Die Baugrube ist bereits ausgehoben, die Hochbauarbeiten können beginnen.
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Die Baugrube ist bereits ausgehoben, die Hochbauarbeiten können beginnen.

Großprojekt nimmt Fahrt auf

Oberursel: Baustart für "Townus"-Komplex

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Investor gewinnt Fitnessstudio-Kette als erste Mieterin für den Gebäudekomplex an der Frankfurter Landstraße in Oberursel. Damit nimmt ein Projekt Fahrt auf, das noch weitere Unternehmen nach Oberursel locken soll.

Oberursel -Der Immobilienentwickler Benchmark Real Estate hat die Fitnessstudiokette "Fitseveneleven" als erste Mieterin für den Bürokomplex "Townus" auf dem Areal des ehemaligen MKW-Umspannwerks in Bommersheim gewinnen können. Das wird nun auch der Startschuss für den Baubeginn sein. "Wir treffen derzeit alle Vorbereitungen für die Hochbauarbeiten und sind zuversichtlich im Sommer dieses Jahres starten zu können", erklärt Unternehmenssprecher Daniel Gabel.

An "Fitseveneleven" würden rund 2000 Quadratmeter Fläche der künftigen Büroimmobilie langfristig vermietet, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Fitnesskette betreibt 26 Studios in der Rhein-Main-Region und wird dann auch erstmals in Oberursel vertreten sein. Der Einzug werde voraussichtlich zum Jahreswechsel 2022/2023 erfolgen. Das entspricht der Bauzeit von etwa anderthalb Jahren.

Weitere konkrete Gespräche mit Interessenten für die Büroflächen seien im Gange, mit welchen, werde aber noch nicht verraten. "Zu potenziellen weiteren Mietern können wir aufgrund der laufenden Gespräche noch keine Angaben machen", erklärt Gabel.

"Prominente Namen" im Gespräch

Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) berichtet, dass "prominente Namen" im Gespräch seien, will aber auch nichts weiter verraten. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Oberursel sei stets eingebunden und habe immer wieder Namen potenzieller Interessenten an Benchmark weitergereicht. "Die Immobilie muss ja auch passen. Manche Unternehmen wollen auch ein eigenes, abgetrenntes Gebäude." Auch der Immobilienmarkt habe durch die Corona-Krise einen deutlichen Dämpfer bekommen, sagt Brum, er ist aber optimistisch: "Das wird bestimmt eine ganz gute Sache. Die Investition von gut 40 Millionen Euro ist nicht zu verachten."

Insgesamt entstehen im Townus an der Frankfurter Landstraße 66 rund 13 000 Quadratmeter Mietfläche, die flexibel in Einheiten ab 360 Quadratmeter unterteilt werden könnten, heißt es von Benchmark. Das Gebäude werde mit modernster technischer Infrastruktur ausgestattet sein. Bereits seit der Planungsphase werde die zu verbauende Kommunikationstechnik auf ihre Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit hin überprüft.

Götz U. Hufenbach, geschäftsführender Benchmark-Gesellschafter: "Der Mietvertrag mit einem etablierten und stark wachsenden Fitnessstudiobetreiber ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt. Der Vermietungsmarkt hat im Zuge der Corona-Pandemie eine spürbare Delle und Verlangsamung erfahren. Aktuell zieht die Nachfrage jedoch wieder an und wir führen konkrete Gespräche mit weiteren potenziellen Nutzern."

Laut "Fitseveneleven"-Gründer Markus Fritz kann die Kette mit dem neuen Standort Oberursel eine Lücke zwischen Main-Taunus, Hochtaunus und dem Frankfurter Raum schließen. "Das enge Netzwerk der Clubs gehört zu unserem Kernkonzept und bietet unseren Mitgliedern einen besonderen Vorteil. Dabei setzen wir auf moderne Flächen mit guter Anbindung und Infrastruktur."

Das Townus profitiere von seiner guten Verkehrsanbindung an Frankfurt, heißt es in der Mitteilung: Über die Frankfurter Landstraße in Richtung Innenstadt und zur Autobahn. Zudem gebe es direkt vor der Haustür die U-Bahn-Haltestelle Bommersheim und die nur wenige Gehminuten entfernte S-Bahn-Station Oberursel-Stierstadt. Die Benchmark Real Estate GmbH konzipiert, plant, baut und vermarktet Immobilienprojekte mit dem Schwerpunkt auf Büro-, Hotel- und Wohnimmobilien.

Sie hat Standorte in Frankfurt, Duisburg, Berlin und Monheim. von Jochen Dietz

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