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Neues Land für Schrebergärten?

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Wehrheim (inf). »Urban gardening« und frisch gezogenes Gemüse aus dem eigenen Garten sind »in«. Doch nicht jeder Bürger hat zwangsläufig ein eigenes Häuschen mit Grünflächen, auf denen er auch nach Herzenslust buddeln, säen und ernten kann. Manche Wohnungen verfügen noch nicht einmal über einen Balkon. So geht es auch zahlreichen Bewohnern von Wehrheim.

Ein Ausdruck davon: Der Gemeindeverwaltung liegt eine Liste von Interessenten vor, die bisher alle auf ein frei werdendes Gartengrundstück warten müssen. Aus diesem Grund hat die Gemeindevertretersitzung am Freitagabend auf Antrag der CDU einstimmig einen Prüfauftrag an die Gemeindeverwaltung beschlossen.

Alternativnutzung denkbar?

Die Verwaltung soll demnach ermitteln, welche weiteren Flächen sich in Wehrheim für die Neuausweisung eines Schrebergartengebiets eignen. Darüber hinaus soll ein Prüfbericht erstellt werden, der sowohl dem Umwelt- als auch dem Bauausschuss zur Kenntnis gegeben werden soll.

»Gerade heute liegt es ja im Trend, sich bewusster und gesünder zu ernähren«, sagt Antragsteller Norbert Hartmann (CDU). Zudem stärke ein neues Schrebergartengebiet auch den dörflichen Charakter von Wehrheim und würde gerade Familien die Möglichkeit zur Selbstversorgung bieten. Natürlich müsse man vonseiten der Gemeinde auch darauf achten, dass ein solches Gebiet auch eine gute Anfahrt ermögliche und über ausreichend Parkflächen verfügt. »Mir ist bewusst, dass Landwirte mit immer weniger Ackerland umzugehen haben, allerdings haben wir auch eine größere Anfrage nach Gartenparzellen - und das sollte gerade von einer ländlichen Gemeinde gestillt werden.«

Änderung des Antrags angeregt

Andreas Bloching (FDP) regte an, den ursprünglichen Antrag abzuwandeln - und zwar dahingehend, dass der Gemeindevorstand auch eine mögliche alternative Nutzung der Flächen im Prüfbericht angeben soll, damit eine gute Entscheidungsgrundlage auch auf Basis des Flächennutzungsplans entstehen möge.

Der abgewandelte Antrag wurde von der Gemeindevertretersitzung einstimmig angenommen.

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