So soll sich der Bürokomplex 2021 von der Frankfurter Landstraße aus präsentieren. Illustration: Benchmark REAL Estate
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So soll sich der Bürokomplex ab 2021 von der Frankfurter Landstraße in Oberursel aus präsentieren.

Bürokomplex "Townus"

40 Millionen Euro Investition: Riesiger Bürokomplex entsteht in Oberursel

  • vonTorsten Weigelt
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Der Projektentwickler „Benchmark“ aus Frankfurt investiert 40 Millionen Euro in den neuen Bürokomplex „Townus“ in Oberursel. Er soll auf dem MKW-Gelände entstehen.

  • Ehemaliges MKW-Gelände in Oberursel wird bebaut
  • Frankfurter Projektentwickler „Benchmark“ investiert 40 Millionen Euro
  • Neuer Bürokomplex „Townus“ soll entstehen

Oberursel - Die Baugrube ist ausgehoben. Auf dem ehemaligen MKW-Gelände an der Frankfurter Landstraße in Oberursel haben die Arbeiten für den Bürokomplex "Townus" begonnen, in dem einmal rund 600 Menschen arbeiten sollen.

Der Frankfurter Projektentwickler "benchmark" investiert nach eigenen Angaben knapp 40 Millionen Euro in das Projekt. Die Hochbauarbeiten sollen im Frühjahr 2020 beginnen. Mit der Fertigstellung des Gebäudes rechnen die Verantwortlichen im zweiten Quartal 2021.

Oberursel: Mega-Bürokomplex wird jetzt auf MKW-Gelände gebaut

Für den geschäftsführenden Gesellschafter von "benchmark", Götz U. Hufenbach, ist der Standort am südlichen Stadteingang von Oberursel bestens geeignet. "In Frankfurt sind nur noch wenige hochwertige Büroflächen verfügbar. Oberursel kann mit seiner idealen Anbindung nur wenige Kilometer vor den Toren Frankfurts punkten."

Die U-Bahn-Haltestelle Oberursel-Bommersheim befindet sich nur einen Steinwurf von den geplanten Bürogebäuden entfernt, auch der S-Bahn-Halt Oberursel-Stierstadt ist gut zu erreichen. Zusätzlich entsteht auf dem 1000 Quadratmeter großen Grundstück ein Parkdeck mit 300 Stellplätzen.

Um eine Überlastung der Frankfurter Landstraße zu verhindern, hat die Stadt bereits die Fahrbahn zwischen Zimmersmühlenweg und Tabaksmühlenweg verbreitert und eine Extra-Abbiegespur auf das ehemalige MKW-Areal eingerichtet.

Von dem Bürokomplex verspricht sich Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) nicht nur "attraktive Arbeitsplätze", sondern auch "ein sehr schönes Entree" für alle, die aus Richtung Frankfurt nach Oberursel kommen. Das sind pro Tag immerhin rund 20 000 Autos und 10 000 Fahrgäste der U-Bahn. Außerdem rechnet Brum mit Impulsen für das Gewerbegebiet am Zimmersmühlenweg, das gerade erst durch die Insolvenz des Tourismuskonzerns Thomas Cook einen herben Verlust zu verkraften hatte.

Oberursel: Frankfurter Projektentwickler „Benchmark“ investiert 40 Millionen Euro

"benchmark" hat das Projekt von der Wirena-Gruppe übernommen, die bereits vor anderthalb Jahren ihr Vorhaben präsentiert hatte, das damals noch den Namen "Taunus Windows" trug. Die Rede war von insgesamt 12 000 Quadratmetern Bürofläche, verteilt auf drei miteinander verbundene Gebäudeteile, die vier, sechs und fünf Geschosse in die Höhe ragen sollten.

Ab Frühjahr sollen die Gebäude in die Höhe wachsen.

An diesen Plänen orientiert sich auch der neue Eigentümer "benchmark". Technisch handele sich bei dem "Townus"-Komplex zwar nicht um eigenständige Baukörper, erklärt der Sprecher des Projektentwicklers, Daniel Gabel. Es werde aber drei Eingänge und höchstwahrscheinlich auch drei verschiedene Hausnummern geben.

Die Gesamtmietfläche hat sich um 1000 auf 13 000 erhöht. Beim Zuschnitt der einzelnen Mietflächen sei man sehr flexibel, betont Gabel. Los geht es bei 360 Quadratmetern, es ist aber auch deutlich mehr möglich. Insgesamt könnten bis zu 30 Mieteinheiten entstehen. Je nach Ausgestaltung durch die künftigen Mieter bietet das Gebäude laut Gabel Platz für 550 bis 650 Arbeitsplätze.

Oberursel: Grundstück MKW lag mehrere Jahre brach – Jetzt kommt ein Bürokomplex

Mit dem Vertrieb betraut ist der Immobilienberater Colliers International. Es gebe bereits mehrere Interessenten, teilt Daniel Gabel mit. Verträge seien aber noch nicht unterschrieben. Besonders hervor hebt der Investor die geplante digitale Ausstattung des "Townus"-Komplexes. Ziel sei eine sogenannte Wired-Score-Zertifizierung in Platin. Voraussetzung dafür sei neben einer leistungsfähigen Internetverbindung vor allem die Redundanz der Internet- und Stromanschlüsse, erläutert Sprecher Gabel. Was bedeutet, dass wichtige Leitungen doppelt vorhanden sein müssen.

Auf dem Areal an der Frankfurter Straße hatte einst der Energieversorger Main-Kraft-Werke (heute Süwag) einen Standort. Das Grundstück in prominenter Lage liegt allerdings schon mehrere Jahre brach.

"benchmark" entwickelt deutschlandweit neben Büroimmobilien auch Hotels und Wohnungen. Die Gesellschaft hat Standorte in Frankfurt, Berlin und Duisburg. 

Von Torsten Weigelt

Im Jahr 2016 wurde das MKW-Gelände für einige Zeit vorübergehend als Betriebshof für den DB Busverkehr Hessen benutzt.

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