Mit vereinten Kräften: Die Oberurselerinnen Jennifer Hügl (li.) und Michelle Okrusch (re.) bekommen Solingens Jessica Bregazzi in den Griff.
+
Mit vereinten Kräften: Die Oberurselerinnen Jennifer Hügl (li.) und Michelle Okrusch (re.) bekommen Solingens Jessica Bregazzi in den Griff.

Dritte Liga

Michelle Okrusch rettet den Punkt

  • vonEckhard Fiukowski
    schließen

6:10, später 16:19 – das Team von Alexandra Müller schafft am Samstag noch ein Remis. Und dennoch überwiegt die Enttäuschung – aus gutem Grund.

In der 3. Handball-Liga West hatten TSG Oberursels Damen bereits vor zwei Wochen ein überaus spannendes Match gegen Roude Leiw Bascharage knapp mit 27:26 gewonnen. Nun gab’s den nächsten Handball-Hitchcock beim 19:19 gegen den HSV Solingen-Gräfrath. Hinterher mussten die Gastgeberinnen allerdings von einem verschenkten Punkt sprechen: Nicht weniger als fünf Siebenmeter wurden in diesem neuerlichen Kellerderby vergeben.

Die Torausbeute ließ von Anfang an arg zu wünschen übrig: 6:8 hieß es nach 21 Minuten. Bis dahin waren bereits drei Siebenmeter versemmelt worden. Ballverluste führten gar zum 6:10, um die TSGO stand es schlecht. Aber die Schützlinge von Trainerin Alexandra Müller fingen sich, spielten zielstrebiger und schafften bis zur Pause den zum 11:11.

Steitz erneut sehr stark

Nach dem Wechsel blieb die Partie weiter hart umkämpft. Man spürte es – der Aufsteiger wollte unbedingt punkten. Zwischen der 40. und 52. Minute gelangen jedoch nur drei Treffer, es wurde nun so richtig spannend. Dank Torfrau Annika Steitz und einer insgesamt starken Abwehr stellten die TSGO-Damen in der Schlussphase die Weichen, dass es noch zu einem Teilerfolg reichte. In den letzten acht Minuten wurde kein einziger Treffer zugelassen. Zugleich bliesen die Gastgeberinnen zur Aufholjagd. Jennifer Hügl verkürzte auf 17:19, Jana Sellner traf zum 18:19 und Michelle Okrusch zum 19:19. Noch 150 Sekunden waren zu spielen. Beide Teams nahmen noch eine Auszeit, aber ein weiteres Tor wollte weder hüben noch drüben fallen.

Nach der Partie machte sich bei den Spielerinnen der TSGO merkliche Enttäuschung breit. „Das kann doch nicht wahr sein“, sagte beispielsweise Michelle Okrusch direkt nach dem 19:19-Endstand, begleitet von einer bitteren Miene. Zufrieden war auch Oberursels Trainerin Alexandra Müller nicht, wenn sie auch positive Aspekte aus der Partie mitnehmen konnte: „Mir hat gefallen, dass wir in den letzten acht Minuten kein Tor zugelassen haben und die Abwehr wesentlich besser war, als noch im vorangegangenen Spiel. Der eine Punkt hilft uns leider nicht wirklich weiter.“ Eine überragende Leistung attestierte Müller einmal mehr ihrer Torfrau Annika Steitz.

Der Spielfilm: 3:4 (10.), 6:8 (21.), 6:10 (25.), 11:11 (30.), 13:13 (42.), 15:18 (49.), 16:19 (52.), 19:19 (60.). – TSG Oberursel: Steitz, Petri; Nadine Okrusch (6), Sellner (5/3), Michelle Okrusch (4), Kürten, von der Wehl, Giebe, Hügl (je 1), Müller, Pierags.

Das nächste Spiel: TV Aldekerk – TSG Oberursel (4. März, 19.30 Uhr).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare