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Die alte BSO-Halle soll abgerissen werden.

Betriebshofgelände

Müllabladen soll ohne Rückstau verlaufen

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Nach langer Planung ist nun der Bebauungsplan-Vorentwurf für das Betriebshofgelände fertig. Der Wertstoffhof ist mit eingeplant, obwohl hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Grünschnitt, Bauschutt, Sperrmüll, Kartonagen – bis zu 6000 Tonnen Abfälle pro Jahr fahren die Oberurseler zum Betriebshof. Samstags kommt es da schon mal zu Stau in der Oberurseler Straße. Doch künftig soll sich der Betrieb auf dem Gelände entzerren, denn der Hof soll umgebaut werden.

Anlass war die große Werkshalle, die nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards entspricht. An ihrer Stelle sieht die Planung einen U-förmigen Neubaukomplex für den Eigenbetrieb Bau und Service Oberursel (BSO) vor. Per Machbarkeitsstudie wurde untersucht, welchen Platz der BSO braucht – unter andrem für seine diversen Fahrzeuge – und wie die Abläufe auf dem drei Hektar großen Areal optimiert werden können.

Auch der Recyclinghof wurde in die Planungen mit aufgenommen, da noch keine Entscheidung gefallen ist, ob es einen gemeinsamen Wertstoffhof mit und in Bad Homburg gibt – im Gespräch war zuletzt eine Fläche an der Zeppelinstraße. „Das wäre uns lieber“, erklärte Bürgermeister Hans-Georg Bum (SPD). Bis zur Sommerpause soll die Frage entschieden sein.

Sollte der Wertstoffhof aber in Oberursel bleiben, sind auf dem BSO-Gelände diverse hintereinanderstehende Container zur Entsorgung vorgesehen, an denen die Bürger entlangfahren können. „Und eine Rampe, auf der bis zu drei Autos gleichzeitig fahren können“, ergänzte Arnold Richter, Leiter der Stadtplanung. So werde ein Rückstau auf die Straße vermieden.

Die Stadtverordnetenversammlung soll am 22. März über die Einleitung des Verfahrens entscheiden; der Bau- und Umweltausschuss hat am Mittwochabend bereits einstimmig dafür gestimmt. Wie teuer der Umbau wird, ist noch ungewiss.

Auf demselben Gelände, zur Gablonzer Straße hin, befinden sich auch fünf Trinkwasserbrunnen und ein Wassertiefbehälter – die Riedwiese ist eine wichtige Grundwasserentnahmestelle für die Stadt. Sie sei mit dem Wertstoffhof vereinbar, so Brum; das Areal sei groß genug. Anfang 2019 könnte der B-Plan beschlossen werden. In der Bauphase soll der BSO (ohne Wertstoffhof) aufs Raab-Karcher-Gelände ziehen.

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