BSO-Betriebsleiter Michael Maag (links) erläutert Bürgermeister Hans-Georg Brum Details in der neuen Fahrzeug- und Maschinenwerkstatt.
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BSO-Betriebsleiter Michael Maag (links) erläutert Bürgermeister Hans-Georg Brum Details in der neuen Fahrzeug- und Maschinenwerkstatt.

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Bau & Service Oberursel in neuem Domizil

  • VonGabriele Calvo Henning
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Mit dem Bezug des Gebäudes in der Oberurseler Straße sind die ersten Arbeitsabschnitte auf dem BSO-Gelände beendet.

Oberursel -Etwa zwei Monate hat der Umzug im laufenden Betrieb beim Bau & Service Oberursel (BSO) gedauert, jetzt ist er so gut wie komplett: Das im nichtöffentlichen, hinteren Teil des BSO-Geländes an der Oberurseler Straße, Ecke Ludwig-Erhard-Straße entstandene Gebäude beherbergt neben den Werkstätten wie der Kfz-Werkstatt, der Schlosserei und der Schreinerei im zweistöckigen Gebäudeteil das Materialmagazin, das Archiv für die Unterlagen des BSO und Büroräume für die Mitarbeitenden der Betriebsleitung. Außerdem sind im ersten Stock die Umkleide- und Sanitärräume für etwa 80 Personen der insgesamt 125 Stellen umfassenden BSO-Belegschaft zu finden.

"Die Mitarbeiter sind sehr glücklich über die neuen Arbeitsbedingung in den Werkstätten", freut sich Tanja Knoth, Leiterin der BSO Betriebsabteilung. Die Räumlichkeiten sind hell und luftig, vom Charakter her funktional und ohne Schnickschnack, Sichtbeton im Treppenhaus. Kein Vergleich mit dem alten Gebäude, das ab heute abgerissen wird. "Tatsächlich hat es viele Auflagen nicht mehr erfüllt", erklärt Michael Maag, BSO-Betriebsleiter bei einem Rundgang. Unter anderem waren Abstände unterschritten worden und der Brandschutz war ein Problem. Die Betriebsgenehmigung der Werkstätten aus den 1960er Jahren konnte nicht länger aufrechterhalten werden.

Mit Bezug des Neubaus sind die ersten beiden Abschnitte des großen Umbaus auf dem BSO-Gelände abgeschlossen. Mit dem Bau wurde im März vor einem Jahr angefangen. Insgesamt ist das Projekt in sieben verschiedene Abschnitte aufgeteilt.

Eine besondere Herausforderung

Zu einer besonderen Herausforderung wird das Ganze deshalb, weil alles im laufenden Betrieb stattfindet und in einer relativen Enge auf der insgesamt 1,5 Hektar großen Betriebsfläche. "Da steckt eine riesige Logistik dahinter, denn hier bei uns hängt alles mit allem zusammen", erklärt Petra Holzwarth, Leiterin des BSO-Immobilienmanagements. Um etwas mehr Bewegungsfreiheit zu haben, sind die Gärtner mit ihren Maschinen schon mal auf die Friedhöfe ausgelagert worden. Um Abstellfläche für einen Großteil des insgesamt 208 Fahrzeuge umfassenden Fuhrparks zu haben, sind kreative Lösungen gefragt. So wird im Moment dort, wo später die Hallen des neuen Wertstoffhofs hinsollen, Abstellfläche geschaffen, damit während des anstehenden Gebäudeabrisses dort geparkt werden kann. "Dabei wird diese Abstellfläche gleich so gegründet, dass sie für den neuen Wertstoffhof trägt", erläutert Maag und nennt eine weitere Anforderung: Von Baubeginn an hätte der Gewässer- und Trinkwasserschutz planerisch gelöst werden müssen, denn das Betriebsgelände grenzt an Flächen, die der Trinkwasserversorgung der Stadt dienen.

Der neue Wertstoffhof selbst soll ab dem kommenden Frühjahr gebaut und im Sommer eröffnet werden. Dann sollen den Bürgerinnen und Bürgern erweiterte Öffnungszeiten und die Entsorgung zusätzlicher Abfallarten geboten werden. Bis zur Fertigstellung des neuen Wertstoffhofs werden voraussichtlich noch 3,2 Millionen Euro verbaut werden. Für die dann insgesamt vier fertigen Bauabschnitte ist ein Gesamtbudget von 13,4 Millionen Euro aufgerufen. Dann ist erstmal Pause. Mit Rücksicht auf die weiteren Großprojekte der Stadt wie Gefahrenabwehrzentrum, Rathaussanierung und Modernisierung der Kläranlage sind die beiden übrigen Bauabschnitte zunächst hintangestellt. alv

So präsentiert sich das neue Gebäude auf dem Gelände des BSO von der Ludwig-Erhard-Straße aus. Rechts ist eines der Tore zur Werkstatt zu sehen.

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