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Auf zum Brunnenfest!

  • vonChristine Sarac
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Noch drei Tage bis zum Brunnenfest: Viele Orscheler können kaum noch erwarten, bis es losgeht. Auch Brunnenkönigin Christina II. und Brunnenmeister Jürgen geht das so. Und sie erzählen im Gespräch mit der TZ, was sie am Fest so lieben, was man gesehen haben muss und wo es leckere Sachen gibt.

Einfach Krönchen aufsetzen beziehungsweise Lederschürze umlegen und schon ist alles fertig? Nein, so läuft das als Brunnenkönigin und Brunnenmeister in Oberursel wirklich nicht ab. Dieses Amt zu übernehmen, verlangt viel Organisation. Im Mittelpunkt des Amtsjahres steht ein Ereignis, auf das sich Ihre Hoheit Christina II. und ihr Brunnenmeister Jürgen ganz besonders freuen: das Brunnenfest, das am kommenden Freitag eröffnet wird.

„So lange ich denken kann, war ich immer da. Ich hab kein Brunnenfest ausgelassen“, erinnert sich Brunnenmeister Jürgen Aumüller. Schon als kleiner Steppke zog es den heute 51-Jährigen wie magisch auf den Festplatz an der Bleiche. „Der Autoscooter auf dem Rummel war meine feste Anlaufstelle“, erzählt er. „Später, als Jugendlicher, bin ich dann mit meinen Kumpels aus Stierstadt über das Brunnenfest gezogen“, erinnert er sich. „Doch nicht so wie heute wurden wir mit dem Mama-Taxi dort abgesetzt, nein wir sind zu Fuß losmarschiert“, so der Feuerschutz-Experte.

Damals habe das Fest noch ganz anders ausgesehen als heute, weiß Aumüller. „Früher waren alle Höfe in der Altstadt geöffnet, in jedem zweiten spielte Live-Musik, und das Fest selbst war von Orschelern für Orscheler“, sagt Aumüller. Heute sei das Brunnenfest viel größer und ein Anziehungspunkt für Besucher aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet. „Tja, und die Musik, die ist spätestens ab 23 Uhr aus.“

Diesen Erfahrungsschatz hat Brunnenkönigin Christina II. natürlich nicht, schließlich ist sie erst 25 Jahre jung. Hinzu kommt, dass die Frisörmeisterin erst seit zehn Jahren in Stierstadt lebt. „Aber seitdem gehört für mich das Brunnenfest zu den fixen Terminen in meinem Kalender“, verrät sie. Mit ihrem Freund Sascha und Freunden – da unterscheidet sie sich also gar nicht vom künftigen Schwiegervater und Brunnenmeister – bummelte sie bisher immer durch die Straßen der Altstadt. „Na ja, nicht ganz“, wirft da Jürgen Aumüller spontan ein. „Ihr müsst noch 25 Millionen Mal vorher telefonieren.“ Der erste Tipp der beiden lautet daher: „In einer lustigen Gruppe macht der Festbesuch noch einmal so viel Spaß.“

Eine Sache gibt es, die unsere Hoheit am Brunnenfest immer besonders fasziniert. „Das Feuerwerk, der große Abschluss ist für mich ein Highlight“, so Christina II. Der Rat der Hoheit lautet daher ganz klar: „Auf jeden Fall das große Feuerwerk am Montagabend besuchen!“ Als Brunnenkönigin hat man zwar auf dem Kirchturm von St. Ursula einen Logenplatz, aber auch vom Marktplatz aus ist das Feuerwerk ein Augenschmaus.

Bis dahin wollen Christina II. und ihr Brunnenmeister Jürgen „jeden Stand auf dem Brunnenfest einmal besucht zu haben“, erzählen sie. Das bedeutet über 100 Stände in vier Tagen, doch die beiden sind sehr zuversichtlich. Natürlich haben sie auch hier ihre persönlichen Geheimtipps. „Auf jeden Fall sollte man am Stand der Fußballer von der Eintracht Oberursel haltmachen“, sagt Christina. „Dort gibt es nicht nur die längsten, sondern auch die besten Fleischspieße.“

Aber auch Brunnenmeister Jürgen Aumüller hat kulinarische Favoriten. „Beim Verein Windrose einzukehren ist für mich selbstverständlich. Nirgendwo sonst gibt es so leckeren gegrillten Fisch“, schwärmt er. „Auch lecker ist der Raclette-Stand am Marktplatz, allerdings ist der nicht jedes Jahr dort.“

(csc)

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