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Auf der Jagd nach dem Gruppenliga-Titel: Mafalda Sondermann (li.) mit dem 1. FFV Oberursel.

Fußball, Frauen-Gruppenliga

Aufstiegsfinale für 1. FFV Oberursel

Hauptsache, Klassenerhalt: Mit diesem Ziel ging der FFV-Trainer in die Runde. Heute könnte es zum Titelgewinn kommen.

Auf dem Papier ist es ganz einfach. Die Fußballerinnen des 1. FFV Oberursel fahren zu ihrem abschließenden Gruppenliga-Saisonspiel heute Nachmittag (16 Uhr) nach Frankfurt, setzen sich bei der TSG 51 durch – und treten die Heimfahrt als Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga Süd an. Wenn’s denn so einfach wäre . . .

Die Ausgangslage vorm heutigen abschließenden Gruppenliga-Spieltag:

1. TSG 51 Frankfurt 19 36:20 36

2. SVP Düdelsheim 20 57:44 35

3. FFV Oberursel 19 44:30 33

Der SV Phönix Düdelsheim gab bereits vor geraumer Zeit seinen Verzicht auf einen möglichen Aufstieg und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen, für die er als Vizemeister qualifiziert wäre, bekannt.

Dagegen steht man beim 1. FFV Oberursel, letztmals 2007 in der Verbandsliga (damals Landesliga Süd), einem Direktaufstieg oder Aufstiegsspielen (als Abschlussdritter) positiv gegenüber. Maurice Privat, seit 2004 Trainer der Orscheler Damen, verrät: „Wir erhielten vor drei Wochen eine entsprechende Anfrage vom Verband. Als sich dann unser Vorstand und die Spielerinnen pro Aufstieg ausgesprochen haben, kam von uns grünes Licht für den Fall der sportlichen Qualifikation für die Verbandsliga. Ich musste folglich gar nicht meine Einschätzung einbringen.“

Wie steht er denn einer Rückkehr in die zweithöchste hessische Spielklasse gegenüber? „Natürlich ist die Verbandsliga für uns eine neue Herausforderung und ein toller sportlicher Anreiz“, sagt der Coach, fügt aber hinzu: „Im Fall des Aufstiegs müssen wir für die kommende Verbandsliga-Runde einkalkulieren, dass wir beim Sammeln neuer Erfahrung durchaus auch mal Lehrgeld werden zahlen müssen.“

Mit dem Ziel „Hauptsache, Klassenerhalt“ in die Gruppenliga-Saison eingestiegen, könnten die Oberurselerinnen die Runde also heute mit dem Titel krönen. Durch einen Sieg würden die FFV-Mädels (33 Punkte/Tordifferenz +14) die TSG 51 (36 Punkte/+16) im Endklassement auf Rang zwei verweisen. Selbst durch einen nur ganz knappen Sieg mit einem Tor Differenz. Dann hätten TSG 51 und FFV zwar bei Punktgleichheit (36) dieselbe Tordifferenz (+15). In diesem Fall würde dann der direkte Vergleich herangezogen. Dieser fiele – bei einem 1:0-Sieg des FFV heute – unentschieden aus. Die TSG 51 hatte sich im Hinspiel am 28. Oktober mit 3:2 (Siegtor in der 90. Minute) in Oberursel behauptet.

Nun müsste das Torverhältnis der gesamten Runde entscheiden. Da lägen TSG 51 und FFV (bei einem heutigen Sieg mit einem Tor Unterschied) mit +15 gleichauf. Dadurch käme die Zahl der erzielten Tore in der gesamten Runde ins Spiel. Und da haben Privats Mädels die Nase klar vorne (44:36).

Ersetzen muss der FFV heute Julia Metje, Steffi Schmidt, eventuell auch seine treffsicherste Spielerin Aylin Witt: Ob sie es als Trainerin der Oberurseler Basketball-Mädchen rechtzeitig von einem Aufstiegsspiel zur Oberliga zum Gruppenligafinale in Frankfurt packt? Privat: „Da der Rasenplatz in Eschersheim gesperrt ist, wird uns die TSG 51 auf die rote Erde bitten. Zweifellos ein Vorteil für unseren Gegner.“ gg

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