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Die wegen der Abstandsregeln gesperrten Sportgeräte sind schon mit rot-weißem Flatterband markiert. Vor dem offiziellen (Wieder-)Start am Montag üben sich schon mal die beiden Trainerinnen Amy und Julia im TSGO-Fitness-Studio.

Corona-Lockerungen

TSG Oberursel startet wieder mit dem Fitness-Studio

Weitere Abteilungen folgen in Kürze. Sport-Angebote des Oberurseler Vereins im Freien werden intensiviert, und auch die Online-Aktivitäten gehen weiter.

Beim Tennis fliegt der gelbe Filzball schon seit dem vergangenen Samstag. Nach den letzten Lockerungen in Sachen Corona geht von Montag an auch das hauseigene Fitness-Studio der TSG Oberursel (TSGO) an den Start.

Wie in ähnlichen Einrichtungen auch gelten in der Korfstraße dann besondere Regeln: So geht nichts ohne vorherige Online-Anmeldung, denn höchstens zehn Leute dürfen gleichzeitig trainieren. Da die Umkleiden geschlossen bleiben, ist es erlaubt, eine Tasche mit ins Studio zu bringen. Die Sportkleidung muss aber Zuhause angezogen werden. Betreten werden darf das Studio nur mit Mundschutz, an den Geräten darf aber ohne trainiert werden. Um einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten zu können, sind einige der Geräte mit rotem Flatterband gesperrt worden. So kann jeder vor sich hin schwitzen und atmen, ohne andere zu gefährden. Auch nicht die anwesenden Trainerinnen und Trainer, die nach jedem Gerätegebrauch dafür sorgen müssen, dass alles desinfiziert wird.

Zehn zentrale Regeln fürs Miteinander

"Bei allen unseren Vorkehrungen im Verein richten wir uns grundsätzlich nach den Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes", erklärt TSGO-Präsident Carsten Trumpp, wobei er klarstellt, dass die sogenannten zehn Leitplanken, die bei der TSGO unter Corona-Bedingungen gelten, jeweils an die Erfordernisse und Möglichkeiten der Abteilungen angepasst werden. "Von dort kommen die Vorschläge, die dann vom im Moment zwei Mal pro Woche online tagenden Präsidium geprüft und genehmigt werden", so Trumpp.

Das alles könne nur nach und nach passieren. "Tatsächlich war der Lockdown für uns viel leichter zu organisieren, als die plötzlichen Lockerungen, die vor einer Woche verkündet wurden" und die man so umfangreich nicht erwartet habe. "Von heute auf morgen hatten wir einen Haufen Arbeit zu bewältigen", sagt der TSGO-Chef. Hier würde es sich als organisatorischer Vorteil erweisen, neben den vielen Ehrenamtlichen auch eine Geschäftsleitung und eine Reihe von weiteren Hauptamtlichen zu haben.

Sportlich unterwegs auf mehreren Gleisen

"Zurzeit fahren wir mehrgleisig. Wir werden weiterhin unser Onlineangebot haben mit einem Training per Zoom. Das zweite Gleis ist, dass wir mit den Sportarten, wo das möglich ist, ins Freie gehen," Für die Handballerinnen, die weiterhin nicht in der Bleibiskopf-Halle trainieren können, würden sich Waldläufe oder Gymnastik unter freiem Himmel anbieten. "Auch Zumba und andere Sportarten sind so denkbar", sagt Trumpp. Am Draußen-Angebot werde intensiv gearbeitet. Bei allem müsse genau geschaut werden, wie es funktioniert, um gegebenenfalls nachzujustieren. "Wir alle machen das so zum ersten Mal", gibt der TSGO-Präsident zu bedenken.

Ab dem 25. Mai soll es mit einem Hallenangebot in den beiden eigenen Hallen im Vereinsheim in der Korfstraße weitergehen. Unter anderem Tanzen, Yoga und Pilates sollen wieder möglich sein. Zurückhaltend ist man, was Angebote für Kinder unter zehn Jahren angeht. Die gibt es noch nicht, "weil es schwierig ist, kleinen Kindern die Abstandsregeln zu vermitteln", erklärt Carsten Trumpp. Hier müsse man einfach vorsichtig sein,

Bislang habe die Corona-Krise keine Auswirkungen auf die Mitgliederzahlen. Zu Kündigungen nur wegen Corona sei es seines Wissens nach nicht gekommen, sagt Trumpp, auch wenn es einzelne Nachfragen wegen Rückerstattungen von Kursgebühren gegeben habe. Er sei dankbar dafür, dass die allermeisten der rund 5000 Mitglieder weiterhin beim Verein sind und bislang alle Maßnahmen mit "großer Besonnenheit" mitgetragen hätten.

Ferienprogramm ermöglichen

Mit Blick auf die Sommerferien habe man bereits die Stadt um Unterstützung gebeten, die kreiseigenen Sporthallen, sollten sie dann offen sein, nutzen zu können, um ein Ferienprogramm anbieten zu können. "Wir sehen darin auch eine Entlastung der Familien, wenn es für Kinder und Jugendliche eine Angebotsstruktur gibt", so Trumpp.

Gabriele Calvo Henning

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