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So macht der Karnevalszug in Oberursel sicher Spaß

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Wenn der Taunus-Karnevalszug durch Orschel zieht, dann sind die Straßenränder gesäumt mit großen und kleinen Narren. Dann wird gemeinsam geschunkelt und Kamelle gefangen. Welch eine enorme Logistik hinter der Veranstaltung steckt, ahnt kaum jemand.

Noch ist es die Ruhe vor dem Sturm. Oberursel bereitet sich auf den großen Taunus-Karnevalszug vor, der jedes Jahr vom Vereinsring organisiert wird. Das bedeutet aber nicht nur Einsatz und Organisation für die Mitglieder des Zug-Ausschusses, sondern auch Polizei, Technisches Hilfswerk (THW) und auch die Stadt müssen mit ins Boot geholt werden, damit das Narrenschiff sicher lossegeln kann.

„Es wird ähnliche Vorkehrungen geben wie im vergangenen Jahr“, kündigt der neue Zugmarschall Klaus Müller an. Nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 waren die Sicherheitsmaßnahmen für den Taunus-Karnevalszug verschärft worden. Das bedeutete weiträumige Absperrung der Innenstadt, Einfahrtstopps für Fahrzeuge, mobile Straßensperren und mehr Polizei. Weiter ins Detail wollen Müller und seine Mitstreiter nicht gehen, damit der Zug auch sicher bleibe, so ihre Argumentation.

Doch nicht nur das Thema Sicherheit ist den Organisatoren des Zuges wichtig, sondern auch die Einhaltung der Regeln, was zum Beispiel Lautstärke und manierliches Verhalten auf der Zugstrecke betrifft. „Wir haben für diese Kampagne drei Teilnehmer wegen Fehlverhaltens im vergangenen Jahr gesperrt“, berichtet Müller. Grund für den Ausschluss seien Verunreinigungen der Strecke gewesen. „Wenn aus einer Konfetti-Kanone geschossen wird, dann ist das okay, weil Papier schließlich verrottet. Nicht in Ordnung ist es aber, wenn Styropor-Kugeln oder Plastik als Wurfgeschosse eingesetzt werden“, betont Müller.

159 Gruppen und Wagen

Was erwartet die Narren in diesem Jahr beim Zug, der inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebt ist? Mit 159 Zugnummern ist er einer der größten in Hessen und nicht nur Prinz Karsten I. freut sich schon seit Wochen darauf, dass es endlich losgeht. Am Sonntag, 11. Februar, ist es um 14.11 Uhr so weit und der närrische Lindwurm wird sich mit all seinen Mottowagen, Fußgruppen und Musikzügen in Bewegung setzen.

Mehr Musikgruppen?

„Der Ruf des Zuges ist sehr gut, es gibt an dem Konzept also gar nichts umzustellen“, erklärt Müller, der das Amt des Zugmarschalls von Harry Hecker übernommen hat (siehe weiteren Text). Daher werden sich die Teilnehmer auch wie gewohnt in der Altkönigstraße in umgekehrter Reihenfolge aufstellen, so dass auch die Mitwirkenden alle Zugnummern einmal sehen können. Die Polizei fährt voran und der Motivwagen von Prinz Karsten I. sowie ein Fahrzeug des Verkehrsüberwachungsclub Oberursel beschließen den närrischen Lindwurm.

Es gibt aber auch Dinge, die der „Neue“ in Zukunft verändern möchte. „Mein Wunsch ist, zusätzliche Musikgruppen zu gewinnen“, sagt Müller. Grund dafür sei, dass diese Live-Musikgruppen für eine enorme Stimmung sorgten, wie es ein Motivwagen mit Beschallung nicht könne. „Das kommt auch bei jungen Zug-Besuchern gut an, hat aber den Nachteil, dass solche Gruppen Geld kosten“, erläutert der Zugmarschall. Daher möchte sich Müller mit seinem Team auf die Suche nach Sponsoren machen, die als Paten für diese Gruppen fungieren sollen.

Am Marktplatz geht’s los

Der Zugmarschall wird diesmal übrigens nicht mit einer eigenen Zugnummer vertreten sein. „Natürlich bin ich dabei, aber nicht als eigene Startnummer. Das ist mir nicht wichtig“, sagt Müller. „Man findet mich auf dem Elferratswagen des KV Frohsinn.“ Die Strecke verläuft wie üblich am Marktplatz entlang zur Eppsteiner Straße. Am Marktplatz steht auch wieder die Ehrentribüne. Freie Plätze werden dort ab 14 Uhr zum Preis von 5 Euro pro Person verkauft. Von der Eppsteiner zieht der Zug am Homm-Kreisel in den Holzweg. Weiter geht es durch Henchenstraße, Liebfrauenstraße und Adenauerallee. Dort biegen die Zugteilnehmer in die Aumühlenstraße ab, durchlaufen die Austraße und in der Oberhöchstadter Straße, etwa auf der Höhe der Polizeistation, löst sich der Zug auf.

Eine Jury wird die besten Wagen und Fußgruppen auszeichnen. Die Preise werden beim „Närrischen Treiben“, das gegen 16.30 Uhr in der Stadthalle beginnt, bekannt gegeben. Dort geht die Party nach dem Zug bei freiem Eintritt weiter.

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