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Der Fahrplan am Pijnacker-Platz zeigt es an: Der Bus 252 fährt bis in die Oberurseler Innenstadt. Das wird sich Ende des Jahres allerdings ändern.

Endstation Weißkirchen

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Die Buslinie 252 bekommt einen neuen Betreiber. Doch gravierender für die Fahrgäste aus Steinbach ist die Änderung der Linienführung, die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember greift.

Wenn Rentnerin Renate Peschel etwas in Oberursel zu erledigen hat, dann fährt die Steinbacherin mit dem 252er-Bus. Mit diesem kann sie ohne umzusteigen von Pijnacker-Platz in Steinbach bis zur Station Adenauerallee fahren und ist dann direkt am Beginn der Vorstadt, der Oberurseler Einkaufsstraße. Und nicht nur sie – die Verbindung werde gut genutzt, berichtet Peschel.

Doch im Bus hat die Seniorin gehört, dass es mit der Direktverbindung in die Brunnenstadt bald ein Ende hat. Und das stimmt. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember gibt es nach Ausschreibung nicht nur einen neuen Betreiber – die DB Busverkehr Hessen GmbH übernimmt von der Hessenbus GmbH, einer Tochter der Hessischen Landesbahn –, sondern auch eine neue Linienführung.

Diese ist deutlich verkürzt: Fährt der Bus 252 momentan von Rödelheim Bahnhof über Eschborn, Steinbach und Stierstadt bis zum Oberurseler Bahnhof, so verkehrt er künftig nur zwischen Eschborn-Süd und der U-Bahnstation Weißkirchen-Ost, denn aus dem Regionalbus wird ein Lokalbus. Die Fahrgastzahlen ließen das zu, erklärt Prokuristin Birgit Hartmann von der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft, der Trägerin der Linie. Und: „Parallelverbindungen von Schiene und Bus sollen abgebaut werden.“

Heißt in Bezug auf die Verbindung nach Oberursel: Die Fahrgäste aus dem Bus 252 müssen am S-Bahnhof Weißkirchen-Steinbach oder an der U-Bahn-Station Weißkirchen-Ost in einen Zug oder den Oberurseler Stadtbus umsteigen.

„Das ist sehr unschön“, meint Renate Peschel und spricht damit vor allem Steinbacher Senioren aus dem Herzen. Fahren sie mit der Bahn weiter in die Oberurseler City, müssen sie nämlich weiter laufen, als wenn sie die Bushaltestelle Adenauerallee nutzen können – mit Einkaufstaschen nicht immer ganz einfach.

Immerhin: Der Takt des Busses und die angesteuerten Haltestellen in Steinbach sollen laut Hartmann erhalten bleiben.

Die Verantwortlichen in der Steinbacher Stadtverwaltung sind über die Entwicklung informiert, sind mit dieser aber nicht einverstanden. Das sei dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) mitgeteilt worden, sagt Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP) auf TZ-Anfrage. Der VHT ist das Hochtaunus-Gegenstück zur Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft. Die Stadt fordert, dass es für Steinbach eine Kompensation gibt.

(she)

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