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Im Kinderland St. Ursula ist jetzt deutlich mehr Platz

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Von: Manuela Reimer

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Nach achtmonatiger Bauzeit sind die Erweiterungsarbeiten am Kinderland St. Ursula abgeschlossen. Die neuen Flächen schaffen in erster Linie bessere Arbeitsbedingungen für das Personal. Aber auch für Kinder und Eltern dürfen sich bald über langersehnte Veränderungen freuen.

Jeden, der in diesen Tagen bauen lässt, treffen die explodierenden Preise in der Branche besonders hart – so auch die katholische St.-Ursula-Gemeinde als Trägerin der Kita Kinderland St. Ursula an der Altkönigstraße. Dort sind die Erweiterungsarbeiten am Kindergartengebäude nach vierjähriger Planung, Sicherung der Finanzierung und acht Monaten tatsächlicher Bauzeit jetzt abgeschlossen. Mit den ursprünglich vorgesehenen 360 000 Euro wird man allerdings nicht hinkommen, wie Hans Jürgen Gorißen, der dem Verwaltungsrat von St. Ursula angehört, beim Ortstermin erklärt.

„Damit sind wir damals in den Ring gegangen“, so Gorißen; jetzt rechnet er mit einer Überschreitung in Höhe von zehn Prozent der veranschlagten Summe. 50 Prozent der gesamten Kosten übernimmt die Stadt Oberursel, die andere Hälfte finanzieren Bistum Limburg und Gemeinde gemeinsam.

Entstanden ist zum einen ein heller Anbau gegenüber dem Hortgebäude, der den großen Mehrzweckraum des Kindergartens, in dem die Mädchen und Jungen auch turnen, um rund 30 Quadratmeter erweitert. Außerdem wurden hohe Schiebetüren mit quadratischen Glasfenstern eingezogen, so dass Geräte und Spielsachen besser verstaut werden können.

Gleich nebenan ist das Büro der Einrichtungsleitung saniert und ein kleines Treppenhaus errichtet worden, das in den nigelnagelneuen Mitarbeiter-Trakt führt: Im Unterbau des in den 90er-Jahren niedergelegten alten Hortgebäudes, der bislang als überdachte Innenhof-Erweiterung diente, ist ein 25 Quadratmeter großer Besprechungsraum entstanden, der bis zu 18 Personen Platz bietet, quasi als Herzstück des neuen Personalbereichs. Dazu kommen mehrere kleinere Räume sowie eine Teeküche und sanitäre Anlagen. „Da wir den alten Unterbau genutzt haben, ist der Hof in seiner Charakteristik erhalten geblieben. Wir haben nicht viel an Freifläche verloren“, unterstreicht der Schmittener Architekt Marcus Hofmann.

„Adäquat gebaut“

„Das ist kein Luxus. Wir haben adäquat gebaut“, konstatiert indes Gorißen, der von wesentlichen Strukturverbesserungen für die zwölf Fachkräfte im Kindergarten spricht, die erzielt worden seien. Zusammen mit den Erziehern, die im Hort beschäftigt sind, sind es 20.

Der Kindergartenbau selbst stammt aus den 70er-Jahren. „Damals wurde ein Personalraum von zehn Quadratmetern vorgesehen – für die Teamgespräche mussten die Mitarbeiter sich bisher in den Gruppenräumen auf die Kinderstühlchen setzen. Von den Arbeitsbedingungen her war das zunehmend schwierig.“ Das kann Kinderland-Leiter Matthias Weber nur bestätigen, der lobt: „Das ist ein riesengroßer Gewinn im Vergleich zu vorher.“

Die Bautrupps hatten sich – im laufenden Betrieb – insgesamt 170 Quadratmeter Nutzfläche vorgenommen, die Hälfte davon ist neu entstanden, der Rest wurde saniert. „Gerade bei dem heutigen Arbeitsmarkt für Erzieher ist es wichtig, auch etwas fürs Personal zu tun. Und geht es dem Personal gut, dann geht es auch den Kindern gut“, weiß Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne), der sich zudem über das Bekenntnis zum Standort freut. In der Innenstadt deckt das Kinderland St. Ursula mit seinen 92 Kindergarten- und 50 Hortplätzen einen wesentlichen Teil des Betreuungsangebots ab.

Längere Öffnungszeiten

Und zum neuen Kindergartenjahr sollen auch für die Jungen und Mädchen beziehungsweise deren Eltern Verbesserungen umgesetzt werden, wie Kita-Chef Weber berichtet. Geplant ist zum einen, die Zahl der Ganztagsplätze um rund ein Dutzend auf 50 zu erhöhen, außerdem soll die Zahl der Essenskinder auf bis zu 83 steigen. „Die Nachfrage nach einem Platz bis 12 Uhr ohne Mittagessen geht heutzutage gegen null“, weiß Weber.

Zum anderen sollen die Öffnungszeiten verlängert und vereinheitlicht werden – danach fragten die Eltern immer wieder. Sowohl Hort als auch Kindergarten werden dann täglich erst um 16.45 Uhr schließen.

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