Verkehr vor Schule

Vor der Frankfurt International School wird es wieder eng

Immer nach den Ferien wird es besonders augenfällig: Kurz vor Schulbeginn und nach Unterrichtsende ist es verkehrsmäßig trubelig rund um die Zufahrten zur Frankfurt International School (FIS). Das hat unter anderem Ärger mit den Nachbarn zur Folge. An der Schule bemüht man sich um Abhilfe.

Kurz vor Unterrichtsbeginn an der Frankfurt International School (FIS): An der Einmündung Hohemarkstraße/An der Waldlust, Zufahrt zum Haupteingang der FIS, treffen Busse, Privatautos und zu Fuß ankommende Schüler aufeinander. Von den jungen Fußgängern sind viele aus der U3 ausgestiegen. Etliche haben die elterlichen Autos während der Rotlichtphase der Ampel noch auf der Hohemarkstraße verlassen. Diese Fahrzeuge biegen zwar jetzt nicht mehr in die Zufahrt zur FIS ein – voll ist es dort aber trotzdem, vor allem dann, wenn sich ankommende und wegfahrende Busse begegnen.

Wegen des vielen Verkehrs zu den Bring- und Abholzeiten gibt es immer wieder Beschwerden von Nachbarn. Auch von Rückstaus auf der Hohemarkstraße ist immer wieder die Rede. Selbst Trauergesellschaften hatten schon Probleme, zum Waldfriedhof zu kommen.

An der Schule, die von fast 1800 Schülern besucht wird, weiß man um die Problematik. „Uns ist natürlich bewusst, dass es zu den Stoßzeiten immer etwas chaotisch zugeht und die Nachbarn sich ärgern“, gibt FIS-Marketingchefin Vera Thiers zu. „Das wollen wir nicht. Wir sind an guten nachbarschaftlichen Beziehungen interessiert und machen uns viele Gedanken um gute Lösungen.“ Zudem stehe die Sicherheit der Kinder an oberster Stelle. Die FIS hat sich daher ein ausgeklügeltes System einfallen lassen. Autos sollen an der Primary School an der Ecke Hohemark-/Alfred-Lechler-Straße (Taunus-Informationszentrum) vorfahren, der Haupteingang „An der Waldlust“ bleibt den rund 40 Schulbussen vorbehalten. Diese führen nachmittags in Kolonnen ab, um den Verkehr so kurz wie möglich zu beeinträchtigen, betont Thiers.

In der Schule werbe man für das Bus-System, da es das sicherste Transportmittel darstelle. An den Zufahrten stehe Sicherheitspersonal der FIS, als morgendliche Unterstützung hat man fünf Frauen und Männer von der Verkehrswacht engagiert, die im Bereich des Haupteingangs unter anderem verhindern sollen, dass Autos von der Waldlust in den Hans-Rother-Steg einbiegen. Auch am Taunus-Informationszentrum, also an der Zufahrt zur Primary School, sind Kräfte der Verkehrswacht postiert.

Wer sein Kind selbst zur Schule bringen wolle, so Thiers, müsse sich an feste Regeln halten. Zu Beginn eines Schuljahres bekämen die Eltern ein Info-Paket mit spezifischen Anweisungen, darunter einen skizzierten Plan, in dem Anfahrtswege, Drop-Off-Zonen und Parkbereiche markiert sind. Auch während des Schuljahres erinnere man die Eltern regelmäßig postalisch, spreche die Thematik bei den Orientierungstagen an und ermahne an Ort und Stelle. „Leider halten sich jedoch nicht alle an die Vorgaben“, sagt Thiers. Gerade zu Schulbeginn würden Eltern in nicht vorgesehenen Bereichen parken oder mit dem Auto am Haupteingang vorfahren. Es brauche immer etwas Zeit, bis sich vor allem für neue Eltern eine Routine ergeben habe.

Manche seien auch mit den deutschen Verkehrsregeln anfangs noch nicht so gut vertraut. „Wir wünschten von Herzen, es wäre anders. Wer sein Kind zum Haupteingang bringt, behindert ja nicht nur den Verkehr. Auch für die Kinder ist es gefährlich zwischen den Bussen herumzulaufen.“ In den Verkehr und das Parken in öffentlichen Bereichen dürfe die Schule nicht eingreifen. Dies liege im städtischen Zuständigkeitsbereich. Thiers: „Aber wir arbeiten eng mit der Stadt zusammen und befinden uns in ständigem Austausch mit dem Ordnungsamt.“

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