Mission erfüllt: Bundeswehr rückt ab

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„Flüchtlingskommando angetreten“, erschallt es auf dem Außengelände der Sporthallen der Erich-Kästner-Schule. Es ist das letzte Mal, dass die Soldaten hier Aufstellung nehmen – denn ihr Einsatz im Taunus ist jetzt beendet.

„Flüchtlingskommando angetreten“, erschallt es auf dem Außengelände der Sporthallen der Erich-Kästner-Schule. Es ist das letzte Mal, dass die Soldaten hier Aufstellung nehmen – denn ihr Einsatz im Taunus ist jetzt beendet.

Wie berichtet, hatte die Bundeswehr bei Aufbau und Betrieb der Flüchtlingsnotunterkünfte in Bad Homburg und Oberursel geholfen. Sie hätten „eine ordentliche Arbeit geleistet“, sagte Dirk Uhlig, Oberstleutnant der Reserve, zu den Soldaten. Er ist Leiter des Kreisverbindungskommandos Hochtaunus, das als Bindeglied zwischen der Bundeswehr und dem Hochtaunuskreis fungierte.

Die „sehr gute Arbeit“ und die „sensationelle Einstellung“ der Soldaten lobten gestern bei deren Verabschiedung auch Landrat Ulrich Krebs (CDU) und Kreisbrandinspektor Carsten Lauer. Auf sie sei stets Verlass gewesen.

„Kommt immer gesund von Euren Einsätzen wieder und behaltet uns in guter Erinnerung“, sagte Lauer. Und Krebs betonte, die Bundeswehr hätte ein gutes Bild des Bürgers in Uniform abgegeben. Das sagte er vor dem Hintergrund, dass viele Flüchtlinge in ihrem Heimatland negative Erfahrungen mit Uniformierten gemacht hatten.

Die Soldaten seien daher zurückhaltend aufgetreten, sagte Uhlig im TZ-Gespräch. „Locker und natürlich, aber mit deutlicher Ansage“, ergänzte sein Stellvertreter Onno Onneken. Beide zogen ein positives Fazit des Bundeswehreinsatzes im Taunus.

Insgesamt seien seit Anfang Oktober im Taunus etwa 400 Soldaten im Einsatz gewesen, schätzte Uhlig. Zu Spitzenzeiten waren es laut Hochtaunuskreis 36, darunter auch Frauen. Sie sind Sanitätskräfte der Bundeswehrstandorte Rennerod und Pfungstadt beziehungsweise gehören zu den Pionierbataillonen Holzminden und Minden. So verabschiedeten sich die Soldaten denn auch standesgemäß mit dem Schlachtruf der Pioniere, der da lautet: „Anker wirf!“

(she)

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