Freundinnen seit ihren Kindertagen: Marliina (li.) und Maja.
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Freundinnen seit ihren Kindertagen: Marliina (li.) und Maja.

Multitalent

Neue Single aus Oberursel

Die Sängerin "Marliina" alias Marleen Hornung ist weiterhin kreativ. "Dreamer" heißt ihre Single, die an diesem Freitag erscheint.

Oberursel -Sie ist wieder da und mitgebracht hat sie die dritte Single aus ihrem Soloalbum "From Another World". "In diesem Song geht es ums Aufwachen. Es ist eine persönliche Geschichte", versucht Sängerin "Marliina" ihre Pop-Ballade "Dreamer" zu beschreiben.

Die Single, die ab Freitag, 9. Juli, bei den Streaming-Diensten heruntergeladen werden kann, bedeutet für die Oberurselerin, die bürgerlich Marleen Hornung heißt, auch so etwas wie eine Begegnung mit der eigenen Kindheit. "Meine beste Freundin Maja, die ich seit dem Kindergarten kenne, singt bei ,Dreamer' die Zweitstimme", verrät Hornung, deren Fangemeinde in den sozialen Netzwerken ständig wächst. "Maja hat mich schon so lange begleitet, ich wollte sie dabeihaben", so Marleen, die ihre Freundin mit diesem Wunsch anfangs etwas überwältigt hat.

Doch schnell wich die Überraschung der Zuversicht, dass man das zusammen schon hinbekomme. Auch die Fotoaufnahmen in der freien Natur, die wiederum die Freundin Elmas Bagci machte, entpuppten sich als Herausforderung. "Wir waren fünf Stunden leicht bekleidet draußen bei sechs Grad", berichtet Marleen, der auch im Laufe der Produktion so einiges klar geworden ist. Ihr eigenes Leben weise stets Parallelen zu ihren Songs auf. "Ich weiß zwar nicht, wie es weitergehen wird, aber Hauptsache, es geht weiter", so ihre Devise, die ihre Fans inspiriert. Auf das Erscheinen ihrer ersten Single "Farewell" vor kurzem habe sie ein unglaublich tolles Feedback erhalten, so die 24-Jährige. Viele Menschen hätten ihr geschrieben, sie würden ihren Song im Auto mitsingen oder etwa beim Motorradfahren hören.

Immer mehr

künstlerische Facetten

Marliina wäre aber nicht die multitalentierte Künstlerin, die sie ist, wenn sie nicht rund um ihre Musik noch mehr Facetten von sich offenbaren würde. So forderte sie ihre Fangemeinde "Marliinasmusic" auf Instagram dazu auf, sich an einer virtuellen Kunstausstellung rund um "Farewell" zu beteiligen.

Jetzt steht aber erst mal die neue Single "Dreamer" im Fokus. Vor der eigentlichen Aufnahme gab es eine Online-Gesangs-Session mit der in Bad Wildungen lebenden Maja. Dabei arbeitete Marliina, die eine Ausbildung in Rock-Pop-Gesang an der Musikschule Dinkelsbühl vorweisen kann, mit drei Optionstönen. "Sie geben der Musik eine schöne Farbe", erklärt die Synästhetin, deren Gehirn bestimmte Sinnesreize sofort in Farben überträgt. Einen Major-Sieben-Akkord verbindet sie mit einem pfirsichfarbenen, gleißenden Licht. "Dreamer" habe sie eigentlich bereits vor drei Jahren geschrieben, sagt Marleen, die ein Faible für den Pagan-Gothic-Stil hat. Von der Harmonie her weise der neue Song Einflüsse aus der Film-Musik auf, findet das Multitalent. Die Produktion könne mit einem Flickenteppich verglichen werden. Das Playback sei teils im Tonstudio aufgenommen worden und teils in ihrem eigenen Zimmer, das sie liebevoll "Wandschrank Records" nennt, da hier ihr Klavier steht.

Performance

unter Wasser

Marliina ist ihren eigenen Projekten stets voraus. Vielleicht macht das auch das Geheimnis ihres Erfolges aus. Gerade erst hat sie eine Unterwasser-Video-Produktion für die erste Single "Moody" aus ihrem Album abgedreht, das am 24. September erscheinen soll. Gefilmt wurde zwei Tage lang in einem Schwimmbad, das kurz vor dem Abriss stand. Zehn Stunden verbrachte die Künstlerin in dreieinhalb Metern Tiefe und das in einem selbst genähten Kostüm, am Klavier sitzend. Neben einer Geige wurden viele weitere Requisiten auf den Schwimmbad-Beckenboden versenkt. Vorher mussten ein Filmteam und eine Visagistin an Bord geholt werden. Für die technische Seite waren, wie bereits bei früheren Produktionen, die "Lichtschreiber" zuständig, die den Video-Dreh sogar gesponsert haben. Das sei gar nicht so einfach gewesen, am Klavier unter Wasser zu sitzen. Sie habe ihren Fuß am Klavierpedal verankert, um nicht an die Wasseroberfläche gezogen zu werden, so Marliina.

Während des Drehs war sie stets von Tauchern umgeben, die ihr auf ihr Zeichen hin Sauerstoff verabreichten. Auch Freund Sebastian Laue. "Er musste mir unter Wasser den Takt angeben", sagt Marleen, die sich schon Anfang August einen weiteren Traum erfüllen wird: "Ich fahre mit den ,Lichtschreibern' nach Dänemark für eine weitere Produktion", verrät sie. In Kürze möchte Marliina noch ein Crowdfunding einrichten, um die Arbeit der "Lichtschreiber" gebührend honorieren zu können. Jetzt geht es aber erstmal nach Frankfurt. Hier soll die neue Website vorgestellt werden. Alles ist weiter im Fluss. Elena Schemuth

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