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Nadine I. erfüllt sich ihren Traum

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Von: Manuela Reimer

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Da floss auch mal ein Tränchen, als Brunnenkönigin Christina II. und ihr Brunnenmeister Jürgen verabschiedet wurden.
Da floss auch mal ein Tränchen, als Brunnenkönigin Christina II. und ihr Brunnenmeister Jürgen verabschiedet wurden. © Jochen Reichwein

Oberursel hat seit Samstagabend eine neue Regentin: Brunnenkönigin Nadine I., die nun ein Jahr lang mit ihrem Brunnenmeister und Ehemann Christian Peter die Stadt und deren Vereine repräsentiert.

Fußball und der Eurovision Song Contest (ESC): Das sind die zwei großen Leidenschaften der neuen Brunnenkönigin Nadine I., mit bürgerlichem Namen Nadine Peter (TZ berichtete), wie der Radio- und Fernsehmoderator Tim Frühling verriet, der durch die Inthronisation am Samstag führte.

Kein Wunder also, dass in der ausverkauften Stadthalle nach der Begrüßung durch Vereinsringschef Rolf Steinhagen erst mal ein ganz besonderer Song auf dem Programm stand: Sängerin Anjuschka Uher, die zusammen mit der Band „Natürlich 3“ und dem Musikzug der Stierstädter Wehr für die musikalische Umrahmung sorgte, bot „Euphoria“ dar, den schwedischen Sieger-Titel des ESC 2012. Und weitere magische Momente sollten folgen, hatte doch die 38. Inthronisation das Motto „Magic Moments“.

Eine solche Veranstaltung bedeutet immer auch die Verabschiedung der Vorgängerin – und Nadine hat sogar zwei, nicht nur Christina II., sondern auch Bettina I. Als wohlgeformte, nicht mehr ganz taufrische Brunnenqueen hatte Betty Marris die Fastnachtsfans erheitert.

Show der Ballkünstler

Für Lacher sorgte auch der Club Geselligkeit Humor Weißkirchen. Dessen „Swinging Mothers“ gaben betagte Kassenpatientinnen. Auch Thomas Poppitz als plaudernder Froschkönig war erneut mit von der Partie, außerdem durften eine Ballkünstler-Show für die neue Brunnenkönigin nicht fehlen und die BCV-Maxis mit „It’s Magic“.

Mindestens ebenso emotional wie bei Bettina verlief die Exthronisation von Christina II. Der Musikzug der Stierstädter Wehr läutete den Einzug der scheidenden Hoheit samt Brunnenmeister Jürgen Aumüller, einer Reihe von Ex- und Jubiläumsköniginnen ein. „377 Tage, gut 150 tolle Termine – das war eine wunderschöne Zeit“, sagte Christina in ihrer Abschlussrede, zu deren Ende die Tränen kullerten.

„Brunnenkönigin zu sein, ist ein unbeschreibliches Gefühl“, erinnerte sie an Höhepunkte ihrer Amtszeit wie den Besuch bei der österreichischen Partnerwehr der Stierstädter Brandbekämpfer und natürlich das Brunnenfest. „Die Vereinsleistung dort ist unvorstellbar“, würdigte auch Jürgen. Der sie, wie sie selbst sagte, „nicht so schnell los“ wird, heiratet sie doch in wenigen Monaten dessen Sohn Sascha.

„Es war ein tolles Jahr mit euch“, dankte Rolf Steinhagen, bevor Krone, Zepter und Schürze zurück auf roten Samt wanderten. Wo sie nicht lang blieben, zogen doch nun eine aufgeregte Nadine in ihrer wunderschönen lilafarbenen Robe und ihr künftiger Brunnenmeister, Ehemann Christian, in den Saal ein.

„Schon als Kind habe ich davon geträumt, Brunnenkönigin zu sein“, schwärmte Nadine I., nachdem Christina ihr das Krönchen ins Haar gesteckt hatte. Dass es 2016 klappt, freut die Wirtschaftsjournalistin und ehemalige TZ-Mitarbeiterin besonders, war doch ihr Großvater vor genau 40 Jahren Orscheler Fastnachtsprinz. Ihm hat sie auch ihre Leidenschaft Eintracht zu verdanken, verriet die 25-Jährige.

„Ihr habt euch beide schon oft für Oberursel ins Zeug gelegt und bringt beste Voraussetzungen mit für eine Regentschaft, die genauso erfolgreich wird wie die letzte“, lobte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). Nadine I. und Christian Peter, 33 Jahre alter Bankkaufmann und 2011 männlicher Part des Hessentagspaars, sind jetzt „auf viele schöne Momente gespannt“, vor allem beim Brunnenfest vom 20. bis 23. Mai, zu dem die neue Brunnenkönigin schon mal alle Anwesenden – auch die vielen anderen regionalen Hoheiten – einlud.

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