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Der Festplatz auf der Bleiche war vor allem am Wochenende gut besucht. Die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz.

Brunnenfest in Oberursel

Beim Brunnenfest herrscht Hochstimmung

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Die Brunnenfest-Schausteller sind zufrieden, und auch der Vereinsring zieht eine positive Bilanz des viertägigen Festes. Trotzdem denken die Veranstalter mit Blick auf die Zukunft über eine Veränderung nach.

Kimberley und ihre Freundinnen von der Hans-Thoma-Schule sind nicht zu halten. Sie können es kaum erwarten, am Brunnenfestmontag zu den Fahrgeschäften auf der Bleiche zu kommen. Denn hier dürfen die Mädchen und Jungen der Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und Lernen wie jedes Jahr eine Stunde lang kostenfrei Karussell fahren. Schon von Weitem sind die Begeisterungsschreie und -juchzer zu hören: Die Kinder haben mächtig Spaß in der Berg- und Talbahn, im Skipper, dem Drop Zone, im Feuerstein-Karussell sowie im Autoscooter. Auch der Crêpes-Stand von Familie Schickler aus Frankfurt hat genau wie der Imbiss von Carlo und Marc Bienmüller extra für die morgendlichen Besucher aufgemacht. Die anderen Stände öffnen erst später.

Beide Unternehmen sind jedes Jahr beim Brunnenfest dabei und auch dieses Mal zufrieden. Marc Bienmüller findet jedoch: „Wir stehen seit 60 Jahren hier, aber irgendwie hat uns das Wetter dieses Jahr nicht so reingespielt.“ Derselben Meinung sind die Schicklers: „Wenn es zu warm oder schwül ist, essen die Leute keine Crêpes.“

Andreas Müller vom Fahrgeschäft Hip-Hop-Fly, der alle zwei bis drei Jahre auf dem Brunnenfest vertreten ist, sagt: „Für uns war das Geschäft okay, besonders gerne lassen wir die Kinder am Montag mal richtig Runden machen.“

Marlene (5), Franziska (3) und ihre Mutter geben sich ebenfalls zum letzten Mal in diesem Jahr dem Brunnenfest-Vergnügen hin. „Heute noch mal Pommes und Karussell mit meinen Töchtern – am Samstag hatten wir einen Babysitter, und ich war mit meinem Mann sowie Freunden auf dem Fest unterwegs. Das lassen wir uns nie nehmen.“

Adolf Hirsch vom Autoscooter betont, es sei Freitag und Samstag sehr gut gelaufen, Sonntagnachmittag habe es halt Regen geben, und die Leute seien danach nicht mehr zurückgekommen. Er hoffte am gestrigen Montag auf ordentlichen Zuspruch zum Abschiedsfeuerwerk, sagte aber schon vormittags: „Ich bin aber skeptisch, weil die Eintracht heute spielt.“

Rolf Steinhagen, Vorsitzender des Vereinsrings als Veranstalter des Brunnenfests, bilanzierte: „Es hat alles gut geklappt, ich habe nur positive Rückmeldungen von allen Beteiligten. Es hat keiner gemault, die Umsätze konnten Freitag und Samstag eingefahren werden, auch von Sicherheitsseite alles prima.“ Jetzt könne er beruhigt in den Urlaub fahren, sagt er: „Am 2. Juni gibt es dann die Abschlussbesprechung vom Vereinsring, da werden auch neue Ideen gesammelt. Der Frühschoppen etwa am Montag auf dem Marktplatz wird nicht mehr so optimal angenommen, vielleicht lassen wir uns da was anderes einfallen.“ Auch ein Nachfolger für Bernard Rehmer, Vorsitzender des Brunnenfestausschusses beim Vereinsring, muss bis Herbst gefunden werden. Er gibt seinen Posten nach elf Jahren ab. Konkrete Besucherzahlen nannte Steinhagen gestern übrigens nicht. Aber bis zum Regenguss am Sonntag seien sie höher gewesen als im vorigen Jahr.

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