umfasst ein Schienensystem mit Strahlern, das digital ansteuerbar ist, sowie verschiedene Beleuchtungsszenen. Eventuell wird es außerdem Akzentbeleuchtung mit Farbgestaltung zur flexiblen variablen Nutzung und dem Erzeugen von Stimmungsbildern geben. Zum Umbau gehört auch die Erneuerung der Elektrik und der Mikrofonanlage, die kompatibel für Videoscreens und die Internet-Plattform Youtube sein soll.

Rein äußerlich wird die Renovierung durch neue Innendämmung sowie einen anschließenden Anstrich sichtbar sein. Darüber hinaus ist geplant, die Decke weiß anzulegen, damit weniger Licht geschluckt wird. Die Renovierung des Pfarrsaals erfolgt durch Einzug einer Akustikdecke.

Die Finanzierung des gesamten Bauvorhabens erfolgt zu 60 bis 70 Prozent durch das Bistum sowie der Pfarrei sowie zum restlichen Teil vom Förderverein und durch Eigenleistung. Alleine die Beleuchtung mit einem Anteil von 20 000 Euro wird vom Förderverein finanziert. Noch nicht gedeckt sind die Kosten für neue Stühle, die die verkauften Kirchenbänke ersetzen sollen. Schneweis schätzte die Kosten hierfür auf 15 000 bis 20 000 Euro und kündigte eine Spendensammlung an.

Verschiedene Orte zur Überbrückung

Während der Umbauphase, die aktuell bis Anfang Juli geplant ist, werden die Gottesdienste an Ausweichorten stattfinden. Der Sonntagsgottesdienst um 9.30 Uhr wird in der Werkskantine der Firma Grünewald abgehalten. Die Werktaggottesdienste am Donnerstag um 18.30 Uhr sind bis auf Weiteres im Pfarrsaal geplant. Die Chorproben des Kirchenchores werden voraussichtlich nach Usingen verlegt.

Auch interessant

Kommentare