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Oberursel: Ein nasser Frühjahrsgruß

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Von: Esther Fuchs

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Bürgermeisterin Antje Runge, Brunnenkönigin Verena I. und Brunnenmeister Andreas am Sankt Ursula-Brunnen.
Bürgermeisterin Antje Runge, Brunnenkönigin Verena I. und Brunnenmeister Andreas am Sankt Ursula-Brunnen. © efx

Die amtierende Brunnenkönigin Verena I. und Bürgermeisterin Antje Runge eröffnen die Sprudelsaison. Ein beliebtes Fest soll nach der Corona-Zwangspause zurückkehren.

Oberursel - "Wollen wir gemeinsam runterzählen?", fragt eine gut gelaunte Bürgermeisterin am Dienstagnachmittag alle, die um den St. Ursula-Brunnen auf dem historischen Marktplatz herumstanden. In azurblauem Blazer eröffnet Antje Runge die Brunnensaison mit "Wasser marsch!" Bis Ostern sollen die 21 städtischen Wasserspender sprudeln. Brunnenkönigin Verena I. und ihr Brunnenmeister Andreas wohnen dem Start bei. Sie werden die Patenschaft des Brunnens am Alfred-Delp-Haus übernehmen, verrät Verena I.

Die Grundsteinlegung des St. Ursula in seiner jetzigen Form war 1962. Auf dem Brunnen aus Sandstein thront die Heilige Ursula, die Schutzpatronin der Stadt. Geschaffen wurde das Wasserspiel einst von den Oberurseler Bildhauern Harold Winter und Paul Dick.

Der Startschuss soll Frühlingsgruß an alle Bürgerinnen und Bürger sein. Zudem soll das Wasser Glücksbote für das zwei Jahre Corona-bedingt ausgefallene und nun für dieses Jahr wieder fest eingeplante Brunnenfest sein. "Wir hoffen doch sehr, dass wir endlich unser Brunnenfest feiern können", so Verena I. Für sie und Brunnenmeister Andreas - im wahren Leben ihr Vater - wäre es das erste Brunnenfest. Gerne würden die beiden am Freitag, 10. Juni, das Fest eröffnen.

Längste Amtszeit, aber wenigste Auftritte aller Brunnenköniginnen

Das letzte Brunnenfest war 2019. Brunnenkönigin und Brunnenmeister hatten seither nur wenige Auftritte. Die Insignien, Diadem und Zepter, überreichte man in der Pandemie Anfang Juni 2020. Die offizielle Inthronisation war dann am 23. August 2020. Somit ist Verena I. Brunnenkönigin mit der längsten Amtszeit und den wenigsten Auftritten. "Unsere Brunnen sind inmitten der Stadt die idealen Treffpunkte im Sommer mit einem großen Erholungs- und Erlebniswert", sagt Antje Runge. Jeder Brunnen der Stadt sei einzigartig und ziehe die Menschen auf eine andere Weise an. Die lebendigen Wasserspiele der Stadt waren Anlass für das Brunnenfest, das 1979 erstmals gefeiert wurde.

Der Bauen & Service Oberursel (BSO) betreut die Anlagen, die von Ostern bis zur Zeitumstellung im Herbst sprudeln. Vor und nach der Winterpause werden sie alljährlich gereinigt und vor dem Einschalten routinemäßig überprüft. "15 000 Euro sind für die Instandhaltung der Brunnen im Haushalt eingestellt", so die Bürgermeisterin. Für allgemeine Betriebskosten wie Strom und Wasser stehen 45 000 Euro zur Verfügung. Der Brunnen am Hommkreisel und der Hospitalbrunnen nehmen vorerst nicht teil an der Sprudelsaison. Die Inbetriebnahme des Alt-Leipziger-Brunnens am Hommkreisel verzögert sich wegen der Reparatur eines Unfallschadens. Der Hospitalbrunnen muss aus technischen Gründen außer Betrieb bleiben.

Das vom Vereinsring organisierte Brunnenfest soll vom 10. bis 13. Juni gefeiert werden. Viele Höfe werden ihre Tore öffnen. Auf dem Festplatz Bleiche werden die Schausteller sein.

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