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Das erste inklusive Sportfest im Hochtaunus wird zum vollen Erfolg

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Von: Gerhard Strohmann

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Impressionen vom inklusiven Sportfest: Schon beim Aufwärmen ging es auf dem SC-Eintracht-Gelände fröhlich und bunt zu.
Impressionen vom inklusiven Sportfest: Schon beim Aufwärmen ging es auf dem SC-Eintracht-Gelände fröhlich und bunt zu. © Gerhard Strohmann

Rund 130 Schüler mit und ohne Handicap haben in Oberursel eine Menge Spaß. Mehrere Sportverbände engagieren sich für die Veranstaltung.

Oberursel -Mit dem „1. Inklusiven Spiel- und Sportfest“ hat der Sportkreis Hochtaunus Neuland betreten. Pünktlich zum Auftakt der „Europäische Woche des Sports“, durch die Menschen aus 40 Nationen unter dem Motto „BeActive“ in diesen Tagen für mehr Bewegung und Sport begeistert werden sollen, haben 129 Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung auf der Sportanlage des SC Eintracht Oberursel miteinander drei Stunden lang viel Spaß gehabt.

Ausgelassene Freude übertrug sich unter den Teilnehmern schon während des Aufwärmprogramms mit großen blauen Tüten, die auf Anleitung von Moderator William Sonnenberg und unter musikalischer Begleitung aus den Lautsprechern als Sportgeräte genutzt werden konnten. Sonnenberg, der beim Landessportbund Hessen für Inklusion im organisierten Sport zuständig ist, war als Animateur mit viel Empathie im Einsatz. Er begeisterte die Jungen und Mädchen von der Hans-Thoma-Schule (47), der Helen-Keller-Schule (21) und der Grundschule am Eichwäldchen (61) noch bei vielen weiteren Großgruppenspielen.

Kreisjugendwartin Kirsten Klatt hatte mit ihrem Helferteam fünf Stationen aufgebaut, die durch große bunte Luftballons auf den beiden Sportplätzen am Eschbachweg leicht zu erkennen waren. Spielstationen mit Sportgeräten aller Art (inklusive Bällen zum Dosenwerfen) und die beiden Fußballstationen befanden sich auf dem Rasenplatz, während der Rolli-Parcours, das Inklusionsmobil und die Sportabzeichenstationen auf dem Kunstrasen aufgebaut worden waren.

Peter Kohl und Jörg Szameit hatten für die Jugendliche spezielle Übungen vorbereitet, die es auch Menschen mit Behinderung ermöglichen, die Bedingungen zum Erwerb des Deutsche Sportabzeichens zu erfüllen. „Wir werden in diesem Jahr mit mehr als 50 Abzeichen ein Rekordergebnis erzielen“, ist Szameit stolz darauf, dass der Sportkreis in diesem Bereich in Sachen Inklusion zusammen mit dem Sportkreis Waldeck hessenweit führend ist.

Das Sport- und Spielfest war der ideale Rahmen, um Jugendliche mit und ohne Handicap einander näher zu bringen. Es wurden schulübergreifend gemischte Teams gebildet, um neue Kontakte zu knüpfen, und die Angebote des VdK sind reichlich genutzt worden. Mit verbundenen Augen versuchten sich Kinder am Treppensteigen oder an Objekten, die es zu ertasten galt. Oder sie erlebten, wie ungewohnt kompliziert es ist, wenn man sich erstmals in einem Rollstuhl bewegen soll.

Für eine Überraschung hatte Kreisfußballwart Andreas Bernhardt gesorgt, der in Begleitung von Maskottchen „Hessi“ vom Hessischen Fußball-Verband erschienen war. Zum Abschluss der rundum gelungenen Premiere durften die Teilnehmer neben einer Medaille auch noch einen Sportbeutel (mit Trinkflasche und Wasserball) sowie einen „Hessi“ im Mini-Format mit nach Hause nehmen.

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