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Festgemacht: Der Oberurseler Rückraumspieler Bennet Wienand (links) wird vom Friedberger Christopher Gustavsson attackiert.

Handball

Kampfgeist der TSGO wird nicht belohnt

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Alle Anstrengungen halfen nicht: Die TSG Oberursel bleibt auch nach der vierten Partie in der Handball-Landesliga sieglos. Beim Gast überragt ein ehemaliger Anspacher Spieler.

Die TSG Oberursel muss in der Handball-Landesliga Mitte der Männer weiterhin auf ihren ersten Sieg warten. Am Samstag gab es gegen die TG Friedberg mit dem knappen 31:33 die vierte Niederlage im vierten Spiel.

Auch wenn die junge Mannschaft von Trainer Ergün Sahin damit weiterhin Schlusslicht ist: Sie hat sich am Samstagabend von ihrer besten Seite gezeigt. Die rund 100 Zuschauer hatten in der EKS-Halle nicht das Gefühl, dass der Tabellenletzte gegen den Zweiten spielt. Die TSGO zeigte großen Einsatz und keinerlei Respekt, konnte fast durchweg den Kontakt halten, zog ihr Tempospiel auf und zeigte sich auch in der Deckung verbessert. Allerdings lief sie dem schnellen 0:4-Rückstand (5.) lange Zeit hinterher.

„Wir blieben immer dran, und die Mannschaft hat eindeutig gezeigt, dass ein toller Kampfgeist vorhanden ist“, lobte Trainer Ergün Sahin seine Schützlinge. Der starke Aufsteiger Friedberg um den früheren Bundesligaspieler Aljoscha Schmidt (GWD Minden, HSG Wetzlar), der ein Tor warf, musste alles abrufen. Bei einer 16:13-Führung der Wetterauer hatten die Mannschaften die Seiten gewechselt, ehe die TG mit zwei Treffern von Torjäger Elvin Petrosanec und Christopher Gustavsson zum 19:13 erneut einen prima Start erwischten. Petrosanec (insgesamt 8 Tore) und den früheren Anspacher André Avemann (9/4), der mit TSGO-Spieler Robert Avemann nicht verwandt ist, bekamen die Hausherren nicht in den Griff.

Oberursel gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich, angeführt von Janosch Juli (10/5), heran. Robert Avemann gelang nach 46 Minuten der erstmalige Ausgleich (22:22) und egalisierte eine Minute später auch zum 23:23. In der spannenden Schlussphase gelang es der TSGO jedoch nicht, in Führung zu gehen.

Spätestens beim 29:32 schien die Partie gelaufen, 63 Sekunden Spielzeit zeigte die Uhr noch an. Nach einer Zeitstrafe gegen Juli krempelten die Oberurseler in Unterzahl nochmals die Ärmel hoch. Martin Walz traf 46 Sekunden, dann nochmals 15 Sekunden vor dem Abpfiff. André Avemann machte mit seinem neunten Tor aber alle Hoffnungen der Gastgeber zunichte.

Spielfilm: 3:7 (10.). 8:12 (20.), 13:16 (30.), 18:21 (40.), 24:25 (50.), 21:33 (60.).

TSG Oberursel: Geier, Michelson; Juli (10/5), Avemann (5), Wienand, Weiß, Walz (je 4), Günther (2), Jockel, Habdiabzic (je 1), Müllerleile, Ebel, Ilestro, Gogolin.

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