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Oberursel: Heiße Suppe und Glühwein für den guten Zweck

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Von: Christiane Paiement-Gensrich

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Romantischer Bilck auf die Stände und den stattlichen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in der Altstadt.
Romantischer Bilck auf die Stände und den stattlichen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in der Altstadt. © Christiane Paiement-Gensrich

Die Vereine und Händler bieten Leckereien und Kunsthandwerk an. Und es gibt ein großes Rahmenprogramm.

Oberursel -Fröhlich schallt „Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä“ aus den Lautsprecherboxen, die in den Straßen zwischen Rathausplatz und altem Markt postiert sind. An den zahlreichen Buden gibt es Glühwein, Süßes und Herzhaftes, aber auch Holzspielzeug, Schmuck, Mützen und warme Socken. Und die kleine Dampfbahn von Walter Bornath aus Zeilsheim dreht schnaufend auf dem Epinay-Platz ihre Runden. Am Wochenende stand die Innenstadt ganz im Zeichen des Weihnachtsmarktes. Nach zwei Jahren Pandemie mit teils weitreichenden Feier-Verboten war der Budenzauber nun wieder so gut besucht wie eh und je.

„Möchten Sie eine Zimtschnecke?“, fragt Marie am Stand des Gymnasiums Oberursel vor dem Rathaus. Zusammen mit ihren Mitschülerinnen Charlotte, Sofia, Caro und Jonna bietet sie Selbstgebackenes sowie Glühwein und Kinderpunsch an. Mit den Einnahmen wollen die künftigen Abiturientinnen ihren Abiball 2024 finanzieren.

Nur wenige Schritte weiter gibt es heiße Suppe. Beim Städtepartnerschaftsverein füllt Anne-Maren Horn eine Kelle Borschtsch in ein Schüsselchen. Und Carrie Haub gibt noch einen Klecks saurer Sahne darauf. An jedem Weihnachtsmarkt-Tag steht eine andere von Vereinsmitgliedern selbst gekochte Köstlichkeit auf dem Speisezettel. „Das sind bis zu 30 Liter pro Tag“, erklärt Winfried Goldbach. Direkt nebenan haben Gäste aus der französischen Partnerstadt Epinay Stellung bezogen, mit einer ganz besonderen Delikatesse: frische Austern, die direkt am Stand geöffnet und dann zusammen mit dem passenden Glas Wein serviert werden. Mit britischem Tee und Whisky im Gepäck sind unterdessen Freunde aus der britischen Partnerstadt Rushmoor angereist.

Spenden für Frauenhaus und Tafel

Im Rathaus verkauft Angelika Raschke am Stand des Vereins „Frauen helfen Frauen“ Plätzchen und Tombola-Lose. „Geschäfte und Restaurants haben die Gewinne gestiftet“, berichtet sie. Die Einnahmen gehen zu 100 Prozent ans Frauenhaus. Wer einen Quarkstollen oder einen kunstvoll aus Speckstein geschnitzten Elefanten kaufen und zugleich eine Schule mit Internat in Indien unterstützen möchte, der ist bei Monika Gerbas, Vorsitzende der Nandri Kinderhilfe, richtig. Ebenholz-Armreifen, Brieföffner und farbenfrohe Tücher liegen beim Fanaka-Förderkreis bereit. Die Initiative unter der Regie von Barbara Welte und Erhard Henkel unterstützt, in Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Bono, ein Schulprojekt in Tansania.

Wer eine Vogelfutter-Stelle oder ein Frühstücksbrettchen, hergestellt von den Oberurseler Werkstätten, haben möchte, der wird am Stand der Initiative „Oase am Urselbach“ fündig. Außerdem gibt es hier heißen Bio-Apfelwein aus selbst geernteten Äpfeln - und ausführliche Informationen zum Oase-Projekt auf dem Berlebach-Platz hinter der Stadthalle. Oase-Sprecher Rupert Köhler betont: „Das ist ein Klimaschutz-Projekt.“ Claudia von Eisenhart-Rothe sagt: „Wir haben sehr viel Herzblut hineingesteckt.“

Mit leckerem Winzerglühwein aus dem Rheingau locken der Lions Club Oberursel und der Partner-Club Offenbach-Rhein-Main in der Strackgasse. Auch den Oberurseler Adventskalender kann man hier kaufen. Bertrand Reisner-Sénélar, der Club-Präsident des vergangenen Jahres, erklärt, dass der Erlös für die Oberurseler Tafel und das Frauenhaus bestimmt ist. Und Georg Picard ergänzt: „Wir unterstützen in Offenbach Flüchtlinge, die keine Krankenversicherung haben.“

Auf dem Alten Marktplatz bei der Freiwilligen Feuerwehr brutzeln unterdessen leckere Bratwürste. Im Vortaunusmuseum kann man Spaghetti-Lätzchen kaufen - für Erwachsene wohlgemerkt. Und bei der Imkerei Schuhmann aus Niedereschbach gibt es sogar Weihnachtshonig - mit Zimt und Vanille.

Beim Städtepartnerschaftsverein ist die heiße Suppe: Carrie Haub (links) gibt noch einen Klecks saurer Sahne in den Borschtsch, Winfried Goldbach und Anne-Maren Horn helfen am Stand mit.
Beim Städtepartnerschaftsverein ist die heiße Suppe: Carrie Haub (links) gibt noch einen Klecks saurer Sahne in den Borschtsch, Winfried Goldbach und Anne-Maren Horn helfen am Stand mit. © cg
Angelika Raschke verkauft im Rathaus am Stand von „Frauen helfen Frauen“ Lose und Plätzchen für den guten Zweck.
Angelika Raschke verkauft im Rathaus am Stand von „Frauen helfen Frauen“ Lose und Plätzchen für den guten Zweck. © cg
Bei den Oberstufenschülerinnen Charlotte, Sofia, Marie, Caro und Jonna (v. l.) gibt es Waffeln, Glühwein und Kinderpunsch.
Bei den Oberstufenschülerinnen Charlotte, Sofia, Marie, Caro und Jonna (v. l.) gibt es Waffeln, Glühwein und Kinderpunsch. © cg
Georg Picard (l.) und Bertrand Reisner-Sénélar vom Lions Club schenken in der Strackgasse Winzer-Glühwein aus.
Georg Picard (l.) und Bertrand Reisner-Sénélar vom Lions Club schenken in der Strackgasse Winzer-Glühwein aus. © cg

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