Das Vereinsheim haben die Mitglieder des FV Stierstadt in den vergangenen Monaten modernisiert und mit einem neuen Anstrich versehen. Der neue Streetsoccer-Platz wurde im vergangenen Jahr fertiggestellt.
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Das Vereinsheim haben die Mitglieder des FV Stierstadt in den vergangenen Monaten modernisiert und mit einem neuen Anstrich versehen. Der neue Streetsoccer-Platz wurde im vergangenen Jahr fertiggestellt.

FV Stierstadt

In der spielfreien Zeit das Vereinsheim aufgehübscht

  • vonGerhard Strohmann
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Der FV Stierstadt setzt auf Jugendarbeit und Kontinuität

Stierstadt -Dass die Mitglieder des Fußball-Vereins Stierstadt (FVS) zu ihrer Jahreshauptversammlung im großen Sitzungssaal des Oberurseler Rathauses zusammengekommen sind, war der Corona-Pandemie geschuldet. Nur in den großzügigen Räumlichkeiten, in denen normalerweise das Parlament über die Geschicke des Taunus-Städtchens entscheidet, konnten die Hygienebedingungen eingehalten werden. Immerhin gut 50 Mitglieder waren zu der Jahreshauptversammlung erschienen.

Exakt 484 Mitglieder hat der Verein derzeit, und er ist stolz darauf, dass davon 280 in den verschiedenen Altersklassen kicken. Allerdings ist das Training aktuell nur in extrem eingeschränktem Maße möglich - und auch nur für Jugendliche, die den 15. Geburtstag noch vor sich haben. Alle älteren Fußballer befinden sich schon lange im Fußball-Lockdown.

Dennoch ist der Verein bislang von einem größeren Mitgliedeschwund verschont geblieben. "Das liegt auch daran, dass wir immer, wenn es möglich war, ein Training gemäß der Corona-Vorgaben angeboten haben", sagt FVS-Vorsitzender Stephan Leber. Das sei umso wichtiger, da viele Jugendliche koordinativ in der langen Zwangspause einiges verlernt hätten. "Die sind alle im vergangenen Jahr, 10 oder 15 Zentimeter gewachsen, das erfordere dann eine ganz andere Ballkoordination und ein anderes Körpergefühl", erklärt Leber.

Ein Glücksfall sei auch der neue Streetsoccer-Platz, den man im vergangenen Jahr inklusive Flutlichtanlage gebaut habe. Über eine Spendenaktion war das dafür notwendige Geld gesammelt worden. Eigentlich hätte der Platz im vergangenen Jahr eingeweiht werden sollen. "Aber dann kam die zweite Welle, und alles musste abgesagt werden", berichtet Leber. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die Einweihung soll, so bald es möglich ist, nachgeholt werden. Genutzt werde der Platz freilich schon jetzt von den jungen Fußballern, und alle seien begeistert.

Auch bei den ersten beiden Mannschaften ist "alles im Lot", so Leber. Nach dem der Abbruch der Saison 2020/21 beschlossen worden ist, wird die 1. Mannschaft des FVS auch in der kommenden Spielrunde in der Gruppenliga Frankfurt/West starten (zum Zeitpunkt des Abbruchs steht sie nach 12 Spielen mit 10 Punkten auf Tabellenplatz 14) und die Reserve in der Kreisliga A Hochtaunus (mit 13 Punkten aus acht Spielen auf Rang fünf). "Unsere junge Mannschaft schlägt sich in der Gruppenliga beachtlich", zeigt sich Leber zufrieden. Auch die Reserve habe zahlreiche junge Kicker aus dem eigenen Nachwuchs in ihren Reihen. "Das ist auch der Weg, den wir gehen wollen", bestätigt der Vereinsvorsitzende.

Daher legt der FVS besonderen Wert auf die Nachwuchsarbeit. In den vergangenen drei Jahren ist diese Abteilung unter der Regie von Michael Haas um 25 Prozent gewachsen. Die B-Junioren sind 2020 in die Gruppenliga aufgestiegen, und die C-Jugendlichen haben im Frühjahr 2020 als Regionalmeister im Futsal an den Hessenmeisterschaften teilgenommen.

Dass der Spielbetrieb ruht, bedeutet nicht, dass die Hände in den Schoß gelegt wurden. Vielmehr haben die FVS-Mitglieder ihre handwerklichen Fähigkeiten entdeckt und das Vereinsheim renoviert. Heizung, Duschen und Umkleideräume erstrahlen in neuem Glanz, das Dach wurde erneuert und die Fassade gestrichen. Als nächstes stehen die Renovierung des Gastraums im Clubhaus sowie die Erneuerung der Flutlichtanlage am Kunstrasenplatz auf der Agenda.

Bei den Vorstandswahlen haben die Mitglieder auf Kontinuität gesetzt: Stephan Leber wurde als Vorsitzender ebenso bestätigt wie Marco Hentsch-Sulzbach als Spielausschussvorsitzender, Andreas Henkel als Vorsitzender des Vergnügungsausschusses sowie Carolin Fleck als Schriftführerin.

Neuer 2. Vorsitzender wurde Stephan Parnet, der sein Amt als Kassierer an Achim Zerfass abgetreten hat. Der ehemalige 2. Vorsitzende Werner Fuchs hat sich nach jahrelanger ehrenamtlicher Vorstandsarbeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Den Vorstand komplettiert Martin Brötz als neuer Jugendleiter und Nachfolger von Michael Haas. Von Gerhard Strohmann

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