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Oberursel: Babytipps im „Café Frühe Hilfen“

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Von: Christiane Paiement-Gensrich

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Jedes Babyverändert den Alltag einer jungen Familie.
Jedes Babyverändert den Alltag einer jungen Familie. © picture alliance/dpa

Eine Anlaufstelle für junge Eltern ist in der Strackgasse als Projekt für ein Jahr geplant.

Oberursel -Das Baby ist da, und die frisch gebackenen Eltern haben plötzlich viele Fragen. Künftig soll das „Café Frühe Hilfen“ im neuen Kulturcafé in der Strackgasse 6 - das ehemalige Alberti-Gebäude - einmal in der Woche Anlaufstelle für junge Familien sein. Dort soll es Still- und Ernährungsberatung geben, außerdem Informationen zu Babypflege und Babymassage, Beratung bei Ein- und Durchschlafstörungen und Tipps zu Hilfs-, Unterstützungs- und Kursangeboten. Außerdem Hilfe beim Stellen von Anträgen. Zudem können bei Bedarf individuelle Beratungstermine vereinbart werden. Der entsprechende Vorschlag der Verwaltung lag jetzt dem Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss zur Kenntnisnahme vor.

Zwei Stellen nicht mehr besetzt

Das neue Angebot soll in die Aufgaben der Elternberatung Oberursel hineinwachsen. Denn die beiden Stellen im Rathaus mit insgesamt 38 Fachkraftstunden werden nach Rentenbeginn der Mitarbeiterinnen nicht mehr besetzt. Eine Fachkraft ist bereits ausgeschieden, die andere wird im ersten Quartal 2023 in Rente gehen.

Was im „Café Frühe Hilfen“ nicht geleistet werden kann, soll vom „Netzwerk Frühe Hilfen“ aufgefangen werden, das seit mehr als zehn Jahren in der Stadt aufgebaut wird und Familien schnell und unbürokratisch helfen kann. Dazu gehören der Familientreff Oberursel mit Säuglingspflege, Babymassage und Ernährungsberatung, Pro Familia bei Fragen zu Verhütung und Schwangerschaft, Frühe Hilfen Hochtaunus für die Hebammen-Suche und Schreibaby-Sprechstunde, der Verein Ganz Familienhilfe für die ambulante Hilfe bei Erkrankung oder Schwangerschaft sowie die Klinik Hohe Mark für die stationäre Behandlung psychisch kranker Mütter zusammen mit ihren Babys. Erweitert werden soll das „Café Babybauch“. Im Kinder- und Familienzentrum (Kifaz) Rosengärtchen gibt es dazu derzeit zwei Veranstaltungen pro Jahr. Angeboten werden dort Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse sowie Hilfe beim Einfinden in die neue Lebenssituation. Hinzu kommen Fragen zu Babyausstattung, Ernährung und der Kontakt zu anderen jungen Familien. Einige Veranstaltungen könnten künftig im Seniorentreff Mitte und in der Kita Schatzinsel stattfinden. Bei der Stadt Oberursel vorhandene Angebote sind zudem die Beratung zu Elterngeld und Elternzeit des Allgemeinen sozialen Dienstes, die Beratung bei häuslicher Gewalt durch die Gleichstellungsbeauftragte, die Hilfe bei der Betreuungsplatz-Suche durch die Fachstelle Kinderbetreuung „Little Bird“ sowie die Beratung zu Elternkompetenzen durch das Kinderbüro.

Zu den frühen Hilfen Oberursel gehören bereits jetzt der ehrenamtliche Begrüßungsbesuch bei Eltern von Neugeborenen mit Begrüßungsgeschenk, der Einsatz von Familienpaten, die zeitweise bei der Bewältigung des Alltags unterstützen können, die Hebammensprechstunde und der „Dorfspaziergang“ für junge Familien. Letzteres Angebot soll auf alle Stadtteile ausgeweitet werden.

Unterstützung dank Sponsoren

Für das neue „Café Frühe Hilfen“ werden pro Jahr rund 4000 Euro an Sachmitteln benötigt, hat die Stadt ausgerechnet. Für den Haushalt 2023 wurden dafür aber keine Haushaltsmittel beantragt. „Die ,Frühen Hilfen‘ werden von Anfang an von verschiedenen Sponsoren tatkräftig unterstützt, so dass die Kosten für das erste Jahr durch Spendengelder finanziert werden können“, schreibt Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne). Das Angebot solle als Projekt für ein Jahr an den Start gehen. Nach einem halben Jahr solle evaluiert werden, wie das Angebot angenommen und genutzt werde. Danach könne entschieden werden, ob es im Jahr 2024 weitergeführt werden solle. Entsprechende Gelder könnten, sofern erforderlich, dann bei den Haushaltsberatung vom Jahr 2024 an zur Verfügung gestellt werden.

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