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In der Adenauerallee dürfen Autos im kommenden Jahr nur noch mit Tempo 30 unterwegs sein.

Mehr Sicherheit für alle

Achtung, Fuß vom Gas! Tempo 30 kommt in Oberursel in diesen drei Straßen

Von Januar an gilt in der Nassauer Straße, der Adenauerallee und der Oberhöchstadter Straße Tempo 30. Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und weniger Lärm - diese Ziele verfolgt die Stadt mit der Reduzierung der erlaubten Geschwindigkeit in drei Straßen. In Teilen handelt es sich dabei zunächst nur um einen Versuch. Bilanz gezogen wird nach einem Jahr.

Oberursel - Die rechtlichen Gründe sind unterschiedlich, doch die Vorgabe ist klar: Von Januar an dürfen Fahrzeuge in der Nassauer Straße, der Adenauerallee und der Oberhöchstadter Straße nur noch mit 30 Kilometer pro Stunde fahren. Dies teilt Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne) mit. Während es in der Nassauer Straße dabei bleiben wird, handelt es sich im Streckenabschnitt zwischen Oberhöchstadter Straße, Bärenkreuzung und Adenauerallee um einen Verkehrsversuch, der voraussichtlich bis Ende 2020 läuft und anschließend bewertet wird.

Mehr als 16 000 Fahrzeuge täglich nutzten die Oberhöchstadter Straße und die Adenauerallee, Tendenz steigend, erläutert Fink. Dazu trügen in der Oberhöchstadter Straße auch die städtebaulichen Entwicklungen bei. So wurde ein Neubaugebiet in der Kronberger Straße an die Oberhöchstadter Straße angebunden. Im Quartier südlich der Oberhöchstadter Straße findet ein Generationswechsel und damit auch eine Intensivierung der baulichen Nutzung statt.

Oberursel: Tempo 30 in drei Straßen - die Gründe

Zu den Folgen des erhöhten Verkehrsaufkommens gehört laut Fink, dass das Überqueren der Straße für Fußgänger und Radfahrer immer schwieriger wird. Für Autofahrer gebe es große Probleme beim Abbiegen aus und in angrenzende Straßen. Dies führe zum Überfahren der Gehwege in der Oberhöchstadter Straße, da Linksabbiegerspuren nicht separat ausgewiesen werden können.

Durch eine Reduzierung der Geschwindigkeit und eine Optimierung der vorhandenen Überquerungsmöglichkeiten will die Stadt die Verkehrssicherheit erhöhen. Zudem wird nahe der Einmündung Lindenstraße ein neuer Fußgängerüberweg eingerichtet.

Oberursel: Sicherer Schulweg

Die Einhaltung der auch mit dem Regionalen Verkehrsdienst der Landespolizei abgestimmten Anordnungen wird durch die Stadtpolizei überwacht. Zudem sind Verkehrs- und Fußgängerzählungen geplant.

Begleitet wird der Verkehrsversuch durch Öffentlichkeitsarbeit. Den Verkehrsteilnehmern soll über zwei größere Banner, aber auch durch auf dem Verkehrsweg angebrachte Plakate erklärt werden, warum dieser Versuch stattfindet. Folgende Gründe nennt Fink:

  • Der Schulweg soll für die Schüler sicherer werden.
  • Familien mit Kindern sollen sicher queren können.
  • Ältere Menschen sollen ohne Probleme über die Oberhöchstadter Straße kommen.
  • Das Überfahren der Gehwege soll verhindert werden.

Besucher der Oberurseler Innenstadt/Vorstadt sollen eine höhere Aufenthaltsqualität erfahren. Die spürbare Reduzierung des Verkehrslärms sieht die Stadt als eine der positiven Nebenwirkungen des Verkehrsversuchs an. Nach den durchgeführten Lärmberechnungen werde sich die Belastung der Anwohner deutlich reduzieren.

Oberursel: Tempo 30 soll auch den Lärm reduzieren

Zeitgleich zu dem Verkehrsversuch in der Oberhöchstadter Straße und der Adenauerallee wird in Abstimmung mit dem Regionalen Verkehrsdienst für die Nassauer Straße Tempo 30 angeordnet. Dieser Straßenzug mit einer aktuellen Verkehrsbelastung von mehr als 20 000 Fahrzeugen am Tag ist laut Fink geprägt von "schwierigen Verkehrssituationen", etwa an den beidseitig gelegenen Bushaltestellen, die die Menschen zu S- und U-Bahn bringen. Kreuzende Fußgänger und Radfahrer führten immer wieder zu gefährlichen Situationen. Weiterhin nennt Fink den Schülerverkehr in Richtung der weiterführenden Schulen: "Hier ist der fast abgeschlossene Bau eines gemeinsamen Geh- und Radwegs bereits ein Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit."

Für Tempo 30 spricht für die Stadt auch die Reduzierung des Lärms. Die Belastung für die Anwohner liege über den Eingreifwerten nach dem Lärmaktionsplan.

red

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