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Nicht jeder nutzt die Tonnen

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Umpas sammeln bei brütender Hitze Unrat ein

Schmitten -Die Gemeinde Schmitten und der Naturpark Hochtaunus leeren regelmäßig die Mülltonnen auf dem Feldbergplateau und halten die Parkplätze auf dem Weg zum Gipfel sauber. Dennoch bleibt entlang der Zufahrtsstraßen und Wanderwege und an manchen versteckten Ecken noch reichlich Unrat liegen. Dem sind am Samstagvormittag in einer Gemeinschaftsaktion trotz brütender Hitze ehrenamtlich tätige Schmittener Umweltpaten (Umpas) unter dem Motto "sauberhafter Feldberg" zu Leibe gerückt.

"Im Vergleich zur Anfangszeit vor 20 Jahren ist es schon deutlich weniger Müll geworden, das ist das Ergebnis unserer regelmäßigen Aktionen", ist Heiner Loessner überzeugt. Der 85-Jährige war bis vor kurzem Ansprechpartner für das Revier rund um das Plateau und freute sich, dass die Unterstützer inzwischen häufiger auch außerhalb der gemeinsamen Müllsammlungen tätig sind.

Trotzdem war auch am Samstag für die Umpas reichlich zu tun, obwohl Koordinator Günter Schwemmlein für das Orgateam feststellte: "Auf dem Gipfel hat sich allerhand getan: Zwei Toiletten sind rund um die Uhr geöffnet, es gibt Raucherstandorte, eine Ladestation für Pedelecs und um das neue Feldberghaus ist alles aufgehübscht." Doch leider benutzten nicht alle Besucher die Müllbehälter.

Bernd Pfister vom Orgateam war mit Robert Lemli rund um den Brunhildisfelsen, am Spielplatz und der als Sportstätte genutzten Wiese unterwegs. Ingrid Schwemmlein nahm sich die Parkplätze direkt am Plateau vor. Zusammen hatten sie mehr als einen kompletten Müllsack voll mit Kippen, Windeln und jeder Menge leerer Verpackungen. Sogar eine Wolldecke hatte jemand vergessen. Außerdem lagen etliche Glasflaschen und -scherben achtlos herum. "Die können bei hoher Sonneneinstrahlung wegen des Lupeneffekts bei der aktuellen Trockenheit ziemlich gefährlich werden", so Pfister, der zudem feststellte: "Vor allem an der neuen Holzbank müsste noch ein Aschenbecher hin." Vom Parkplatz Windeck hinauf zum Gipfel unterwegs war Karin Ziener, die derzeit seitens der SPD die Federführung innehat. Ihr fiel auf, dass der Müll auch ziemlich weit abseits des Weges liegt. "Vor allem hinter Büschen lagen sehr oft Papiertaschentücher, von denen man nicht sicher sein konnte, zu welchem Zweck sie verwendet wurden. Das ist ganz schön eklig", berichtete sie. Das war es auch für Bernd Fiedler und Rita Reichert, die ab dem Parkplatz Teufelsquartier unterwegs waren und gefüllte Hundekot-Beutel fanden. Entlang der Landstraße vom Sandplacken zum Feldberg entdeckten Jörg Diergarten und Günter Schwemmlein alles Mögliche im Straßengraben, unter anderem Teile eines Auspuffs und ein ausgedientes Batterieladegerät. "Offensichtlich hat jemand seine Werkstatt aufgeräumt, damit könnte man einen Gemischtwarenladen aufmachen", empörten sie sich.

Bei der nächsten Sitzung der Umpas am 15. Juli im Feldberghaus werden weitere Umpas von ihren Aktivitäten berichten.

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