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Noch verkehrt die U 3 am Oberurseler Bahnhof. Doch in den kommenden Wochen, wenn rund um den Bahnhof die Gleise erneuert werden, wird der Bahnhof nur noch von Bussen angefahren, die als Schienenersatzverkehr dienen.

Schienenersatzverkehr

Am Montag beginnen die Gleisarbeiten an der U3

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Bus statt Bahn, oder aufs Fahrrad umsteigen: Für 14 Tage im August müssen die Fahrgäste der U 3 auf ihr Beförderungsmittel verzichten. Am kommenden Montag beginnt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt mit den Gleisarbeiten.

Gewaltige Maschinen werden in Stellung gebracht, wenn die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) Mitte August 600 Meter Gleise und zwei Weichen rund um den Oberurseler Bahnhof erneuert. Mehr als 1600 Holzschwellen müssen ausgebaut und mit 160 Tonnen Schienen sowie 7000 Tonnen Boden und Schotter entsorgt werden. Eine gleiche Zahl an Betonschwellen und auch Boden und Schotter werden wieder eingebaut, berichtete VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer bei einer „rollenden Pressekonferenz“ in einem Sonderzug auf der Fahrt vom Bahnhof zur Hohemark.

Eine Woche nach Schulbeginn, am kommenden Montag, 2 Uhr, wird der Betrieb der U 3 zwischen den Haltestellen Weißkirchen und Hohemark bis Donnerstag, 23. August, unterbrochen. Die U 3 fährt dann zwischen dem Südbahnhof und Weißkirchen-Ost. Zwischen Weißkirchen-Ost und der Hohemark wird ein Ersatzverkehr mit Gelenkbussen eingerichtet. Während des Bauabschnitts von Donnerstag, 23. August, 6 Uhr, bis Sonntag, 26. August, wird die U 3 eingestellt und der Takt auf der U 8 verdichtet. Die Linie ist mit Drei-Wagen-Zügen unterwegs. Die Kapazität der Linie U 9 wird erhöht.

Die VGF setzt Busse ein, die zwischen dem Uni-Campus Riedberg, Weißkirchen und der Hohemark verkehren und alle Haltestellen der U 3 in diesem Bereich bedienen. In diesem zweiten Bauabschnitt arbeitet die VGF an den Gleisen zwischen Niederursel und dem Oberurseler Bahnhof.

Warum die Gleisarbeiten nicht in die Ferien gelegt wurden, erläuterte Rüffer. „Wir müssen auf andere Gleismaßnahmen Rücksicht nehmen und haben diese Termine gewählt, damit wir verschiedene Maßnahmen bündeln können.“

Dass während der beiden Bauphasen Bahnen durch Busse ersetzt werden, nutzt die Verkehrsgesellschaft, um in anderen Gleisbereichen Reparaturen vorzunehmen. So werden in der ersten Bauphase die Überwege „Philipp-Reis-Straße“ und „Freiherr-vom-Stein-Straße saniert. Zudem wird in Niederursel eine Überfahrt im Oberurseler Weg erneuert. In einer zweiten Bauphase zwischen dem 8. und 26. November werden zwischen Niederursel und Bommersheim etwa 1200 Meter Schiene und 300 Schwellen gewechselt und sechs Kilometer Gleisbett gestopft.

Für viele der 1500 Schüler des Gymnasiums Oberursel, darunter 237 Fünftklässer wäre es sinnvoll, in der U-Bahn-losen Zeit aufs Fahrrad umzusteigen und am Projekt Schulradeln teilzunehmen, meinte Schulleiter Volker Räuber. 30 Mentoren stehen an verschiedenen Treffpunkten bereit, sieben Routen für Fahrradgruppen werden angeboten. „Schön wäre es, wenn mehr Fahrradständer im Schulbereich angeschafft würden“, nutzte Schulelternbeiratsvorsitzender Klaus Winkler die Gelegenheit für einen Appell. Ein neuralgischer Punkt sei der U-Bahn-Halt Stadtmitte, weil dort U-Bahn, Fahrräder, Autos und Fußgänger zusammenkommen.

„Ein schwierige Knotenpunkt“, räumte Räuber ein. Es gebe aber eine Zusage der Stadt, während der Gleisarbeiten die Ampelschaltung hier so zu verändern, dass die Verkehrsproblematik entschärft werde.

Die Bauarbeiten der VGF haben natürlich auch Auswirkungen auf den Autoverkehr rund um den Oberurseler Bahnhof. So sind die Überfahrten Adenauerallee/Frankfurter Landstraße und Feldbergstraße/Platz des 17. Juni gesperrt. Der Park-and-Ride-Platz am Oberurseler Bahnhof ist während der Gleisbauarbeiten nutzbar. Die Zu- und Abfahrt ist über das ehemalige Raab-Karcher-Gelände von der Nassauer Straße aus möglich.

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