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Die jungen Musicaldarsteller der Academy of Stage Arts begeisrteten mit Ausschnitten aus ?Les Misérables? und ?Tanz der Vampire?.

Wie Musik verbindet

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Dass Hits und Hilfe so nahe beieinander liegen können, zeigte jetzt die Benefiz-Gala des Internationalen Vereins Windrose in der Stadthalle. Hier wurden Leute, die hinter den Horizont sowie über den Tellerrand hinausblicken, bestens von Orscheler Künstlern unterhalten und von Mitgliedern der Flüchtlingsfamilienhilfe über deren Arbeit informiert. Sowohl Eintrittsgelder als auch Spenden fließen in die Integrationsarbeit.

„Hinterm Horizont geht’s weiter“ – so lautete das Motto der Benefiz Gala des Internationalen Vereins Windrose zugunsten der Flüchtlingsfamilienhilfe. Und nicht nur Udo Lindenberg hat sich etwas bei dieser Zeile, die er einst für das gleichnamige Lied schrieb, gedacht. Vereinschef Reinhard Dunger, der die Gala mit Orscheler Künstlern mit konzipiert hat, verbindet damit: über den Tellerrand schauen. Darum gehe es schließlich bei der Arbeit der Flüchtlingsfamilienhilfe.

Denn nur wenn die Kinder der Flüchtlinge in Kitas, Schulen und Vereinen untergebracht werden können, wenn ihnen das Land, die Kultur sowie die Sprache des Landes, in dem sie jetzt leben, nahegebracht wird, wenn ihre Mütter sich bei Treffen und Kursen weiterbilden können, findet Integration wirklich statt. Nur dann kann eine „Win-Win-Situation“ entstehen, ein Zusammenleben von dem alle profitieren. Dies zu erreichen hat sich die im Internationalen Verein Windrose eingegliederte Flüchtlingsfamilienhilfe auf die Fahne geschrieben.

Den Einspielern auf der großen Leinwand der Bühne nach zu urteilen, gelingt dies immer besser.

Engagierte Helfer

kümmern sich um Kinder von Flüchtlingsfamilien, damit die Eltern auf Jobsuche oder zum Arbeiten gehen können. Kirchenmitglieder betreuen Kleinkinder, damit die Mütter Deutsch lernen können.

Das gefällt auch HR-Moderator Tim Frühling und seiner Assistentin, der Oberurseler Schlagersängerin Sabrina Klüber. Die beiden führen flott durch das vielseitige Programm, das 300 Zuschauer in der festlich eingedeckten Stadthalle verfolgen. Klüber singt sogar zwei selbst geschriebene Lieder. Ihre Eltern treten mit der vom Brunnenfest bekannten Gruppe „White Room“ auf, die sich Rockklassikern verschrieben hat – von Suzi Quatro bis Deep Purple. Junge Musicaldarsteller der Oberurseler Academy of Stage Arts, unter ihnen Anjuschka Uher, die bereits bei Produktionen weit über die Brunnenstadt hinaus mitwirkte, begeistern mit Ausschnitten aus „Les Misérables“ und „Tanz der Vampire“.

Das Thema Integration spielt ebenfalls im Programm eine wichtige Rolle: Amir, ein junger Künstler aus Afghanistan, stellt eigene Kompositionen vor und „springt“ schließlich noch mit der Gruppe Julam ein.

Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), Schirmherr der Gala, sagt es deutlich: „Wir in Oberursel wollen weltoffen und tolerant sein!“ So sehen es auch die Gäste der Veranstaltung, die Freundinnen Sigrid Kobliczek (73) und Julia Kessler (19). Sie finden, Integrationsarbeit sei wichtig, und bei der Windrose wisse man, dass das Geld sinnvoll eingesetzt werde.

Tickets für die gelungene Benefiz-Veranstaltung kosteten im Vorverkauf 25 und an der Abendkasse 28 Euro. Hinzu kamen etliche Spenden. Jetzt gilt es nur noch auszurechnen, wieviel insgesamt für die Flüchtlingsfamilienhilfe zusammenkam. Die TZ wird berichten.

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