Knigge fürs Feld

Immer wieder klagen Oberursels Landwirte über massive wirtschaftliche Schäden durch Hundekot im Viehfutter.

Immer wieder klagen Oberursels Landwirte über massive wirtschaftliche Schäden durch Hundekot im Viehfutter. Der Kot mache das Heu ungenießbar, Pferde und Kühe verweigerten die Nahrungsaufnahme. Außerdem beinhalte er Krankheitserreger, die, in kleinsten Spuren aufgenommen, zu Fehlgeburten bei Kühen führen könnten, so die Landwirte.

Dies alles zwingt Landwirte, zusätzlich teures Futter zu kaufen. Stadt und Landwirte appellieren daher an Hundehalter, ihre Tiere vor allem von April bis Oktober von Acker- und Wiesenflächen fernzuhalten. Denn auch Feldhasen und Kaninchen sowie Bodenbrüter wie Feldlerche, Fasan und Rebhuhn werden durch freilaufende Hunde aufgeschreckt. Die Ordnungsbehörde der Stadt hat eine Liste mit Verhaltensregeln – auch für Spaziergänger – aufgestellt:

Betreten Sie keinen bestellten Acker.

Halten Sie sich von Schonungen und Pflanzgärten fern und klettern Sie nicht über Weidezäune.

Ernten Sie ohne Zustimmung der jeweiligen Eigentümer weder Obst noch Feldfrüchte.

Parken Sie im Zufahrtsbereich von Feldwegen so, dass Landwirte mit ihren Maschinen ungehindert vorbeifahren können.

Gewähren Sie dem landwirtschaftlichen Verkehr auf Feldwegen Vorrang.

Entfernen Sie die Hinterlassenschaften Ihres Hundes mit Hilfe von Plastiktüten und entsorgen Sie den verpackten Hundekot in Müllgefäßen.

Hinterlassen Sie Plastiktüten oder sonstigen Müll nicht auf Wegen, Feldern, Wiesen, Weiden, im Gebüsch oder sonst in der Feldgemarkung.

Die Oberurseler Ordnungspolizei plant hierzu Kontrollen.

(red)

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