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Niklas Saraber kennt sich in der Welt gut aus

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Niklas Saraber weiß viel über geografische Themen. Den Diercke-Wissen-Geographie-Wettbewerb gewann er an der Christian-Wirth-Schule in Usingen, was seine Lehrerin Juliane Jurkat sehr freut. © Red

Usingen (msc). Nehmen über 300 000 Teilnehmer an einem Wettbewerb teil, kann man ohne Zweifel vom größten seiner Art sprechen. Es handelt sich um den Diercke-Wissen-Georaphie-Wettbewerb, den es schon seit 22 Jahren gibt. Die Usinger Christian-Wirth-Schule (CWS) ist von Anfang an dabei. »Und belegte seither vordere Plätze im Landesentscheid«, berichtet Geografie-Lehrerin Juliane Jurkat.

Sie ist auch die Lehrerin von Niklas Saraber, dem derzeitigen Schulsieger. Der 16-Jährige qualifizierte sich damit für den hessischen Landesentscheid, der in diesem Monat in Offenbach stattfindet. Die Sieger auf Landesebene treffen sich danach am 10. Juni in Braunschweig zum großen Bundesfinale.

Da Niklas Saraber ein sehr gutes Allgemeinwissen besitzt und sich dazu intensiv für Erdkunde interessiert, könnte er sogar eine Chance auf weitere Siege haben. Schulleiter Hans-Konrad Sohn drückt ihm jedenfalls dazu die Daumen. Selbstbewusst berichtet der Schüler davon, dass er sich immer schon gerne geografische Dokumentationen angesehen habe. »Oftmals läuft eine Doku nebenher, wenn ich lerne«, sagte Saraber, der sich selbst auch als politisch sehr interessiert bezeichnet.

Die Fragen des Wettbewerbs seien relativ schwer gewesen, gibt auch seine Lehrerin zu. »Alleine mit dem Schulwissen, kommt man da nicht weiter.« Auch wenn Niklas damit keine großen Probleme gehabt habe, die Anzahl der Nachbarländer Deutschlands oder das flächenmäßig kleinste Bundesland könnte schon für manch andere zu einer Wissenslücke führen.

Ein Fach, das in die Zukunft gerichtet ist

Doch wer kennt die folgenden Antworten, beispielsweise einen ariden und einen humiden Monat? Welche Amtssprache spricht man in Taiwan? Wie lautet der Fachbegriff für biologische Vielfalt? Wie viel Wasser wird zur Herstellung eines Rinder-Burgers benötigt? Die Fragen machen deutlich, was Geografie-Lehrerin Juliane Jurkat meint.

Niklas Saraber versteht jedenfalls, warum die Organisatoren des Wettbewerbs das Schulfach Geografie als Zukunftsfach benennen. Es bietet nämlich Raum zur Thematisierung der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Und dabei stehen der Klimawandel sowie die weltweite Migration und auch die Ressourcenendlichkeit im Vordergrund. Simone Reutemann, die stellvertretende Vorsitzende des Verbands Deutscher Schulgeographen, ist überzeugt, der Wettbewerb trage die Relevanz geografischer Bildung in die Öffentlichkeit.

Nach zwei Jahren ohne Bundesfinale soll der Wettbewerb nun wieder zu der gefragten Wissensveranstaltung früherer Zeiten werden, bei der Niklas Saraber vielleicht sogar eine prominente Rolle spielen wird. »Für mich persönlich wäre das sehr schön«, hofft auch er auf weitere Erfolge.

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