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?Oberursel singt? ist dieses Mal ins Herbsttreiben integriert. Dieses steht unter dem Motto ?Oberursel ganz beschwingt?.

Innenstadt

Das Herbsttreiben lockt mehr als 25 000 Besucher nach Oberursel

Zahlreiche Gäste haben von Freitag bis Sonntag das Herbsttreiben in der Innenstadt besucht. Für sie gab es dieses Mal, entsprechend dem Motto der Veranstalter, schwungvolle Darbietungen und Präsentationen.

„Oberursel ganz beschwingt“ hieß das Motto des vom Selbstständigenforum Fokus O. ausgerichteten Herbsttreibens, und sowohl Besucher als auch Aussteller und andere Akteure stürzten sich mit Schwung in das bunte Getümmel in der Oberurseler Innenstadt, die am gesamten Wochenende sehr gut besucht war.

Besonders beschwingt gaben sich dabei die rund 250 Besucher, die bei der dritten Auflage von „Oberursel singt“ mitmachten. Das Angebot der Musikschule Oberursel war dieses Mal in das Herbsttreiben integriert. Voller Inbrunst sangen die Teilnehmer mit Sängerin Diana Nagel bekannte Lieder. „Wir haben den Eindruck, dass sich die Veranstaltung mittlerweile etabliert hat und dass die Leute extra zum Singen herkommen“, freute sich Nagel.

Christa Rogge jedenfalls war eigens zum Singen gekommen. Die 86-Jährige summte immer noch ein bisschen vor sich hin und ließ ihren Gedanken freien Lauf, wie im gleichnamigen Lied, dass sie so gern angestimmt habe. Am beliebtesten seien jedoch Songs wie „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ oder „Hoch auf dem gelben Wagen“, das im Kanon gesungen wurde und Anhängern traditionellen Liedguts gefiel.

„Das war wunderschön“

, schwärmten eine 65-jährige Schmittenerin und eine 83 Jahre alte Oberurselerin. „Singen wurde bei uns schon immer groß geschrieben“, erzählte die Frau aus Oberursel. Alle sechs Kinder und ihre zahlreichen Enkelkinder würden singen, das gehöre zur Familientradition. Ihre Bekannte lobte vor allem die Organisation der Veranstaltung sowie das Herbsttreiben allgemein, das durch seine entspannte Atmosphäre gefalle. „Es gibt hier auf jeden Fall jede Menge Schwung“, meinte sie.

Diesen hatten auch die Funken, die beim Handwerkermarkt am Stand der Metallmanufaktur Dirk Velte sprühten. Sohn Tim Fischer-Velte (17) stand hier am Plasma-schneider und gestaltete wahre Kunstwerke aus dem harten Material. Damit zog er vor allem das Interesse von Kindern auf sich. Beispielsweise das der Brüder Jonas (7) und Justus (10), die sich einen Fußball im Feuerschweif und einen Eintracht-Adler schmelzen ließen. „Das sieht total cool aus“, meinten die beiden und schlenderten mit ihren Eltern weiter über das Fest.

Einige Stände weiter staunten sie über den schwungvollen Auftritt eines Rasenmähers, der auf einer grünen Fläche unermüdlich seine Runden drehte. „Das ist eine Art Rasenroboter, den wir als einzige in Deutschland vertreiben“, erklärte Ellen Diehl von Elektro Ressler. Die Firma installiere die sogenannten Automower je nach individuellem Wunsch der Kunden – heißt: eine Begrenzungsschleife unter der Erde anlegen und die Ladestation aufbauen. Dann kann der Roboter sechs Tage die Woche das Mähen übernehmen.

„Und jetzt mit Schwung, Ella“, spornte indes ein Vater seine vierjährige Tochter an. Diese versuchte beim Stand von „Formart Holzhandwerk“, einen Nagel in einen Stamm zu hämmern – jedes Jahr ein beliebtes Spiel beim Nachwuchs beim Herbsttreiben, bei dem sich das örtliche Handwerk vorstellt.

Alle Jahre wieder kommt auch Charlie Messow mit seinen Windspielen und Spiralen, die sich bunt leuchtend im Luftzug drehten, nach Oberursel. „Diese fluoreszierenden Kunstwerke sind selbst gemacht und schmücken die Gärten und Balkone der Leute“; meinte der 69 Jahre alte Kronberger. Erst habe er mit dem Verkauf von Kreisen angefangen, dann fragten die Leute nach Hunden, Katzen oder Seepferdchen, und so habe sich sein Sortiment beständig erweitert. Besonders schön seien die Mobiles im Dunkeln, wenn sie leuchten, das verbreite in jedem Garten ein schönes Flair.

Bei allem Schwung herrschte beim Herbsttreiben auf dem Rathausplatz, dem Marktplatz und dem Epinay-Platz sowie den Straßen der Innenstadt wieder eine entspannte Stimmung. Das sommerliche Wetter leistete ebenfalls seinen Beitrag, so dass sich die Veranstalter gestern äußerst zufrieden zeigten (siehe kleinen Text).

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